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Bund und Freistaat Thüringen wollen Klassik-Stiftung Weimar stärken

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Freitag, den 30. September 2011 um 17:39 Uhr
Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat sich mit der thüringischen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, Thüringens Kulturminister Christoph Matschie und dem Präsidenten der Klassik-Stiftung Weimar, Hellmut Seemann, zu einem Arbeitsgespräch über die Zukunft der zweitgrößten Kulturstiftung Deutschlands im Bundeskanzleramt getroffen.
Bei dem Treffen verständigten sich Bund, Land und Stiftung aufgrund der neuerlichen Evaluierung durch den Wissenschaftsrat über die Perspektiven der Klassik Stiftung Weimar.

Ministerpräsidentin Lieberknecht, Kulturstaatsminister Bernd Neumann sowie Bildungsminister und Vorsitzender des Stiftungsrates Matschie stimmen voll darin überein, dass die Klassik Stiftung Weimar auch in Zukunft den Auftrag hat, die Weimarer Sammlungen in ihren historischen von der Aufklärung bis zur Gegenwart reichenden Zusammenhängen als einzigartiges Zeugnis der Deutschen Kultur zu bewahren, zu ergänzen, zu erschließen, zu erforschen und zu vermitteln. Vor diesem Hintergrund ist und bleibt die Klassik Stiftung Weimar eine Kultureinrichtung, die konsequenterweise den jeweiligen Kulturressorts von Bund und Land zugeordnet ist.

Dies schließt es nicht aus, die Empfehlungen des Wissenschaftsrates aufzugreifen und gemeinsame Forschungsvorhaben der Klassik Stiftung Weimar mit der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel und dem Deutschen Literaturarchiv Marbach zu vereinbaren. Hierzu sollten Forschungsmittel des Bundessministeriums für Bildung und Forschung herangezogen werden. Die Einschätzung des Wissenschaftsrates, dass die rechtliche Selbstständigkeit der Stiftung bewahrt werden soll, wird nachdrücklich unterstrichen.

Ministerpräsidentin Lieberknecht, Staatsminister Bernd Neumann und Minister Matschie waren sich einig, dass die Vorhaben des Masterplans – Grundsanierung des Goethe-Schiller-Archivs, Neubau des Bauhausmuseums, Errichtung des Zentralen Museumsdepots sowie Restaurierung und Ausstattung des Stadtschlosses – für die nächsten Jahre den Mittelpunkt der Arbeit in der Stiftung darstellen. Für diese und weitere investive Maßnahmen stellen Bund und Land 120 Mio. Euro zur Verfügung. Mit diesen großen finanziellen Leistungen tragen die Zuwendungsgeber der herausragenden nationalen und internationalen Bedeutung der Stiftung Rechnung. Alle Maßnahmen des Masterplans sind von der Stiftung bereits auf den Weg gebracht worden.

Zur Klassik Stiftung Weimar gehören 25 Kunst- und Literaturmuseen, Dichterhäuser sowie historische Schloss- und Parkanlagen. Nicht nur die Wohnhäuser Goethes und Schillers, sondern auch die letzte Wohnung Friedrich Nietzsches mit dem Jugendstil-Interieur Henry van de Veldes und der Weimarer Wohnsitz Franz Liszts zählen dazu. Neun Gebäude und Parklandschaften des "klassischen" Weimar wurden 1998 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Die Klassik Stiftung Weimar entstand 2003 aus der Zusammenführung der Stiftung Weimarer Klassik mit den Kunstsammlungen Weimar. Der Bund und der Freistaat Thüringen fördern die Stiftung jährlich mit je 11 Mio. Euro, die Stadt Weimar trägt rund 2 Mio. Euro bei.

Quelle: Bundesregierung

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