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Gedenkort Hannoverscher Bahnhof feierlich eingeweiht

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Mittwoch, den 10. Mai 2017 um 15:24 Uhr
Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat heute den Gedenkort denk.mal Hannoverscher Bahnhof im Lohsepark in der HafenCity eingeweiht. Damit erinnert Hamburg an die Deportationen von über 8.000 Juden, Roma und Sinti, die in den Jahren 1940 bis 1945 über den ehemaligen Hannoverschen Bahnhof von den Nationalsozialisten unter Mithilfe der Hamburger Behörden in die Konzentrations- und Vernichtungslager Mittel- und Osteuropas verschleppt wurden. Für die meisten von ihnen bedeutete das den Tod. Im Beisein von Überlebenden, Zeitzeugen und Angehörigen gedachten Hamburgs Erster Bürgermeister, die Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und Vertreter der Opferverbände der Opfer und legten Kränze am Gedenkort nieder.
 
Der Gedenkort denk.mal Hannoverscher Bahnhof im Lohsepark in der HafenCity besteht einerseits aus dem historischen Bahnsteig 2, von dem 20 Deportationszüge zwischen 1940 und 1945 abfuhren sowie den historischen Gleisverläufen entlang des Bahnsteigs, und andererseits aus einem Gedenktisch und 20 Tafeln, auf denen die Namen der mit den 20 Zügen transportierten Opfer aufgeführt sind, soweit diese historisch ermittelt werden konnten. Vertreterinnen und Vertreter der Opferverbände wirkten von Anfang an am Entwicklungsprozess für den Gedenkort mit. Das Konzept wurde von der Behörde für Kultur und Medien und der HafenCity Hamburg GmbH im Rahmen eines Freiraumwettbewerbs für den Lohsepark in der HafenCity entwickelt.
 
Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: „Der Hannoversche Bahnhof ist ein Symbol für ein dunkles Kapitel der Hamburger Geschichte. An dieser Stelle ist nun ein würdiger Ort des Gedenkens entstanden. Im Lohsepark in der HafenCity spielen Kinder, flanieren Erwachsene und verbringen Angehörige unterschiedlichster Kulturen und Religionen ihre Freizeit. An diesem Ort finden jetzt Erinnerung und Gegenwart zusammen. So kann mit dem Denkmal die lange in den Hintergrund gedrängte Geschichte des Hannoverschen Bahnhofs in das Gedächtnis der Stadt aufgenommen werden.“
 
Mark Dainow, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland: „Dass wir diesen Gedenkort heute einweihen, ist auch ein notwendiges Zeichen, in einer Zeit, in der populistische Parolen, agitatorische Reden und das Schüren von irrationalen Ängsten sowie demokratiefeindliche Stimmung wieder in Deutschland zu beobachten sind. Antisemitismus und Antiziganismus sind reale Zustände im Deutschland des Jahres 2017 – leider! Nicht umsonst nennt man dieses Denkmal: denk.mal! – Darum soll und muss es gehen: Das Denken oder vielmehr das Mitdenken. Menschenverachtender und plumper Stimmungsmache zu widerstehen, sie in Frage zu stellen, und ihr nicht einfach zu folgen. Denk! Mal!“
 
Romani Rose, President des Zentralrats der Deutschen Sinti und Roma: „Historisches Erinnern bedeutet immer auch gelebte Verantwortung für die Gegenwart. Dafür steht dieser neue Gedenkort im Herzen der HafenCity in Hamburg. Gemeinsam müssen wir dafür einstehen, dass wir eine Gesellschaft mit menschlichem Gesicht bleiben.“
 
Der Gedenkort denk.mal Hannoverscher Bahnhof
Vom Hannoverschen Bahnhof wurden zwischen 1940 und 1945 mehr als 8.000 Juden, Roma und Sinti in die Ghettos und Vernichtungslager Ost- und Mitteleuropas deportiert. Das Gelände des ehemaligen Bahnhofs liegt heute inmitten des Lohseparks in der HafenCity. Der Gedenkort besteht aus drei Elementen. Die so genannte Fuge führt vom ehemaligen Bahnhofsvorplatz quer durch den Park bis zum historischen Bahnsteig 2 und zeichnet den einstigen Gleisverlauf nach. Die Fuge ist im Sommer 2016 zusammen mit dem gesamten Lohsepark eröffnet worden. In die Gestaltung des Parks wurden die historischen Relikte der Bahnsteigkante 2 sowie die Gleisverläufe des 1955 gesprengten Hannoverschen Bahnhofs, die in unmittelbarem Zusammenhang mit den Deportationen stehen, integriert.
 
Heute wurde der zentrale historische Gedenkort am unter Denkmalschutz stehenden Bahnsteigrelikt eingeweiht. Namenstafeln erinnern an die mehr als 8.000 von hier aus deportierten Juden, Sinti und Roma.
 
Komplettiert wird das denk.mal Hannoverscher Bahnhof schließlich mit einem Dokumentationszentrum, das in visueller Beziehung zum historischen Gedenkort in das Erdgeschoss eines entstehenden Bürogebäudes einziehen wird.
 
Rund um die Einweihung des Gedenkortes gibt es für alle Interessierten ein umfangreiches Programm mit Zeitzeugengesprächen, Vorträgen und Führungen. Informationen und das vollständige Programm gibt es unterwww.hannoverscher-bahnhof.hamburg.de.
 
Quelle: Behörde für Kultur und Medien Hamburg

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