| News-Port | ||
"Deckname Cor", Kinostart am 24. November |
|
|
| Mittwoch, den 09. November 2011 um 10:16 Uhr |
|
Zehn Jahre lang hat der Regisseur Eike Besuden ("Verrückt nach Paris") für seinen Film recherchiert und zunächst eine TV-Dokumentation mit dem Titel „Max Windmüller - der jüdische Widerstandskämpfer" realisiert, die im Frühjahr 2011 auf ARTE und ARD ausgestrahlt wurde. Die aktuelle Produktion beinhaltet nun auch Spielfilmelemente mit nachgestellten Szenen. Dazu berichten Zeitzeugen über die schrecklichste Zeit ihres Lebens und wie sie entkommen sind. Das Ergebnis ist ein bewegendes Porträt über einen Helden seiner Zeit. "Deckname Cor - Das dramatische Leben des Max Windmüller": Der Film des in Bremen lebenden Regisseurs Eike Besuden kommt am 24. November in die deutschen Kinos. Deutschland 1933. Max Windmüller ist 13 Jahre alt. Dem Vater wird von den Nazis die Gewerbeerlaubnis entzogen und die Emder Familie, Eltern und vier Kinder, geht ins Exil nach Holland. Dort bereitet sich Max in den nächsten Jahren auf ein Leben in Palästina vor. 1939 hat er tatsächlich eine Schiffspassage, lässt sich aber von einem seiner Ausbilder überreden, doch in Holland zu bleiben. Die Situation dort ist nach der Reichspogromnacht ähnlich schwierig geworden wie in Deutschland. Er lässt sich überzeugen, weiter in Holland zu arbeiten und geht in den Widerstand. Windmüller arbeitet jetzt mit den Leuten zusammen, die sich später die „Westerweel-Gruppe“ nennen. Für Tausende von Juden werden in dieser Zeit Adressen besorgt, um sie vor den Deutschen zu verstecken. Sie alle erleben zwischen 1942 und 1945 als „Onderduikers“ das gleiche Schicksal wie Anne Frank. Später schleust die Gruppe jüdische Flüchtlinge von Holland durch Frankreich nach Spanien, damit sie von dort nach Palästina gebracht werden können. Max Windmüller ist ständig unterwegs. Frankreich, Holland, Belgien. Gefälschte Papiere verteilen, Personen schmuggeln, Kontakte mit anderen Widerstandsorganisationen suchen. Er selbst tarnt sich als SD-Mann. Die Gruppe rettet auf diese Weise mehr als 400 Personen das Leben. Im Sommer 1944 wird die Gruppe in Paris verraten, gefangen genommen und kurz vor dem Einmarsch der Alliierten nach Deutschland gebracht. Als Buchenwaldhäftling wird Windmüller wenige Tage vor Kriegsende auf einen Todesmarsch Richtung Dachau getrieben. Max Windmüller ist 25 Jahre alt, als er von einem Wachmann erschossen wird. Mit: Markus Seuß, Pegah Kazemi, Sonja Dengler Kinostart: 24. November 2011 im Verleih von Barnsteiner Film Das Kultur-Port-Gespräch mit dem Regisseur finden Sie hier |



Ihre Kommentare (Gast-Eintrag auch ohne Mitgliedschaft möglich)