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Wiedereröffnung des Planetarium Hamburg

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Montag, den 13. Februar 2017 um 12:27 Uhr
Nach einer Umbauzeit von eineinhalb Jahren öffnet das Planetarium Hamburg planmäßig mit einer Festveranstaltung am 14. Februar 2017 wieder seine Türen. In den vergangenen 18 Monaten wurde das Sternentheater fit für die Zukunft gemacht. So erhielt das Haus mit Hamburgs schönsten Sternen unter dem bisherigen Erdgeschoss im Sockelbereich eine neue Etage mit über 1200 Quadratmetern Nutzfläche und ist ab sofort vom Stadtparkniveau bis zur Aussichtsplattform in 45 Metern Höhe barrierefrei erreichbar. Die Freie und Hansestadt Hamburg finanzierte die umfangreichen Baumaßnahmen mit Mitteln in Höhe von rund 7,4 Millionen Euro. Außerdem unterstützte sie die Modernisierung der Technik des Sternentheaters  mit  rund 2,5 Millionen Euro.
 
Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: „Wir Hamburger machen nicht gern Theater, aber wir haben gern welche. Dieser schöne alte Wasserturm hier ist unsere große Himmelsoper. Wir haben unser Planetarium jetzt nachhaltig erneuert und zukunftssicher aufgestellt. Denn das Planetarium ist für mich und für viele Bürgerinnen und Bürger Hamburgs eine Herzenssache. Und das Planetarium ist ein Wahrzeichen unserer Stadt. Unser Planetarium will aber noch mehr: Es möchte ein Treffpunkt sein, für die Hamburgerinnen und Hamburger.“
 
Kultursenator Dr. Carsten Brosda: „Mit vereinten Kräften haben wir es geschafft, das Planetarium in dem über 100 Jahre alten, denkmalgeschützten Wasserturm behutsam und gleichzeitig grundlegend zukunftsfähig zu machen und noch besser zum Stadtpark zu öffnen. Mit dem umfangreichen Ausbau und der neuen Technik haben wir die Weichen dafür gestellt, dass das Planetarium bleibt, was es schon vor Beginn der Baumaßnahmen war: das erfolgreichste Planetarium Deutschlands.“
 
„Das Planetarium Hamburg ist nun mehr denn je ein einzigartiges und faszinierendes  Theater, in dem Menschen jeden Alters erstaunliche Geschichten erleben, die sie mit der Herkunft und Zukunft unserer Welt verbinden“, sagt Thomas W. Kraupe, der Direktor  des Hamburger Sternentheaters.
 
„Wir freuen uns, unseren Gästen nach der Wiedereröffnung mehr Platz und vor allem eine höhere Aufenthaltsqualität in unserem nun barrierefreien Haus bieten zu können“, betont Michael Jenke, kaufmännischer Geschäftsführer des Planetarium Hamburg.
 
Das neugestaltete Erdgeschoss betreten die Besucher über die beiden neuen Haupteingänge auf Stadtparkniveau, die in einen modernen Kassenbereich münden. Dort öffnet sich das nun zweigeschossige Foyer großzügig nach oben. Es besitzt das siebenfache Volumen des alten Foyers und gibt den Blick auf das von von Dorothea Maetzel-Johannsen entworfene und von Heinrich Groth im Jahre 1930 ausgeführte Deckengemälde mit Sternbilddarstellungen frei.  
 
Über einen gläsernen Aufzug  oder über die zwei neuen, geschwungenen Treppen erreichen die Gäste den oberen Bereich des Foyers, wo sich im Ausstellungsbereich die interaktiven RICOH-Lerntische und Großbildschirme  des zukünftigen Weltraumlabors „SpaceLab“ befinden.  Dort können individuell oder in kleinen Teams aktuelle Weltraummissionen verfolgt, neueste Bilder aus dem All analysiert – aber auch die Geschichte des Planetariums und des Stadtparks verfolgt werden.
 
Ab April wird im Ausstellungsbereich außerdem eine begleitende Fotoausstellung zum  Eröffnungsprogramm „Wir sind Sterne“ gezeigt. Der Fotograf Wolfgang Köhler (Team einsplus)  porträtiert dafür im Auftrag des Planetariums Menschen aus Hamburg und ihre Bezüge zu den Sternen. Ausstellungseröffnung ist am 4. April 2017. Danach soll im Ausstellungsbereich auch wieder die historische Bildersammlung zu Sternenglaube und Sternenkunde ihren Platz finden, die von Aby Warburg eigens für die Planetariumseröffnung im Jahr 1930 konzipiert wurde.
 
Vom oberen Foyer mit dem Ausstellungsbereich erreicht man  den Eingang zum Sternensaal. Sobald man es sich als Planetariumsbesucher in den neu gepolsterten Liegesesseln bequem gemacht hat, wird man von der Brillanz und dem Farbenreichtum des Kosmos in den Bann gezogen, der sich an der 21 Meter durchmessenden Projektionskuppel beeindruckend offenbart.
 
Der neueste Kosmos-Simulator „Digistar 6“ der US-amerikanischen Simulationsschmiede Evans&Sutherland erzeugt mit einem Cluster aus 20 Grafik-Computern dreidimensionale Bildwelten, die von fünf „Ultra-highdefinition“ Christie Boxer-Projektoren als Rundumbild an die Kuppel geworfen werden. Das resultierende „8K“-Bild mit rund 40 Millionen Bildpunkten ist viermal schärfer und viermal heller als bisher und kann sogar in stereoskopischem 3D mit 60 Bildern pro Sekunde und pro Auge gezeigt werden.
 
Damit ist das Hamburger Sternentheater das weltweit erste Planetarium, welches Veranstaltungen mit 8K-3D-Bild in Kombination mit 3D-Ton bietet. Beim 3D-Sound kommt die neueste Version der „Spatial Soundwave-Technologie“ des Fraunhofer Instituts für Digitale Medientechnologie (IDTM) zum Einsatz. Rund 70 im gesamten Sternentheater verteilte Lautsprecher sorgen dafür, dass der Besucher buchstäblich mitten im Geschehen sitzt! Hinzu kommt magisch wirkendes Laserlicht, dessen Quelle die optisch gepumpten ultra-hellen Laser der sparks®-Serie der Firma LOBO sind. Vier dieser Laser in den Grundfarben Rot/Grün/Cyan/Blau sind zusammen mit den optischen Komponenten in ein sogenanntes „PowerDeck“ montiert, welches sich in einen Technikraum außerhalb der Kuppel befindet. Durch intelligente Farbmischung  können nun über 16 Millionen Farbnuancen erzeugt werden.
 
Das vom internationalen Caterer „Kofler & Kompanie“ betriebene neue Café Nordstern ist Teil der „Eventlocation Planetarium Hamburg“. „Wir freuen uns darauf, unseren Gästen atemberaubende Eindrücke im Sternensaal gepaart mit kulinarischen Genussmomenten im Café Nordstern zu bieten“, so Christoph Meyer, Unit Manager Kofler & Kompanie Hamburg.
 
Quelle: Kulturbehörde Hamburg

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