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Verzicht der Deutschen Welle auf Kurzwelle ist fahrlässig

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Mittwoch, den 26. Oktober 2011 um 12:09 Uhr
Die Deutsche Welle, der Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland, stellt zum 29.10.2011 die Übertragung des Programms in deutscher Sprache via Kurzwelle ein.

Der Deutsche Kulturrat hatte in seiner Resolution zur Stellungnahme der Bundesregierung zur Aufgabenplanung der Deutschen Welle am 14.03.2011 gesagt: "Der Mix verschiedener medialer Verbreitungswege ist für einen Auslandssender wie die Deutsche Welle unabdingbar. Auch wenn das Internet weltweit an Bedeutung gewinnt, kann es sehr viel leichter durch staatliche Maßnahmen abgeschaltet werden als beispielsweise ein Kurzwellensender, der vom Ausland aus senden kann. Auch wenn die jüngsten Entwicklungen in den nordafrikanischen Staaten die Bedeutung des Internets als Verbreitungsweg unterstreichen, darf nicht außer Acht gelassen werden, dass in vielen Weltregionen das Internet noch wenig genutzt wird und vor Ort Kurz- oder Mittelwellensender einen herausragenden Stellenwert für ein unabhängiges Rundfunkangebot haben."

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Die Kurzwelle kann auf Grund ihrer großen Reichweite weltweit empfangen werden. Kein anderer Frequenzbereich weist eine solch große Reichweite auf und kein anderes Medium kann so autonom von Deutschland aus in die Welt strahlen. Auch das Internet ist keine sichere Alternative zur Kurzwelle, da es durch Eingriffe in den Empfängerländern zensiert, behindert und sogar vollkommen abgeschaltet werden kann. Gerade in einer Zeit der gesellschaftlichen Umbrüche, nicht nur im arabischen Raum, ist es fahrlässig auf ein solches autonomes Übertragungsmedium wie die Kurzwelle für die Ausstrahlung des deutschsprachigen Programms zu verzichten."

Quelle: Deutscher Kulturrat

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