Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 1066 Gäste online

Neue Kommentare

Phil zu "A Ghost Story". Der wehmütige Minimalismus des David Lowery: Rooney Mara ist wirklich zu bewundern für ihren ...
Herby Neubacher zu Kopf-Hörer 19 - für den Advent geeignet: Ja, da war doch was mit dem Advent? Ach ja, da wu...
franky zu 10 Jahre Lichte Momente 2017 – Outdoor-Videoprojektionen in Osnabrück : Lichte Momente sind großartig und machen richtig...
Dr. Seán Ó Riain, Irische Botschaft, Wien zu Hamburg vergibt Förderpreise für Literatur und literarische Übersetzungen 2017: Ich gratuliere recht herzlich Frau Gabriele Haefs...
Herby Neubacher zu Weihnachtsoratorium vom Ensemble Resonanz: Frohlocken unter Freunden: Die Geschmacklosigkeit schreckt wirklich heute vo...

News-Port

Alte Partner, neue Fragen: Das Goethe-Institut in den USA und Europa

Drucken
Mittwoch, den 14. Juni 2017 um 13:18 Uhr
Angesichts der politischen Veränderungen in den USA wird die Arbeit der sechs Goethe-Institute im Land immer wichtiger. Dabei setzen diese vor allem auf deutsch-amerikanische Austauschprogramme für Jugendliche und Lehrende. In Europa engagiert sich das Goethe-Institut in Zukunft verstärkt in europäischen Kooperationen und berät die EU auf dem Gebiet der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.
 
Bei einem Pressegespräch in Berlin äußerte sich Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, zur aktuellen Situation in den USA: „Das transatlantische Verhältnis steht vor einem Umbruch. Dabei geht es um nicht weniger als eine zutiefst unterschiedliche Sicht auf die Welt. Doch Deutschland und die USA verbindet weiterhin viel: Es ist jetzt wichtig, dass sich gegenseitige Vorurteile nicht vertiefen. In solchen Zeiten kommt Austauschprogrammen eine besondere Bedeutung zu.” Häufig seien es gerade die bereits etablierten und bekannten Programme, die die größte Wirkung erzielten.
 
Das 1972 vom Goethe-Institut ins Leben gerufene „German American Partnership Program” (GAPP) ist das erfolgreichste bilaterale Schüleraustauschprogramm der USA mit einem einzelnen Land. Mehr als 350.000 Schülerinnen und Schüler haben bisher daran teilgenommen. Sie kamen von Schulen aus 48 Bundesstaaten der USA und allen 16 deutschen Bundesländern. „Es braucht Zeit, bis Beziehungen zwischen Menschen – aber auch Institutionen – so wachsen, dass sie vertrauensvoll miteinander sprechen und auch verschiedene Ansichten offen legen können,” so Klaus-Dieter Lehmann weiter. GAPP und das Transatlantic Outreach Program (TOP), das sich an Lehrpersonal richtet, seien besonders wirksame Initiativen für den transatlantischen Dialog, die man in den kommenden Jahren ausbauen wolle.
 
Für 2018/2019 sei vom Auswärtigen Amt ein Deutschlandjahr in den USA geplant. Das Goethe-Institut werde hierzu im ganzen Land Veranstaltungen durchführen. Klaus-Dieter Lehmann präzisierte: „Wir wollen dabei neue Zielgruppen für unsere Arbeit in den USA erreichen. Deutschland als Teil von Europa darzustellen, wird ein wichtiger Aspekt sein. Aber auch um Fragen sozialer Verantwortung wird es gehen.”
 
EU-Außenbeziehungen: Goethe-Institut berät Kommission
Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, hob die Bedeutung der Arbeit des Goethe-Instituts in Europa gerade in diesen herausfordernden Zeiten hervor: „Angesichts von Nationalismus und Europa-Skepsis spielen Kultur und Bildung eine zentrale Rolle für das europäische Projekt. Denn dem Wunsch nach Vereinfachung kann man nur die Vielfalt der europäischen Diskurse entgegen setzen.”
 
