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UNESCO-Welterbekandidat Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona: weiterer Schritt im Antragsverfahren

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Freitag, den 29. September 2017 um 17:44 Uhr
Vom 27. bis 29. September 2017 besichtigte Dr. Petr Justa als Gutachter des Internationalen Rates für Denkmalpflege (ICOMOS International) die nominierte Hamburger Stätte und prüfte im Zuge der „Technical Evaluation Mission“ auch den zugehörigen Managementplan. In konstruktiver Atmosphäre traf Dr. Justa auf Kunsthistoriker, Restauratoren, Gartendenkmalpfleger und weitere Experten für das jüdische Kulturerbe in Hamburg, um detailliert alle Fragen zum rund 300 Seiten umfassenden Antrag und zum Managementplan zu klären.
 
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Besichtigung des Jüdischen Friedhofes in Hamburg-Altona und die Überprüfung des Managementplans sind zentraler Bestandteil der Evaluierung der Hamburger Nominierungsunterlagen durch ICOMOS International. Die Experten konnten Dr. Justa umfassend über die Bedeutung des Friedhofs und das geplante Management zu seiner Erhaltung und Vermittlung informieren. Damit ist erneut ein wichtiger Schritt  auf dem Weg zu einer weiteren möglichen Welterbestätte für Hamburg erfolgt.“  
 
Das Denkmalschutzamt der Hamburger Kulturbehörde hatte den Antrag für den Jüdischen Friedhof Hamburg-Altona im Dezember 2016 auf den Weg gebracht. Im März 2017 hatte dieser auf Anhieb die erste Hürde im Bewerbungsverfahren genommen. Der Antrag hatte anstandslos den „Completeness Check“ gemeistert und erfüllt damit die strengen Vorgaben der „Richtlinien für die Durchführung des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“. 
 
Bis Anfang 2018 werden weitere  ICOMOS-Experten den „außergewöhnlichen universellen Wert“ der Stätte anhand der Antragsunterlagen untersuchen und im Anschluss ein Gutachten für die UNESCO erstellen. Bei positivem Urteil hätte der Jüdische Friedhof Hamburg-Altona Chancen, Mitte 2018 auf der Sitzung des UNESCO Welterbekomitees in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen zu werden.
 
Der Jüdische Friedhof Hamburg-Altona ist einer der ältesten portugiesisch-sephardischen Friedhöfe der Welt und gilt als weltweit wichtiges kulturelles Zeugnis sephardischer Geschichte.
 
Quelle:  Behörde für Kultur und Medien Hamburg

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