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Architekturbiennale Venedig: Spiegelsaal im deutschen Pavillon

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Mittwoch, den 08. September 2010 um 09:50 Uhr
Der Deutsche Pavillon auf der Architekturbiennale in Venedig steckt voller Poesie. Gezeigt werden Skizzen von Architekten und Künstlern, die ihre Sehnsüchte illustrieren – flankiert von vier Kabinetten, die den Besucher herausfordern, sich seinen eigenen Sehnsüchten zu stellen. Der spektakulärste Raum ist der Spiegelsaal mit verspiegelten Wänden aus Eternit.

Auf 200 Quadratmetern verspiegelter Wandflächen duplizieren sich Besucher und Objekte ins Unendliche – ein alter aber immer noch wirkungsvoller Effekt, um sich ganz seinen Träumen und Illusionen hinzugeben. Auch die Spiegel selbst sind Teil dieser Illusion. Denn sie sind nicht aus Glas sondern aus Faserzement mit verspiegeltem Schichtstoff. Eternit steht für „Aeternitas“, Ewigkeit, Unendlichkeit. Und Eternit steht auch für die Sehnsucht der Architekten, einem einfachen Material eine individuelle Bedeutung zu geben – mit dieser universellen Faserzementplatte nicht nur Dächer und Fassaden zu gestalten, sondern sie auch für den Innenraum neu zu interpretieren.

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