Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 1007 Gäste online

Neue Kommentare

Giselheid Otto zu Dialog über Grenzen: Kunst aus Ost und West – Die Sammlung Riese: Lieber Herr Riese,
ich bin Michaelas Freun...

Willem van Rensenbrink zu „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri”. Oder die Heimat des Zorns: Danke für den Tipp. Ein klarer Oscar-Kandidat!...
h. pöhls zu James Rosenquist. Eintauchen ins Bild – vom Plakatmaler zur Pop-Art-Ikone: war genauso beeindruckt. Gut beschrieben....
Gerd Kruse zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo Frau Lampert,
ich war durch meine He...

Herby Neubacher zu Elbphilharmonie: Das perfekte Buch zum Bau: Absolut richtig. Ich habe das gabnze Drama Elbphi...

News-Port

Vorgespult – Musikdialog diskutiert, wie wir künftig Musik entdecken, hören und bezahlen werden

Drucken
Donnerstag, den 21. September 2017 um 07:29 Uhr
Die Digitalisierung hält die Musikwirtschaft weiterhin in Atem. Viele technologische Neuerungen verändern die Art und Weise, wie Musik produziert, vermarktet, gefunden und konsumiert wird. Was das für die Zukunft der Branche bedeutet, darüber diskutierten heute führende Vertreterinnen und Vertreter von Labels, Konzertveranstaltern, Verlagen, Streamingdiensten und anderen Musikunternehmen beim Musikdialog im Rathaus. An der Konferenz nahmen auch Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, teil.
 
Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: „Der Musikdialog ist ein Nach-Denk-Raum und ein Ideenproduzent. Hier wird Klartext gesprochen, was ansteht, was die Musikwirtschaft braucht und was getan werden muss. Wir nutzen unsere verschiedenen Positionen, um die Musikwirtschaft insgesamt voranzubringen. Im Verhältnis von Kreativität und Technik ist die Musikindustrie tonangebend. Hier zeigt sich, häufig früher als in anderen Branchen, wie neue Geschäftsmodelle entstehen, wie sich der Kundenzugang und die Öffentlichkeit verändern.“
 
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Uns geht es im Wortsinn um ‚Zukunftsmusik‘ – welche der vielen Trends werden tatsächlich den Musikkonsum nachhaltig beeinflussen? Welche Chancen ergeben sich für Künstlerinnen und Künstler? Wo entstehen womöglich auch neue Interessenkonflikte? Das sind spannende und hochrelevante Fragen für eine der bedeutendsten Kreativbranchen. Auch eine gemeinsam von der Behörde für Kultur und Medien mit führenden Verbänden finanzierte Studie soll im nächsten Jahr Aufschluss über die Zukunft der Musiknutzung geben.“
 
Virtuelle Konzerte, Blockchain und Sprachsteuerung als wichtige Technologietrends
Drei Trends standen im Mittelpunkt des Musikdialogs: die 360°-Liveübertragung von Konzerten, neue Vermarktungswege durch eine verbesserte Erfassung von Musiknutzung mit der Blockchain-Technik sowie das Potenzial digitaler sprachgesteuerter Assistenten.
 
Philipp Friedel, Leiter Marktkommunikation Telekom Deutschland, stellte das Konzert-VR-Streaming-Angebot der Telekom vor. Die Zuschauerinnen und Zuschauer sollen so einen möglichst realistischen Eindruck erhalten, selbst vor Ort dabei zu sein. Ein ähnliches Angebot präsentierten auch Fabio Buccheri und Fatih Inan, Gründer von „Noys VR“. Das Hamburger Start-up will als soziale Plattform Künstler, Fans und Musikinteressierte direkt verbinden.
 
Steffen Holly, Geschäftsfeldleiter Media Management & Delivery am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT Ilmenau, erläuterte die Funktionsweise der Blockchain-Technologie, die bisher vor allem durch die Bitcoin-Onlinewährung bekannt ist. Holly zufolge erlaubt die Technik, deutlich genauer als bisher die Nutzung einzelner Songs zu erfassen und zu vermarkten.
 
Rene Fasco, Amazon-Musikchef für Deutschland, gab der Runde Einblicke in die ersten Erfahrungen mit Amazons digitalem Assistenten „Alexa“. Solche mit künstlicher Intelligenz ausgestattete digitale Assistenten erlauben eine noch einfachere Suche nach Informationen und Unterhaltungsinhalten – und könnten künftig anhand ihres Wissens über ihre Nutzer selbständig beispielsweise neue Musikstücke vorschlagen.
 
