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Niedersachsen investiert Millionensumme ins Engagement vor Ort

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Freitag, den 30. September 2011 um 12:19 Uhr
Der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS) hat Kulturministerin Professor Dr. Johanna Wanka jetzt zu ihrer seit 20 Jahren erfolgreichen regionalen Kulturberatung gratuliert. Wanka wies auf die wichtige Rolle solcher Angebote für eine lebendige Kulturszene in Niedersachsen hin.

"Wir wollen die Handlungsmöglichkeiten für diese wichtige und qualitativ gute Arbeit vor Ort weiter verbessern. Deshalb erhöhen wir die Landesförderung für die Soziokultur künftig in doppelter Hinsicht", so die Ministerin. "Zum einen werden wir vom kommenden Jahr an 60.000 Euro für eine weitere Beratungsstelle finanzieren. Zum anderen ermöglichen wir mit einer zusätzlichen Investition von 1,1 Millionen Euro in den kommenden zwei Jahren notwendige Modernisierungen in den soziokulturellen Zentren in Niedersachsen", sagte Wanka.

Insgesamt sind im Landeshaushalt bisher jährlich 848.000 Euro für die Förderung der Soziokultur vorgesehen.

Die LAGS unterstützt durch ihr Beratungsangebot vor allem Kulturvereine, soziokulturelle Zentren, Freie Theater, Kunst- und Musikschulen, ländliche Initiativen und die dort ehrenamtlich Engagierten sowie Künstler.

"Wir wollten damals, dass die Soziokulturförderung des Landes nicht nur für die vor 20 Jahren bestehenden zwölf soziokulturellen Zentren eingesetzt werden, wir wollten vielmehr neuen Initiativen die Möglichkeit geben, von unseren Erfahrungen zu profitieren. Nicht jede Initiative sollte "das Rad neu erfinden" müssen, sondern bei ihrem Start auf solide, am Einzelfall vor Ort orientierte Informationen zugreifen können", blickt Georg Halupczok, 1. Vorsitzender der LAGS zurück.

Das Konzept und die Arbeit der LAGS

In vielen Landschaften berät die LAGS bei der Mittelvergabe bzw. ist in die Entscheidungsgremien eingebunden. Kulturberater, die für jeweils einzelne Regionen zuständig sind, unterstützen die vor Ort Engagierten unter anderem bei der Planung von Veranstaltungen und bei der Öffentlichkeitsarbeit. Wenn es darum geht, einen Verein zu gründen oder Buchführungs-, Steuer- und Versicherungsprobleme zu lösen, sind die Berater ebenfalls zur Stelle. Um solches Wissen zu vermitteln, bietet die LAGS den Ehrenamtlichen in Kooperation mit Dritten zudem ein vielfältiges Fortbildungsangebot an. Allein daran haben in den vergangenen vier Jahren mehr als 1500 Kulturschaffende teilgenommen.

Mehr als 1.200 Vereine, Einzelpersonen, Haupt- und Ehrenamtliche in Städten und auf Dörfern hat die LAGS in den vergangen 20 Jahren beraten und begleitet - häufig mehrfach. Diese Angebote sind für die Kulturschaffenden kostenlos.

Die Soziokulturförderung des Landes im zweiten Halbjahr 2011

Allein im zweiten Halbjahr 2011 fördert das Land 13 Vorhaben in Höhe von 219.000 Euro. Die vom Beirat für Soziokultur empfohlenen Struktur- und Projektförderungen beinhalten unter anderem generationsübergreifende Kulturangebote, interkulturelle Jugend- und Frauenarbeit, Förderung der Kreativwirtschaft sowie Film und Neue Medien.

Beispielsweise wird das Jugendkulturprojekt "Kultur made in Ringmar" der "Kranichschreie-Sinnstiftung und kreatives Handeln" mit 22.000 Euro unterstützt. Es nimmt sich dem Thema "Demografischer Wandel auf dem Land" an, fördert den generationsübergreifenden Dialog und bringt junge Menschen zusammen. Auch das wissenschaftlich durch die Universität Oldenburg begleitete Stadtteilmodellprojekt "MUT - Migration und Theater" des Vereins "Jugendkulturarbeit" in Oldenburg erhält 16.000 Euro.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

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