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333 Jahre Oper in Hamburg«: Mit Telemanns »Flavius Bertaridus« kehrt ein Juwel der »Gänsemarkt-Oper« auf den Spielplan zurück |
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| Montag, den 10. Oktober 2011 um 11:30 Uhr |
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Der Hamburger Musikdirektor Georg Philipp Telemann galt bereits als der bedeutendste deutsche Komponist seiner Zeit, als am 29. November 1729 im Theater am G änsemarkt seine Oper »Flavius Bertaridus, König der Langobarden« uraufgeführt wurde. In Hamburg war es damals schon eine Tradition, ein beliebtes Opernlibretto aus Italien aufzugreifen und in eine deutsche Oper umzuarbeiten.
Bei Telemanns einzig erhaltener Opera seria »Flavius Bertaridus» verblieben einige Arien auf Italienisch - eine Besonderheit der damaligen Hamburger »Gänsemarkt-Oper«, wo der Komponist einen »Goût réuni«, eine »Vereinigung der musikalischen Geschmäcker aus Italien, Deutschland und Frankreich« pflegte. Die Premiere von »Flavius Bertaridus« am 23. Oktober 2011 findet im Rahmen von »333 Jahre Oper in Hamburg« statt, einem Themenschwerpunkt der Spielzeit 2011/2012, der sich mit der Geschichte von Deutschlands erster Bürgeroper und dem Spannungsfeld zwischen Opernhaus, Bürger und Stadt damals und heute auseinandersetzt. Telemanns Werk behandelt ein historisches Sujet: Der Rückkehr des abgesetzten - Königs Flavius Bertaridus auf den Thron des frühmittelalterlichen Langobardenreiches geht ein turbulenter Kampf um die Macht nicht nur im Staat, sondern auch in der Liebe voraus. Grimoaldus, der Rivale von Flavius und mit dessen Schwester Flavia verheiratet, verliebt sich in Flavius' Ehefrau Rodelinda. Flavia wiederum wird von Grimoaldus' Feldherrn Orontes geliebt. Am Ende führen Treue und Familiensinn, nicht aber Rachsucht und Wollust zum Ziel. Die Inszenierung stammt von Jens-Daniel Herzog, einem der profiliertesten deutschen Opern- und Schauspielregisseure, der am Wiener Burgtheater und am Opernhaus Zürich Erfolge feiert und seit Beginn dieser Saison Opernintendant in Dortmund ist. Mit »Flavius« legt er seine erste Regiearbeit für Hamburg vor. Bühnenbild und Kostüme kreierte Mathis Neidhardt. Die Musikalische Leitung übernimmt Alessandro De Marchi, der Künstlerische Leiter der Innsbrucker Festwochen für Alte Musik. Der Barockspezialist hat in Hamburg unter anderem zahlreichen Neuproduktionen wie Händels »Giulio Cesare in Egitto« Monteverdis »L'Incoronazione di Poppea« und Glucks »Iphigénie en Tauride« dirigiert. Die Titelpartie wird von der spanischen Mezzosopranistin Maite Beaumont gesungen, die im Hamburg im Mai 2011 einen großen Erfolg als Aschenputtel in Rossins Märchenoper »La Cenerentola« feiern konnte und als ehemaliges Mitglied des Internationalen Opernstudios und des Hamburger Opernensembles einer der erklärten Publikumslieblinge ist. Für die Partie der Rodelinda konnte die junge Sopranistin Tatiana Lisnic gewonnen werden, die Rolle der Flavia übernimmt die norwegischen Mezzosopranistin Ann-Beth Solvang. Es singen außerdem: Katerina Tretyakova (Cunibert), Antonio Abete (Grimoaldus), Jürgen Sacher (Orontes), David DQ Lee (Onulfus) und Mélissa Petit (Regimbert/Lombardischer Schutzgeist). Die Einstudierung des Chores übernimmt Florian Csizmadia. |



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