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Hans Platschek Preisträger für Kunst und Schrift 2012: Rof Bier

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Dienstag, den 17. Januar 2012 um 00:50 Uhr
Rolf Bier, 1960 in Würzburg geboren, erhält den fünften „Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift“. Prof. Dr. Ulrich Krempel, Direktor des Sprengelmuseums in Hannover, hat sich als Solojuror für ihn entschieden. Der Preis wird am 8. März auf der neunten „art Karlsruhe“ überreicht. Er ist mit 5.000 Euro dotiert und mit einer Ausstellung auf der Kunstmesse verbunden, auf der Arbeiten des Preisträgers im Dialog mit Werken von Hans Platschek gezeigt werden.

Rolf Bier, so Juror Ulrich Krempel, „hat in seinem Werk als Maler, Bildhauer, Dichter und Schreiber ein offenes Kompendium von verschiedenen Ausdrucksweisen entwickelt“. Bier setze diese Medien kritisch ein: Er mache „die Bedingungen des Machens von Bildern oder Ereignissen im Raum ebenso erfahrbar, wie er Zweifel an der Statik des Kunstmachens oder Schreibens sichtbar werden lässt“.
Der neue Preisträger ist also, wie Hans Platschek, der Namensgeber des Preises, nicht nur Künstler, sondern auch Schriftsteller. Sein erstes Stipendium erhielt er 1989 für Literatur, sein nächstes im Jahre 1990 für Kunst. Platschek hat sich in Reportagen und Essays kritisch mit Kunst beschäftigt – ebenso Bier, dessen „konzeptuelle Arbeit schon in der frühen Gruppe der ‚artists in residence’ Fragen an die Kunst als notwendige erscheinen lässt“ (Krempel). „Was dürfen wir glauben? – so der Titel einer Ausstellung im Sprengelmuseum Hannover 1988.
Rolf Bier hat Schwerpunkte in der raumgreifenden Skulptur wie in konzeptuellen malerischen Folgen gesetzt. Seine Texte erschienen in Katalogen und im Eigenverlag. Heute arbeitet Bier neben Gedichten und Texten zur Kunst vor allem seit Jahren an seinen „Portraits of Unseen People“ (seit 2004), einer Folge kleinformatiger Gemälde, die bis heute auf über 300 Arbeiten gewachsen ist. Rolf Bier lehrt als Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Die Preisträger, die seit 2008 den Hans-Platschek-Preis erhalten haben, sind: F.W. Bernstein, Friedrich Einhoff, Monika Grzymala und Werner Büttner.

Quelle: Hans Platschek-Preis

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