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Der KulturInvest-Kongress 2011: Kultur ergreift Marketing-Chancen

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Dienstag, den 01. November 2011 um 00:17 Uhr
Der KulturInvest-Kongress 2011 war mit dem Rekord von über 400 Teilnehmern aus Kultur, Wirtschaft und Medien hervorragend besucht. Der einhellige Tenor von Referenten und Besucher: Die Neuen Medien, der veränderte Kulturkonsum und auch die Entwicklung im Sponsoring verhelfen Kulturinstitutionen zu neuen und attraktiven Chancen.

Neue Medien revolutionieren Kulturkonsum
Das Zusammenspiel klassischer Musik und Social Web vereinigen die Berliner Philharmoniker. Jedes Live-Konzert kann in HD-Qualität überall auf der Welt via Internet zu Hause verfolgt werden. Kurzfilme der einzelnen Konzerte sind jederzeit abrufbar. Knapp 250.000 Freunde und rege Diskussionen auf Facebook sprechen eine deutliche Sprache. Dies sieht auch Hans-Willy Brockes aus Veranstaltersicht so: "Die gesamte Kulturbranche stellt sich immer professioneller auf. Vor allem die neuen Medien geben der Branche einen enormen Schub, was einige Beispiele auf dem Kongress klar gezeigt haben". Diese Entwicklung fordert auch die Bayerische Sparkassenstiftung in Person von Dr. Ingo Krüger, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied. Krüger sieht die Soziale Medien und die Digitalisierung als einen Segen für die Kultur an: "Kultursponsoring muss den Wandel der Verschmelzung von digitaler und realer Welt fördern". Dies gerade in Zeiten, wo der Marktanteil im Sport sinkt und sich Marktanteile atomisieren, was im Umkehrschluss eine Individualisierung bedeutet und Kultur jederzeit konsumierbar ist.

Der Konsument entscheidet was Kultur ist
Die neusten Erkenntnisse der Neurowissenschaften und Sponsoringtrends stellte Oliver Kaiser, Geschäftsführer LEDAVI GmbH, vor. Durch gezieltes Marketing und Emotionen kann das Gehirn aktiv beeinflusst werden: "Die Vorstellung von Marke erzeugt den (Kauf)-Effekt, nicht die Marke selbst. Das Gehirn sagt einem was man kauft". Wichtig für Kulturinstitutionen ist laut Kaiser die "Sprache der Kunden" und somit der Kulturinteressierten zu sprechen, denn der Konsument entscheidet am Ende was Kultur ist, was er sehen möchte und was gefördert wird. Mit der Aussage "Kunst schlägt Rasen" spielt Kaiser darauf ab, dass mehr Besucher in Museen gehen, als in Fussballstadien. Das Potential ist groß und kann im Bereich Sponsoring deutlich ausgebaut werden, denn "Sponsoring ist die drittwichtigste Disziplin der Kommunikation".

Über den KulturInvest-Kongress 2011
Mehr als 400 Teilnehmer und über 60 Top-Referenten waren beim diesjährigen KulturInvest-Kongress dabei. In den verschiedenen Foren wurden fachspezifische Themen erörtert, neue Trends präsentiert und Praxisbeispiele gegeben. Die Bandbreite reichte von internationalen Qualitätsmanagement-Standards im Festspielhaus Baden-Baden und steuerlich relevanten Fragestellungen über die Bedeutung von Neurowissenschaft im Sponsoringprozess bis hin zu Internet-Live-Konzerten der Berliner Philharmoniker in HD-Qualität. Geschäftsführer von Causales - Gesellschaft für Kulturmarketing und Kultursponsoring und Mitveranstalter, Hans-Conrad Walter, ist voller Zuversicht, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren fortsetzen wird: "Ich bin durch die gewonnenen Eindrücke und vielen Gesprächen der beiden Kongresstage überzeugt, dass der KulturInvest-Kongress die Branche auch in Zukunft prägen wird und der Austausch eine wichtige Rolle spielt. Die letzten beiden Tage haben deutlich gezeigt, dass die Zeit reif ist für professionelles Kulturmarketing!"

Die Kulturbranche steht vor einem spannenden und zugleich herausfordernden Jahr. Der nächste Branchentreff findet am 25. und 26. Oktober 2012 in den bekannten Räumen des Tagesspiegel in Berlin statt.

Quelle: www.kulturinvest.de

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