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Jürgen Flimms Inszenierung von Händels „Il trionfo del Tempo e del Disinganno“ ist der Auftakt zu einem Barock-Schwerpunkt an der Staatsoper

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Freitag, den 06. Januar 2012 um 12:31 Uhr
Der Auftakt zu einem Barock-Schwerpunkt an der Staatsoper im Schiller Theater ist am 15. Januar die Deutschlandpremiere von Georg Friedrich Händels „Il trionfo del Tempo e del Disinganno“. Sein erstes Oratorium, 1707 in Rom geschrieben und aufgeführt, ist zugleich eines seiner schönsten, voll von inspirierter Musik, mit virtuosen Arien und vielen anrührenden Momenten.

Jürgen Flimms Inszenierung, die bereits an den Opernhäusern in Zürich und Madrid gefeiert wurde, ist nun auch als Deutschlandpremiere im Schiller Theater zu erleben. Es spielt zum ersten Mal an der Staatsoper das Originalklangensemble Les Musiciens du Louvre Grenoble unter der musikalischen Leitung von Marc Minkowski, einem der profiliertesten Interpreten der Alten Musik. Es singen und spielen mit Sylvia Schwartz (Bellezza), Inga Kalna (Piacere), Delphine Galou (Disinganno) und Charles Workman (Tempo) vier erstklassige
Solisten.

Flankierend zu dieser Premiere werden Marc Minkowski und Les Musiciens du Louvre Grenoble am 20. und 22. Januar< zwei Konzerte mit weiteren Meisterwerken des jungen Händel geben - drei klangprächtige Suiten aus der in London komponierten Wassermusik sowie eine Motette, eine Psalmvertonung und eine Ouvertüre aus der Zeit seines Aufenthaltes in Italien. Die virtuosen Vokalparts übernimmt die junge russische Sopranistin Julia Lezhneva, die gerade in der Opernwelt zur „Nachwuchssängerin des Jahres“ gewählt wurde.

Am 26. Januar findet als konzertante Aufführung die Premiere der Oper „Montezuma“ von Carl Heinrich Graun statt. Gezeigt wird das 1755 an der Berliner Hofoper uraufgeführte Werk in einer besonderen Fassung mit erzählenden Texten anstelle der Secco-Rezitative – Sprecher ist der Schauspieler Klaus Schreiber. Es spielt die Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Michael Hofstetter. Es singen neben dem Staatsopernchor u.a. Vesselina Kasarova (Montezuma), Anna Prohaska (Eupaforice), Pavol Breslik (Tezeuco), Michael Maniaci (Cortes), Florian Hoffmann (Pilpatoè) und Adriane Queiroz (Erissena). Eine zweite Vorstellung folgt am 28. Januar.

Den Abschluss der „Barocktage“ bildet am 5. Februar in der Reihe „Preußens Hofmusik“ ein Konzert mit Kammerorchester und –chor im Roten Rathaus mit Werken von wiederum Graun sowie Johann Sebastian Bach, Johann Friedrich Reichardt und Johann Abraham Peter Schulz.

Quelle: Staatsoper im Schiller Theater

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