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Goethe-Institut verstärkt Austausch mit Kultur- und Bildungsexperten aus arabischen Ländern

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Montag, den 14. November 2011 um 18:22 Uhr
Das Goethe-Institut konzipiert und organisiert jedes Jahr für mehr als tausend Gäste aus dem Ausland Informationsreisen nach Deutschland. Derzeit lädt es verstärkt Gäste aus arabischen Ländern nach Deutschland ein, um die demokratischen Aufbauprozesse zu unterstützen. Besonders Kultur- und Bildungsexperten sollen Einblicke in deutsche Szenen und Institutionen ermöglicht werden, um den fachlichen Austausch zu fördern und die langfristige Zusammenarbeit zu sichern.

In vielen arabischen Ländern haben die Umbrüche auch den Erziehungs- und Bildungssektor erfasst. Wie man Pädagogen in Zukunft besser ausbilden und fördern könnte, wollen ägyptische, tunesische, marokkanische und jordanische Experten auf einer Reise nach Berlin, Brandenburg und München herausfinden. Einzelgespräche und Besuche bei Ministerien, Bildungsakademien und Schulen gewähren den Gästen zwischen dem 4. und 11. Dezember 2011 Einblicke in hiesige Bildungskonzepte und vermitteln somit Anregungen für die eigenen Reformbemühungen.

Bei einer anderen Reise durch Deutschland gehen libanesische Fachleute der Frage nach: Wie kann Aufklärung von Jugendlichen in einer Gesellschaft funktionieren, die Sexualität tabuisiert? Im Libanon steigen – so wie im Rest der arabischen Welt – Geschlechtskrankheiten und HIV-Infizierungen stark an. In Begegnungen mit deutschen Experten für Sexualerziehung wollen die Gäste vom 4. bis 11. Dezember 2011 in Berlin und München herausfinden, wie das Thema in der Schule, aber auch in der Kunst oder dem Kinder- und Jugendtheater vermittelt werden kann.

Zwischen dem 28. November und dem 4. Dezember 2011 wird die palästinensische Kuratorin Samar Martha auf Einladung des Goethe-Instituts nach Berlin und Bonn reisen. Dort wird sie Gespräche über den Aufbau eines Museums führen: Das von der UNESCO geförderte neue „Museum of Palestinian Narrative“ in Bethlehem. Das Vorhaben ist gerade vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen anlässlich der Aufnahme Palästinas in die UNESCO von aktueller Relevanz.

In einem 4-wöchigen intensiven Training erhalten zehn Kulturmanager aus Ägypten, Jemen, Jordanien, Marokko, Palästina und dem Libanon Rüstzeug für professionelles Kulturmanagement. Neben der fachlichen Qualifizierung sind die Vernetzung untereinander und der Austausch mit Deutschland zur Förderung von Kooperationsprojekten weitere Ziele des Programms. Einen Teil der Weiterbildung bilden Hospitanzen in Berliner Kultureinrichtungen.

Weitere Infos zu den Teilnehmern finden Sie unter: Fortbildung Kulturmanager

Quelle: Goethe-Institut

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