Zum Anfang

Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 653 Gäste online

Neue Kommentare

Friedrich von der Lange zu „Snowden” – Patriot oder Verräter? : Von keinem anderen, als von Ollie Stone hätte ic...
Hein Daddel zu „Alice und das Meer” – oder das Ende der Treue: Ein starker Film über eine starke Frau. Sehr gut...
Gerhard P. zu OKRA – Piano & Field Recordings: Wunderbar und spitzfindig geschrieben. Macht Spa...
Hans G. Gohlisch zu Chefredakteur von ZEIT ONLINE spricht über "Community Engagement und New Storytelling: Eigentlich habe ich einen Bericht über David Hoc...
adarompf@gmx.de zu „Mahana – Eine Maori-Saga”. Zwischen Tradition und Tyrannei : In allen Facetten genaue Beschreibung des Films, ...

Anzeige

Spezial - Lange Nacht der Museen Hamburg 2016

Spezial - Hamburger Architektur Sommer 2015


News-Port

Zur Zukunft des Berliner Ensemble

Drucken
Mittwoch, den 14. September 2016 um 12:42 Uhr

Parlamentarische Anfragen und Äußerungen in Medien lassen vermuten, dass bezüglich der Zukunft des Berliner Ensemble Gerüchte im Umlauf sind. Zu diesen möchten wir anhand der Faktenlage und der Planungen des zukünftigen Intendanten des Hauses, Oliver Reese, Stellung nehmen. Mit Beginn seiner Intendanz im August 2017 gibt es nach 18 Jahren eine künstlerisch inhaltliche Neuausrichtung am Berliner Ensemble.

 

Für den Betrieb ist dabei insgesamt kein Stellenabbau vorgesehen, im Gegenteil: Es werden in mehreren Abteilungen neue Stellen geschaffen. Die Abteilungen Video, Theaterpädagogik und Vertrieb gibt es bislang nicht am Berliner Ensemble, hier werden neue Mitarbeiter den Stellenplan ergänzen. In sämtlichen technischen Abteilungen, in den Abteilungen Kostüm, Maske, Requisite sowie der Verwaltung, an der Kasse und dem Abenddienst werden die Verträge fast ausnahmslos verlängert.
 

Von den rund 190 fest angestellten Mitarbeitern haben zu Beginn der neuen Intendanz 2017 etwa 15 Mitarbeiter das Rentenalter erreicht und gehen in Rente, andere haben bereits auf eigenen Wunsch neue Verträge mit anderen Häusern geschlossen. Mit einer Reihe der Schauspieler wurde eine weitere – dann freie – Zusammenarbeit verabredet. Rund 30 Mitarbeiter im Künstlerischen Bereich erhalten voraussichtlich kein neues, festes Vertragsangebot.

Diese Größenordnung ist für einen Intendantenwechsel – insbesondere nach einem ungewöhnlich langen Zeitraum einer Vorgängerintendanz – in Deutschen Stadttheatern absolut üblich.
 

Es hat zahlreiche persönliche Gespräche zwischen der neuen Leitung und den künstlerischen Mitarbeitern, den Abteilungen sowie dem Betriebsrat des Hauses gegeben, weitere Gespräche sind vereinbart.
 

Das gilt auch für die Kulturverwaltung des Landes: Der Betriebsrat des Berliner Ensembles ist hier regelmäßig zu Gast.

Der scheidende Intendant Claus Peymann ist mit seinem Haus nie Mitglied im Deutschen Bühnenverein geworden. Das Berliner Ensemble ist durch diese Entscheidung nicht an den Normalvertrag Bühne (NV-Bühne) gebunden. Aus diesem Grund war es der Intendanz Peymann möglich, alle künstlerischen Verträge in einzelvertraglichen Regelungen abzuschließen und bis zum 31.07.2017 zu befristen. Sie verlängern sich nicht automatisch.
 

In den unter Peymann abgeschlossenen Verträgen heißt es, dass die Befristung auf ausdrücklichen Wunsch beider Vertragspartner erfolgt und beide Vertragspartner wissen, dass der regelmäßige Wechsel von künstlerischen Mitarbeitern eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung und künstlerische Leistungsfähigkeit eines Theaterbetriebes ist.
 