Gegen Ende der Diskussionsrunde äußerten Branchenvertreter auch ihre Erwartungen und Anliegen an die nächste Bundesregierung.
 
Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie: „Ohne Zweifel ist die Frage, wie wir, rein technisch gesprochen, in Zukunft Musik hören, extrem spannend. Aber eines darf man dabei nicht vergessen: Ein Song bleibt immer ein Song, der auch weiterhin in einem arbeitsteiligen Prozess zwischen verschiedenen Partnern entsteht, dessen Genese und Veröffentlichung also Investitionen bedeuten. Es muss gelingen, diese Investitionen auch im digitalen Raum refinanzierbar zu machen, deshalb wird sich die Branche auch weiterhin für ein level playing field am Markt einsetzen. Der Hamburger Musikdialog bietet eine sehr gute Plattform für den Austausch über solche Themen.“
 
Prof. Jens Michow, Präsident Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft e.V.: „Der Hamburger Musikdialog hat ein weiteres Mal unter Beweis gestellt, dass er ein herausragender Impulsgeber für bestehenden Handlungsbedarf in der Musikwirtschaft ist. Erstmalig sind nun auch die deutschen Konzert- und Tourneeveranstalter davon betroffen, dass große Teile der Wertschöpfung durch Akteure vereinnahmt werden, die selbst keinen angemessenen Beitrag zur Refinanzierung der Inhalte leisten, von deren Nutzung sie profitieren. Wir bitten die Politiker dringlich, hier eine Moderationsrolle zu übernehmen. Auch bei der Bekämpfung des Ticketzweitmarkts brauchen wir dringend eine gesetzliche Regelung, die es übrigens in Italien, Frankreich und Großbritannien bereits gibt.“
 
Quelle: Behörde für Kultur und Medien Hamburg

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > NewsPort > Vorgespult – Musikdialog diskutiert, wie wi...

Mehr auf KulturPort.De

Dresden übertrumpft Bayreuth: Thielemanns „Ring“ der großen, zarten Gefühle
 Dresden übertrumpft Bayreuth: Thielemanns „Ring“ der großen, zarten Gefühle



So kurzweilig, so fesselnd erklang Wagners „Ring des Nibelungen“ lange nicht mehr wie kürzlich in Dresden mit Christian Thielemann und der Sächsischen Staa [ ... ]



„Shape of Water – Das Flüstern des Wassers”. Oder die Monster des Guillermo del Toro
 „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers”. Oder die Monster des Guillermo del Toro



Betörender Genre-Mix aus Märchen, Musical, Spionagethriller, Liebesgeschichte, Neo Noir. Guillermo del Toro verändert nachhaltig den magischen Kosmos von ‚L [ ... ]



Karl Schmidt-Rottluff: expressiv, magisch, fremd
 Karl Schmidt-Rottluff: expressiv, magisch, fremd



Gut Ding will Weile haben, heißt es. Manchmal erstaunlich lange Weile: Zum ersten Mal untersucht eine Ausstellung den Einfluss außereuropäischer Kunst auf das [ ... ]



„Alles Geld der Welt”. Die Kapitalismuskritik des Ridley Scott
 „Alles Geld der Welt”. Die Kapitalismuskritik des Ridley Scott



Elegantes Kidnapping-Drama als Psychogramm menschlicher Gier.
Rom, Juli 1973. „Bambino” nennen ihn die Prostituierten vom Piazza Farnese ironisch-mitleidig, [ ... ]



Machen sie mich schön, Madame d’Ora
 Machen sie mich schön, Madame d’Ora



Sie setzte mit großer Leidenschaft die schönen Dinge des Lebens in Szene: Die Mode. Die Kunst. Die feine Gesellschaft im Wien der K.u.k.-Monarchie und später  [ ... ]



Uri Korea – Ruhe in Beschleunigung
 Uri Korea – Ruhe in Beschleunigung



In den vergangenen Monaten machte Korea oft Schlagzeilen, aber immer war es Nordkorea, verbunden mit den Drohgebärden seines atomraketenverliebten Staatschefs K [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.