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Neues Dossier „Islam · Kultur · Politik“

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Dienstag, den 30. August 2011 um 14:40 Uhr
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung sein Dossier „Islam · Kultur · Politik“ veröffentlicht. 10 Jahre nach den Ereignissen des 11. September befassen sich namhafte Autoren mit den Auswirkungen auf unsere Kultur.

Die inhaltlichen Schwerpunkte des Dossiers fokussieren die Themen „9/11: Philosophische und religiöse Einschätzungen“, Politischer Umgang mit 9/11“, „9/11 als Medienereignis“ und „Kulturelle Aufarbeitung der Anschläge“. Namhafte Autoren aus Wissenschaft, Kultur, Politik und Medien haben zu der Besonderheit des Dossiers und seiner großen inhaltlichen Vielfalt beigetragen, u. a. Herfried Münkler, Inhaber des Lehrstuhls Theorie der Politik an der Humboldt-Universität zu Berlin; Friedrich Wilhelm Graf, Inhaber des Lehrstuhls für Systematische Theologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München; Petra Bahr, Kulturbeauftragte des Rates der EKD; A.S. Bruckstein Çoruh, Direktorin von ha ‘atelier und Kuratorin von „TASWIR Projects “; Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Thomas Nehls, Korrespondent im WDR-Hauptstadtstudio Berlin; Ronald Grätz, Generalsekretär des Instituts für Auslandsbeziehungen; Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts und viele mehr.

Die Dossiers Islam • Kultur • Politik, die politik und kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, regelmäßig beiliegen, sollen die Debatte um die Rolle des Islams in Deutschland vertiefen. Es geht dabei zum einen um eine Auseinandersetzung um die Wirkungen der muslimischen Religion auf Kultur und Lebensweise der hier lebenden Menschen. Zum anderen soll der politische Umgang mit dem Islam beziehungsweise mit Muslimen beleuchtet werden.

Dr. Olaf Hahn, Leiter des Programmbereichs „Gesellschaft und Kultur“ der Robert Bosch Stiftung: „Mit der dritten Ausgabe des Dossiers setzen wir uns mit den langfristigen Wirkungen desjenigen Ereignisses auseinander, das für viele Menschen erst der Grund war, sich mit dem Islam zu befassen. Es ist der Versuch, zum 10. Jahrestag dieses mörderischen Anschlags, der für viele den Beginn des 21. Jahrhunderts markiert, die Diskussion um den Islam durch einige ungewohnte Zugänge zu bereichern.“

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Ich bin fest davon überzeugt, dass, so befremdlich es auch klingen mag, der Bruch des 11. Septembers 2001 die Chance eines kulturellen Aufbruchs enthält. Das Grauenhafte des Anschlags kann nicht in Worte gefasst werden. Ungeachtet aller mit ihm verbundenen Tragik: wir sollten die Chance ergreifen und neugierig, mit offenen Augen und Ohren auf den Islam schauen. Es liegt auch an uns, welche Wirkungen der 11. September 2001 in der Zukunft entfalten kann.“

Die pdf-Version des Dossiers Islam • Kultur • Politik ist kostenlos unter www.kulturrat.de abrufbar.

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