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Deutsch-französischer Literaturpreis verliehen |
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| Freitag, den 09. Dezember 2011 um 20:35 Uhr |
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Die junge Literatur Deutschlands und Frankreichs ist im jeweils anderen Land noch zu wenig bekannt. Deshalb haben Kulturstaatsminister Bernd Neumann und der französische Kulturminister Frédéric Mitterand den "Franz-Hessel-Preis" ins Leben gerufen. In Paris wurde er jetzt zum zweiten Mal verliehen. Preisträger sind in diesem Jahr der deutsche Autor Thomas Melle und die französische Schriftstellerin Céline Minard. Beide erhalten die Auszeichnung für ein 2011 erschienenes Buch: Melle für seinen Debütroman "Sickster", Minard für das fiktive Testament einer alten Schriftstellerin "So long, Louise". Ausgewählt wurden die Preisträger von einer deutsch-französischen Jury mit Literaturexperten aus beiden Ländern. Neugierig machen auf das Nachbarland Kulturstaatsminister Bernd Neumann und der französische Kulturminister Mitterand mit den beiden Preisträgern Céline Minard und Thomas MelleFoto: D. Ignaszewski-Koboy Vergrößerung Freude über den Franz-Hessel-PreisKulturstaatsminister Neumann und der französische Kulturminister Mitterand überreichten die Auszeichnungen heute in Paris. Der Preis werde an Autoren verliehen, "die die Vielschichtigkeit der Gegenwart reflektieren und damit auch neugierig machen auf das Nachbarland - ganz wie das Werk Franz Hessels zu seiner Zeit", erklärte Neumann bei der Preisverleihung. Franz Hessel (1880-1941) war als Schriftsteller, Lektor sowie Übersetzer unter anderem von Proust, Balzac und Stendhal ein wichtiger Mittler zwischen den Kulturen. In Stettin geboren, lebte Hessel später vor allem in Berlin und Paris. Ende der dreißiger Jahre floh er vor dem deutschen Besatzungsregime in das provençalische Sanary-sur-Mer. Dort starb er 1941 nach monatelanger Internierung. Der Kulturstaatsminister und sein französischer Amtskollege haben den Franz-Hessel-Preis 2010 ins Leben gerufen, um die zeitgenössische Literatur Deutschlands und Frankreichs im jeweils anderen Land bekannter zu machen. Durch die Auszeichnung sollen Verlage auf das Schaffen von interessanten, bisher noch nicht übersetzen Autoren des Nachbarlandes aufmerksam gemacht werden. Gemeinsame kulturelle Werte festigen und ausbauen Angesichts der Krise in Wirtschaft und Finanzen sei es gerade jetzt besonders wichtig, gemeinsame kulturelle Werte zu festigen, zu erneuern und auszubauen, betonte Neumann. Ein geeintes Europa könne sich nur durch diese Werte begründen, sagte er in Paris. "Kultur ist die Quelle der Kreativität; und gerade in einer Krise sind wir auf diese angewiesen." Die Verleihung des deutsch-französischen Franz-Hessel-Preises für zeitgenössische Literatur findet jeweils im Wechsel in Deutschland und Frankreich statt. Vergeben wird er von der Villa Gillet in Lyon und der Stiftung Genshagen. Dort sollen ab dem kommenden Jahr auch die Preisverleihungen stattfinden. Voraussetzung für eine Nominierung sind eine aktuelle Veröffentlichung – möglichst im Jahr der Preisvergabe – und die noch ausstehende Übersetzung des Werkes in die jeweils andere Sprache. Der Kulturstaatsminister und das französische Ministère de la Culture et de la Communication fördern den Preis, der mit jeweils 10.000 Euro dotiert ist. Quelle: www.bundesregierung.de |



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