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Aktion zur "Rettung der Schreibschrift"

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Freitag, den 09. September 2011 um 11:32 Uhr
Zum morgigen Tag der deutschen Sprache und anläßlich des Schulbeginns hat die Deutsche Sprachwelt die Aktion "Rettet die Schreibschrift!" ausgerufen. Die Sprachzeitung ruft dazu auf, die Schreibschrift als ein "Abbild der deutschen Sprache von hoher kultureller Bedeutung" zu erhalten und weiterhin an den Grundschulen zu lehren.

Die Deutsche Sprachwelt hat daher heute gemeinsam mit anderen Vereinen wie der "Aktion Deutsche Sprache" (Hannover) eine Unterschriftenaktion begonnen. Die Unterzeichner fordern die Kultusminister dazu auf, "dafür zu sorgen, daß an den Schulen weiterhin Schreibschrift unterrichtet wird".

Hintergrund der Aktion ist eine Neuregelung in Hamburg. Dort steht es den Grundschulen seit dem Schuljahr 2011/12 frei, ob sie die bisherige Schreibschrift oder die sogenannte "Grundschrift" unterrichten. Auch in anderen Bundesländern wie in Baden-Württemberg und Bayern erproben einzelne Schulen die "Grundschrift". Gegen diese Entwicklung wenden sich die Sprachschützer.

Mit Blick auf die Erfahrungen aus der Rechtschreibreform warnen sie die Kultusminister vor einem weiteren schulpolitischen Mißgriff. In einer Erklärung der Deutsche Sprachwelt heißt es: "Die Grundschrift ist keine Schreibschrift! Wer die Schreibschrift abschafft, gibt nicht nur ein wertvolles Kulturgut auf, sondern behindert auch die geistige Entwicklung der Kinder." Die Schreibschrift fördere nämlich motorische Fähigkeiten, ästhetisches Bewußtsein und fließendes Denken. Wer nur eine Druckschrift lerne, schreibe in der Regel langsamer, wenig leserlich und müsse sich stärker anstrengen.

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