Das Goethe-Institut arbeitet in Europa auf vielen Ebenen: Es reflektiert und intensiviert die europäische Kooperation, indem es sich mit seinen europäischen Partnern in Netzwerken wie EUNIC, dem Zusammenschluss nationaler Kulturinstitute, verbindet und berät die Europäische Kommission im Bereich der Auswärtigen Kulturpolitik. „Dass Europa funktionieren kann, zeigt man am besten durch konkrete europäische Zusammenarbeit. Wir sehen auch”, so Ebert weiter, „dass angesichts einer veränderten Weltordnung die EU selbst ihre eigene Außenpolitik weiterentwickelt. In den vergangenen Jahren hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass in den Außenbeziehungen der EU auch die Kultur eine fundamentale Rolle spielen soll. Dass das Goethe-Institut hierzu immer wieder als Experte herangezogen wird, bestätigt uns sehr in unserer Arbeit.”
 
Herausragende Kulturprogramme in Europa

Als Beispiele für europäische Kulturprogramme stellte Johannes Ebert das deutsch-französische Literaturprojekt „Die verlorene Avantgarde” vor, in dem Schriftstellerinnen und Intellektuelle sich mit dem Leben von Künstlern beider Länder auseinandersetzen, die im Ersten Weltkrieg ums Leben kamen. Welchen Verlauf hätte die Kulturgeschichte Europas ohne die „Urkatastrophe” des 20. Jahrhunderts nehmen können? Die Texte werden im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse veröffentlicht.
 
Johannes Ebert erinnerte zudem an die Bedeutung europäischer Nachbarschaften: „Gerade gegenwärtig kommt es darauf an, unsere europäischen Verbündeten und Nachbarn nicht zu vergessen. Europa muss sich auch immer selbst befragen. Wo hört Europa geografisch auf und wo beginnt Asien?” Diese Frage bearbeitet die Ausstellung „Die Grenze”, die ab Sommer 2017 mit einem diskursiven Begleitprogramm durch Zentralasien touren wird.

Quelle: Goethe-Institut

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > NewsPort > Alte Partner, neue Fragen: Das Goethe-Institu...

Mehr auf KulturPort.De

Golnar & Mahan – Derakht
 Golnar & Mahan – Derakht



Ein Repertoire zwischen Weltmusik und Jazz: die Album-Neuerscheinung der beiden in Teheran geborenen – der Komponistin und Sängerin Golnar Shahyar und des Oud [ ... ]



Mike Stern: Trip
 Mike Stern: Trip



Eigentlich war Mike Stern auf dem Weg zum Flughafen, um eine Europatournee zu starten. Ein Unfall, bei dem er sich beide Oberarmknochen brach, brachte ihn dann i [ ... ]



Anton Melbye: Maler des Meeres
 Anton Melbye: Maler des Meeres



Unter dem Titel „Anton Melbye – Maler des Meeres“ findet im Altonaer Museum in Hamburg eine umfangreiche Ausstellung des dänischen Künstlers statt, der v [ ... ]



Johann Joachim Winckelmann – dem Stammvater der Archäologie zum 300. Geburtstag
 Johann Joachim Winckelmann – dem Stammvater der Archäologie zum 300. Geburtstag



Am 9. Dezember 2017 jährt sich der 300. Geburtstag von Johann Joachim Winckelmann.
Als Sohn eines armen Schuhmachermeisters 1717 in Stendal, Sachsen-Anhalt geb [ ... ]



„Drei Zinnen". Oder die Abgründe einer Kinderseele
 „Drei Zinnen



Jan Zabeil inszeniert sein subtiles, visuell virtuoses Familiendrama als verstörendes Survival-Epos.
Mag er eigentlich diesen kräftigen, sportlich durchtraini [ ... ]



Jhumpa Lahiri sagt: "Mit anderen Worten – Wie ich mich ins Italienische verliebte"
 Jhumpa Lahiri sagt:



Als die Pulitzer-Preisträgerin des Millenniumjahrs 2000 Jhumpa Lahiri vor zwei Jahren vom amerikanischen Ex-Präsidenten Barack Obama die "National Humanities M [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.