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„Peak“ von Hannes Lang gewinnt den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts

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Montag, den 24. Oktober 2011 um 13:35 Uhr
Der Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts 2011 geht an Hannes Lang für seinen Film „Peak“. Das Goethe-Institut macht den Dokumentarfilm einem Publikum in der ganzen Welt zugänglich – es finanziert die Untertitelung des Werks in bis zu zehn Sprachen und zeigt ihn weltweit. In diesem Jahr fand die Auswahl und Preisverleihung zum ersten Mal im Rahmen des 54. Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm – DOK Leipzig – statt.

Im Rahmen der Preisverleihung von DOK Leipzig hat das Goethe-Institut am vergangenen Samstag seinen Dokumentarfilmpreis an „Peak“ (Hannes Lang, 2011) vergeben. Die Jury des Goethe-Instituts wählte den Preisträger aus einem der zwölf aktuellen Dokumentarfilme aus, die im „Deutschen Wettbewerb“ des Leipziger Festivals liefen. Mit „Peak“ unternimmt der aus Südtirol stammende Regisseur Hannes Lang eine Bestandsaufnahme des Alpenraumes. In der Begründung der Jury heißt es: „Der Film zeichnet sich aus durch eine überwältigende Bildsprache, die im Format des Cinemascopes einen angemessenen ästhetischen Ausdruck findet. Exemplarisch wird das universelle Thema der Zerstörung der Natur durch den Menschen dem Zuschauer eindrucksvoll vermittelt. Dieses vermag der Film ohne wertenden Kommentar allein durch die Bilder industrieller Eingriffe in eine jahrhundertealte Kulturlandschaft zu zeigen. Die systematische Zerstörung der Natur des Alpenraums und der Verlust von Heimat durchbricht radikal die Genreerwartung des traditionellen Heimatfilms.“

Die Auszeichnung umfasst ein Preisgeld von 2.000€. Das Goethe-Institut erwirbt darüber hinaus die Lizenzen, übernimmt die Untertitelung in bis zu zehn Sprachen und schickt den Film auf Reise um die Welt. Neben cineastischen Kriterien gibt der Deutschlandbezug in Verbindung mit einer interkulturellen oder globalen Perspektive den Ausschlag für die Bewertung eines Films.

Aufgrund des hohen Niveaus der Wettbewerbsfilme fiel der Jury die Entscheidung in diesem Jahr sehr schwer. Deshalb hat sich das Goethe-Institut – wegen seiner cineastischen Qualität und der besonderen Bedeutung der Menschenrechtsthematik für die Arbeit des Goethe-Instituts – entschlossen, auch die Rechte von „Carte blanche“ (2011) zu erwerben. In dem Film geht die Regisseurin Heidi Specogna dem Fall des kongolesischen Milizenführers Jean-Pierre Bemba nach, der in Den Haag für Tötungen, Plünderungen und Vergewaltigungen angeklagt ist, und zeigt die Sisyphusarbeit eines Gerichts.

Seit 2003 ehrt das Goethe-Institut einmal jährlich eine herausragende filmische Arbeit mit dem Dokumentarfilmpreis. In diesem Jahr wurde der Preis erstmals im Rahmen von DOK Leipzig vergeben, das zu den wichtigsten internationalen Dokumentarfilmfestivals gehört und in diesem Jahr einen Besucherrekord von rund 38.000 Besuchern verbuchen konnte. Schon seit längerem arbeitet das Goethe-Institut mit DOK Leipzig zusammen – in diesem Jahr unterstützte es das Sonderprogramm zu Indien und den Fokus Arabien im Internationalen Programm.

Die Leitung der Jury hatte 2011 die Regisseurin, Autorin und Cutterin Julia Albrecht übernommen, die für ihr Werk „Shanghai Fiction“ 2009 mit dem Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus sind fünf Filmexperten des Goethe-Instituts in der Jury vertreten: Dr. Christian Lüffe, Dr. Günther Hasenkamp, Robin Mallick, Gisela Rueb und Frank Werner.

Preisträger 2003 – 2010

2010: „How To Make A Book With Steidl“
(2010, Gereon Wetzel und Jörg Adolph)

2009: „Shanghai Fiction“
(2008, Julia Albrecht und Busso von Müller)

2008: „Zuletzt befreit mich doch der Tod“
(2008, Beate Middeke)

2007: „The Halfmoon Files“
(2007, Philip Scheffner)

2006: „Die Unzerbrechlichen“
(2006, Dominik Wessely)

2005: „Mein Bruder - We´ll Meet Again“
(2005, Thomas Heise)

2004: „Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?“
(2004, Gerhard Friedl)

2003: „Für den Schwung sind Sie zuständig“
(2003, Margarete Fuchs)

Quelle: Goethe-Institut

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