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Musikwissenschaftler und Baritonsaxophonist Ekkehard Jost gestorben

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Montag, den 27. März 2017 um 11:36 Uhr
Ekkehard Jost war einer der namhaftesten deutschen Musikwissenschaftler und ein ausgezeichneter Baritonsaxophonist. Der 1938 in Breslau geborene Jost begleitete und prägte als Saxophonist, Wissenschaftler und Publizist seit den 1960er-Jahren den internationalen Jazz und spielte mit fast allen wichtigen Jazzmusikern Europas. Den von ihm favorisierten Free Jazz verstand er nicht als festgelegte Stilrichtung, sondern als Raum von Möglichkeiten. Er definierte seine Musik als „kompositorisch gebändigte Form“.
Eine Auswahl seiner vielfältigen musikalischen Projekte: 1973 Free Jazz Band Grumpff, 1975 Jazzinitiative Gießen, 1983 Formation Amman Boutz, seit 1993 Transalpin Express Orchestra mit Pino Minafra, 1993-98 Quintett Chromatic Alarm, 2006 Cantos de libertad.
Jost widmete sich in seinen Forschungsgebieten unterschiedlichen Schwerpunkten, neben der Geschichte und Entwicklung des europäischen Jazz auch Spezialgebieten wie den sogenannten Weimarer Balladen und der Musik des Widerstands während des spanischen Bürgerkriegs.

Ekkehard Jost ist vergangenen Donnerstag, den 23.03.2017 im Alter von 79 Jahren in Marburg verstorben, wie seine Familie bekannt gab.

In Gedenken an den Musiker verlinken wir auf unseren Beitrag von und mit ihm: Ekkehard Jost Ensemble – Cantos de Libertad

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