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Hannah-Höch-Preis 2011: Ulrike Ottinger |
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| Dienstag, den 22. November 2011 um 15:32 Uhr |
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Mit der Verleihung des Hannah-Höch-Preises 2011 durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin wird das vielschichtige Werk der Filmemacherin und Künstlerin Ulrike Ottinger geehrt. Im Neuen Berliner Kunstverein wird anlässlich dieser Ehrung das unbekannte und bisher nicht gezeigte malerische Frühwerk (1963–68) Ottingers ausgestellt. Zeichnet sich Ulrike Ottingers filmischer Blick in den letzten Jahren durch eine hohe ethnografische Reflexivität aus, sind in der Malerei und den Siebdrucken bereits spätere Bildikonen der frühen Filme angelegt. In ihrem eigenwilligen, an Pop-Art angelehnten Frühwerk zeigt sich bereits ihr Interesse für das Prinzip Collage/Montage und das Surreale/Absurde, wie es sich später in den Filmen wiederfindet. Von 1962 bis 1968 lebte Ulrike Ottinger als freie Künstlerin in Paris und besuchte Vorlesungen an der Universität Paris-Sorbonne über Kunstgeschichte, Religionswissenschaften und Ethnologie bei Claude Lévi-Strauss, Louis Althusser und Pierre Bourdieu. Seit Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn widmet sie sich auch der Fotografie, schreibt Drehbücher und inszeniert am Theater. Ulrike Ottinger war mit Arbeiten u. a. an der 3. berlin biennale (2004), der Documenta11, Kassel (2002) und der Biennale Venedig (1980) beteiligt. Einzelausstellungen und Retrospektiven fanden u. a. im Centre Pompidou, Paris (2010); im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid (2004) und im Museum of Modern Art, New York (2000) statt. Im Januar 2010 erhielt sie das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Der Hannah-Höch-Förderpreis 2011 ing an Laura Horelli Laura Horelli, 1976 in Helsinki geboren, studierte an der Kuvataideakatemia in Helsinki sowie bei Thomas Bayrle an der Städelschule in Frankfurt/Main. Seit 2001 in Berlin lebend, schuf sie in wenigen Jahren ein komplexes Werk, für das sie 2011 im Rahmen des Künstlerinnenprogramms mit dem erstmals vom Regierenden Bürgermeister von Berlin verliehenen Hannah-Höch-Förderpreis ausgezeichnet wird. Neben textbasierten Werken und Fotografien arbeitet die Künstlerin verstärkt mit dem Medium Video, teilweise auch in mehrkanaligen Videoinstallationen. Sie stellt kommunikative Prozesse und deren mediale, politische und soziale Voraussetzungen in einer globalisierten Welt ins Zentrum ihrer Recherchen. Horellis konzeptueller Ansatz besteht darin, sich der „Realität“ auf subjektive Weise zu nähern, um urbane Umwelten, Ereignisse und Beziehungen aus ihren früheren und aktuellen Wohnorten sowie auf Reisen aufzugreifen und neu zu verknüpfen. Dadurch entsteht ein Intertext, der verschiedene Zeitläufte wie deren Subtexte miteinander verbindet und dabei zugleich das Dokumentarisch-Repräsentative unterläuft. Quelle: n.b.k. |



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