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Rücktritt: Prof. Dr. Kirsten Baumann legt ihr Amt als Vorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg nieder

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Montag, den 26. September 2011 um 15:02 Uhr
Frau Prof. Dr. Kirsten Baumann wird ihre Tätigkeit als Vorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg zum 31. Dezember 2011 beenden. Ihr Amt als Direktorin des Museums der Arbeit bleibt von dieser Entscheidung unberührt. Den Grund für ihren Rücktritt bildet der von SPD-Fraktion eingereichte und von der Kulturbehörde begrüßte Antrag zur „Fortentwicklung der Stiftung Historische Museen Hamburg“ sowie die mangelnde Information und Kommunikation gegenüber dem Vorstand und den Direktoren der Stiftung.

„Ich nehme den Antrag der SPD sehr ernst und muss davon ausgehen, dass er umgesetzt wird. Er bietet leider keine Antworten auf die drängenden Fragen der Museen zur notwenigen Modernisierung der Häuser und Ausstellungen. Die Herauslösung einzelner Standorte aus dem Verbund halte ich aus inhaltlicher, organisatorischer und finanzieller Sicht für nicht sinnvoll. Sie ist in meinen Augen der Anfang vom Ende der Stiftung Historische Museen Hamburg. Wenn der Antrag in dieser Form beschlossen wird, wäre die Konsequenz die sofortige Auflösung der Stiftung; dies war möglicherweise von vornherein das Ziel der SPD.“

Erst vor kurzem hatte Kirsten Baumann, beauftragt von der Kulturbehörde, dem Stiftungsrat ein Konzept zur Stiftung Historische Museen Hamburg vorgelegt. Dieses sollte dort und im Kulturausschuss diskutiert werden. Am Donnerstag hatte die Kulturbehörde überraschend, einem Antrag der SPD-Fraktion folgend, die Verschlankung der Gesamtstiftung und die Herauslösung des Helms-Museums, des Museums für Bergdorf und die Vierlande und des Rieck Hauses aus dem Verbund begrüßt.

Die Entscheidung zum Rücktritt ist Kirsten Baumann nicht leicht gefallen, da sie in der Weiterentwicklung der Stiftung vor allem die Möglichkeiten eines modernen und zeitgemäßen Museumsverbundes als Chance für einen echten Neustart gesehen hat. Ab 2012 wird sich Kirsten Baumann nun der Überarbeitung der ständigen Ausstellung im Museum der Arbeit und der Weiterentwicklung des Hafenmuseums Hamburg widmen.

Quelle: Stiftung Historische Museen Hamburg

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