Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 726 Gäste online

Neue Kommentare

C.Müller zu Roots – Katja und Marielle Labèque zum Schleswig-Holstein Musik Festival in der Laeiszhalle: Erhalt des Kultursommers auf der Trabrennbahn Bah...
Marlies Lampert zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo liebe Hüsungianer,
ich bin ca. 1999...

SingulART zu Kunstmuseum Wolfsburg: This Was Tomorrow. Pop Art in Great Britain: Grossartige Ausstellung war das! Wir haben unsere...
tommy zu Ensemble Resonanz zu Gast bei NEW HAMBURG: gute sache, dass sie mal aus ihrem bunker rauskom...
Lena Baal zu Zum Tode von Peter Härtling: Peter Härtling war nicht nur ein großartiger Sc...

Anzeige


News-Port

Nachruf zum Tode des Schriftstellers Juan Goytisolo – Nelly-Sachs-Preisträger 1993

Drucken
Mittwoch, den 07. Juni 2017 um 16:38 Uhr
Der Schriftsteller und Aktivist Juan Goytisolo ist am vergangenen Wochenende im Alter von 86 Jahren in Marrakesch gestorben. Der Spanier wurde 1931 in Barcelona geboren, floh aber als Gegner des Franco-Regimes schon als junger Mann ins Exil nach Paris. Zahlreiche weitere Reisen durch Amerika, Afrika und den Nahen Osten machten Goytisolo zum Experten der Kulturen und zum Mittler zwischen den Völkern und Religionen. Für sein Engagement und sein schriftstellerisches Werk zeichnete die Stadt Dortmund ihn 1993 mit dem Nelly-Sachs-Preis, dem Literaturpreis der Stadt Dortmund, aus.

Als Dozent an verschiedenen internationalen Universitäten unterrichtete Goytisolo Literatur und galt schon lange als Anwärter auf den Literaturnobelpreis. Neben der Tätigkeit in der Lehre und als Schriftsteller arbeitete er als Journalist und engagierte sich kritisch zu politischen Themen. Besonders seine scharfe Kritik am traditionellen Bild Spaniens und sein prüfender Blick auf das Wirken des Diktators Francisco Franco führten dort zur Zensur seiner Werke. Erst viel später wurde sein literarisches Werk gewürdigt und mit dem renommierten Cervantespreis (2014) ausgezeichnet.

Goytisolos Inhalte umfassen sehr persönliche Themen wie Partnerschaft, Identität und Homosexualität über Religion bis Politik und Gesellschaft. Zu den bekanntesten Werken Goytisolos zählen neben „Trauer im Paradies“ die Trilogie „Identitätszeichen“, „Rückforderung des Grafen Don Julian“ und „Johann ohne Land“.
In seinen späteren Werken wird vor allem die Verbundenheit zur arabischen Welt deutlich, aber auch die Bindung an seine Heimat Spanien. So ist es sicherlich kein Zufall, dass Goytisolo auf eigenen Wunsch auf einem marokkanischen Friedhof mit Blick auf das Meer beigesetzt wurde.

Quelle: Stadt Dortmund

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > NewsPort > Nachruf zum Tode des Schriftstellers Juan Goy...

Mehr auf KulturPort.De

200 Jahre Kunstverein in Hamburg
 200 Jahre Kunstverein in Hamburg



„Just what is it that makes today’s Kunstverein so different? So appealing?” Nach Charity Auktion (14.9.) und Festakt im Rathaus (22.9.) klingen mit einer  [ ... ]



Fassadendemokratie und tiefer Staat. Das marktgetreue Grinsen
 Fassadendemokratie und tiefer Staat. Das marktgetreue Grinsen



Was denn? Das Volk sei unfähig, Politisches zu durchschauen oder gar mitzuregieren? Liest man dies im Buch „Fassadendemokratie“, dann ist man bass erstaunt, [ ... ]



„Tom of Finland” – Revolutionär schwuler Ästhetik
 „Tom of Finland” – Revolutionär schwuler Ästhetik



Er inspirierte Künstler wie Andy Warhol, Robert Mapplethorpe und die Village People, seine markanten erotischen Zeichnungen veränderten radikal das Selbstverst [ ... ]



Serenata Italiana – Raphaela Gromes und Julian Riem
 Serenata Italiana – Raphaela Gromes und Julian Riem



Gerade war sie noch beim Schleswig-Holstein-Musikfestival zu hören und debütierte – nun kommt zeitnah dazu ihr Debütalbum auf dem Markt. Gemeinsam mit Piani [ ... ]



Achim Freyer und sein „Parsifal“ in Hamburg: Viel Bühne, wenig Weihe, eine Menge Spiel
 Achim Freyer und sein „Parsifal“ in Hamburg: Viel Bühne, wenig Weihe, eine Menge Spiel



Es ist dunkel in der Hamburger Gralsburg, als Achim Freyer mit seiner „Parsifal“-Interpretation den Start in die neue Saison der Staatsoper zelebriert. Der 8 [ ... ]



Jens Düppe: Dancing Beauty. Eine Hommage an John Cage
 Jens Düppe: Dancing Beauty. Eine Hommage an John Cage



Wie kann ein Künstler heute ungebunden und frei arbeiten? Ungebunden ist durchaus möglich – frei arbeiten stößt aus unterschiedlichen Gründen an Grenzen.  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.