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Festival zur Geschichte, Bedeutung und Gegenwart des afrikanischen Kente-Stoffs

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Donnerstag, den 24. August 2017 um 10:05 Uhr
Vom 25. bis 27. August 2017 findet das Internationale Kente Festival 2017 in Hamburg statt. Die traditionellen Kente-Stoffe stammen ursprünglich aus Ghana, sind heute aber in der ganzen Welt verbreitet. Sie zeichnen sich in der Farbgebung, Webart, den Mustern und Ornamenten durch eine hohe Symbolik aus und geben mit ihrer Entwicklung tiefe Einblicke in die globalisierte Welt.

Im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, in der Mensa der Universität Hamburg, und im Kulturhof Dulsberg wird ein buntes Programm rund um den traditionellen afrikanischen Stoff unter dem Titel „Kulturen verbinden – Möglichkeiten schaffen, entdecken, erweitern“ zusammengestellt. Das Programm umfasst wissenschaftliche Vorträge zur Historie und Produktion der Kente-Stoffe, eine Ausstellung, Workshops, eine Modenschau und die Wahl einer Kentekönigin und eines Kentekönigs. Das Festival wird vom Amtsleiter Kultur, Hans-Heinrich Bethge, eröffnet.
 
Staatsrätin Jana Schiedek: „Hamburg wird als Hafenstadt schon immer von verschiedenen kulturellen Einflüssen geprägt. Bürgerinnen und Bürger aus unterschiedlichen Ländern mit verschiedenen kulturellen Hintergründen trafen und treffen zusammen, ohne viel übereinander zu wissen. Das Kente Festival präsentiert eine wertvolle Stoffsammlung aus Privatsammlungen, macht diese kulturellen Schätze für Hamburgerinnen und Hamburger erstmals zugänglich und zeigt damit, wie bunt und bereichernd Diversität sein kann.“
 
Kente-Stoffe wurden vor etwa 375 Jahren erstmals im Ort Bonwire im heutigen Ghana gewoben und waren ursprünglich nur schwarz-weiß. Die Stoffe wurden zu Beginn aus Rinde gemacht und die später hinzukommenden Farben wurden aus Samen hergestellt, später bestanden die Stoffe dann aus Seide und Baumwolle. Industriell hergestellte Farben wurden durch den Einfluss der Europäer in die Stofftradition integriert. Mit feinster Baumwolle aus Ghana, Seide aus Asien und Farbstoffen industrieller Herstellung aus Europa, sind die Kente-Stoffe bis heute ein transkulturelles Produkt, dessen Geschichte von Handelsbeziehungen und Kolonialismus berührt ist und die jahrhundertealte Dreiecksbeziehung zwischen Afrika, Asien und Europa aufzeigt. Die Besonderheit der Kente-Stoffe ist, dass sich in den Farben, der Webart, den Mustern und Ornamente ganze Geschichten, Namen, Erinnerungen und Symboliken verbergen, beziehungsweise präsentieren. Die Stoffe können Festtagsschmuck oder politische Stellungnahme sein und lassen erkennen, woher und aus welcher gesellschaftlichen Schicht die Träger und Trägerinnen stammen. Heute werden die Kente-Stoffe kultur- und generationsübergreifend, ohne Klassenunterschiede, getragen. Sie sind auf den Laufstegen von Paris und der New York Fashion Week zu sehen und werden gleichzeitig als typisch afrikanische Souvenirs verkauft.
 
Weitere Informationen unter: http://agnaonline.de/de/ikf-konzept/
 
Programm:
Freitag, 25.08.2017, 17-22 Uhr: Museum für Kunst und Gewerbe, Begrüßung um 18 Uhr
Eröffnungsempfang im Beisein der ghanaischen Ministerin für Kultur und Tourismus und Königen und Stammeshäuptlingen aus Ghana mit buntem Programm.
Für diesen Tag stehen neben den geladenen Gästen nur begrenzt Plätze zur Verfügung, Anmeldung erforderlich unter:  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
 
Sonnabend, 26.08.2017, ab 18 Uhr: Universität Hamburg Mensa, Von Melle Park 3
Vorträge über und Präsentation von verschiedenen internationalen Kentearten (Stoffe, Symbolik, Ornamentik, etc.), Interkulturelle Modenschau, Einzug der Könige und Königinnen, Stammesoberhäupter und Priester und Priesterinnen, Krönung einer Kentekönigin und eines Kentekönigs.
 
Sonntag, 27.08.2017, 17-21 Uhr: Kulturhof Dulsberg, Alter Teichweg 200
Workshops zur Kentewebkunst sowie Präsentationen und Podiumsdiskusionen mit den Königen.
Eine Anmeldung wird empfohlen unter  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
 
Quelle: Kulturbehörde Hamburg
 

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