Das Land Berlin will auch unter der neuen Intendanz an der gesellschaftsrechtlichen Struktur (das Berliner Ensemble ist eine GmbH im privatrechtlichen Besitz) festhalten.
 

Während der Intendanz von Claus Peymann wurden umfangreiche bauliche Maßnahmen zur Optimierung und Erweiterung des Spielbetriebs am Berliner Ensemble durch das Land Berlin realisiert.
 

So wurde mit Beginn der ersten Spielzeit unter Claus Peymann 1999 eine neue Probebühne, nahezu in den Ausmaßen der Hauptbühne, errichtet. Hierdurch konnte die alte Probebühne dem damals neuen Intendanten als zweite Probebühne und zudem auch als Nebenspielstätte dienen. Zusätzlich wurden im Neubau moderne Büros der Theaterverwaltung sowie der Technischen Direktion untergebracht.
 

Auch über den regulären Bauunterhalt sind in den letzten Jahren erhebliche Landesmittel in die vom BE genutzten Liegenschaften investiert worden. So hat die Berliner Immobilien Management GmbH (BIM), die seit 2009 für die bauliche Unterhaltung zuständig ist, zwischen 2009 und 2016 über 7 Mio. € in die Gebäude investiert. So konnten u.a. die Bühnentechnik modernisiert und Turm und Fassade saniert werden.
 

Das Berliner Ensemble hat seit dem Amtsantritt von Claus Peymann von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin erhebliche zusätzliche finanzielle Mittel für künstlerische Projekte im Umfang von insgesamt rund 9 Mio. € erhalten.
 

Die neue Leitung plant, einige wichtige Produktionen der bisherigen Intendanz ins Repertoire zu übernehmen.

Oliver Reese und sein Team werden Ihre Pläne im Frühjahr 2017 der Öffentlichkeit vorstellen.

Quelle: Der Regierende Bürgermeister von Berlin Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Mehr auf KulturPort.De

Knauer, Safaian, Schumacher: Zeitloses Treiben in Bachs Notenmeer
 Knauer, Safaian, Schumacher: Zeitloses Treiben in Bachs Notenmeer



In der CD-Reihe „Neue Meister“ präsentieren Arash Safaian, Sebastian Knauer und Pascal Schumacher die Musik nach Motiven von Bach so, wie der Meiste [ ... ]



Reeperbahn Festival 2016: Auf der Suche nach der Kunst
 Reeperbahn Festival 2016: Auf der Suche nach der Kunst



Die Autorin dieses Beitrags ist begeisterte Reeperbahn Festival-Besucherin, schaut sich aber neben dem umfassenden Konzertangebot besonders gerne im „Arts& [ ... ]



Die Zauberflöte in Hamburg: Herzattacke in der Staatsoper
 Die Zauberflöte in Hamburg: Herzattacke in der Staatsoper



Radikal entschlackt, mit großen Lichtvorhängen ins Computerzeitalter gebeamt, lässt Regisseurin Jette Steckel die Neuinszenierung von Mozarts Opernhit „ [ ... ]



„Snowden” – Patriot oder Verräter?
 „Snowden” – Patriot oder Verräter?



Das Schlachtfeld heißt Cyberspace, und für US-Regisseur Oliver Stone ist sein Protagonist ein Widerstandskämpfer mit Vorbildfunktion. Ziviler Ung [ ... ]



Ars apodemica – Foto-Text-Reisen mit Boris von Brauchitsch
 Ars apodemica – Foto-Text-Reisen mit Boris von Brauchitsch



„Manchmal fotografiert man die Welt, um sie und sich selbst besser verstehen zu können, eignet sich Dinge durch Abbilder an, um sie sich zu gegebener Zeit [ ... ]



Saisonstart mit philharmonischem Glück und symphonischem Tiefgang
 Saisonstart mit philharmonischem Glück und symphonischem Tiefgang



Die Hamburger Philharmoniker mit Kent Nagano punkten bei ihrer Saisoneröffnung mit Brahms’ Erster. Die Symphoniker Hamburg holen mit Thomas Adè [ ... ]



Weitere aktuelle Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.