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Teheran Museum für Zeitgenössische Kunst in Berlin

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Mittwoch, den 07. September 2016 um 13:16 Uhr
Die Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin gibt ab dem 4. Dezember 2016 in der Gemäldegalerie einen Einblick in die Sammlung des Teheran Museum für Zeitgenössische Kunst (TMoCA). Die Sammlung ist in ihrer Zusammensetzung und ihrer Geschichte einzigartig: Nicht nur verfügt sie über einen der größten Bestände westlicher Kunst des 20. Jahrhunderts außerhalb Europas und der Vereinigten Staaten, sie verbindet diese Werke auch mit wichtigen Positionen der iranischen Kunst, insbesondere der 1960er- und 1970er-Jahre.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hatte mit Unterstützung durch das Auswärtige Amt einen Vertrag mit dem TMoCa geschlossen. SPK-Präsident Hermann Parzinger nannte das Ausstellungsprojekt einen Höhepunkt im Berliner Ausstellungskalender, aber auch eine „bedeutsame Geste der kulturpolitischen Diplomatie“. Die zivilisatorische, völkerverbindende Kraft der Kunst spreche für sich. Parzinger sagte, er wünsche sich, dass die Ausstellung und das vom Goethe-Institut organisierte Rahmenprogramm auch dazu beitragen mögen, die Zivilgesellschaft im Iran zu stärken.

Aufgebaut wurde die Sammlung für das neugegründete und 1977 eröffnete TMoCA unter dem zweiten Schah der Pahlavi-Dynastie. Seit der Islamischen Revolution 1979 waren die Werke westlicher Kunst vor Ort wenig und im Ausland nur vereinzelt zu sehen. Nun verlassen sie erstmals als Sammlung den Iran. Als erste internationale Institution präsentiert die Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin diese besondere Sammlung der Öffentlichkeit und ermöglicht einen Überblick über ihre Schwerpunkte vor allem in der Malerei.

„Diese einzigartige Ausstellung in der Wandelhalle der Gemäldegalerie zeigen zu können, ist eine große Freude und Bereicherung“, so Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin und Direktor der Gemäldegalerie. „Für dieses kulturübergreifende Projekt gibt es kaum einen geeigneteren Ort als das Kulturforum, wo die Moderne des 20. Jahrhunderts ebenso beheimatet ist wie die europäische Kunstgeschichte.“

Die Ausstellung zeigt rund 60 herausragende Werke US-amerikanischer und europäischer Kunst u.a. von Jackson Pollock, Mark Rothko und Francis Bacon, gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern der iranischen Moderne, darunter Faramarz Pilaram, Mohsen Vaziri Moghadam, Behjat Sadr u.v.a. So soll der künstlerische Dialog, der im Zentrum der Sammlung steht, in der Berliner Ausstellung sichtbar werden. Damit erhält das Publikum die hierzulande seltene Möglichkeit, wichtige Positionen der iranischen Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kennenzulernen. Im Anschluss wird die Sammlung im MAXXI – Museo nazionale delle arti del XXI secolo in Rom zu sehen sein.

Das Rahmenprogramm zur Ausstellung organisiert das Goethe-Institut in enger Kooperation mit der Berlinale, dem CTM-Festival, der Freien Universität und anderen Partnern. Ziel ist es, die Werke des TMoCA kulturell und historisch zu kontextualisieren, ein überraschendes Bild der heutigen iranischen Kulturszenen zu zeigen und Räume der kulturellen Zusammenarbeit zu schaffen.

Positionen aus Bildender Kunst, Film, Musik, Literatur, Theater und Phi-losophie machen Perspektiven und Grenzen künstlerischen Schaffens im Iran deutlich. Hausbesuche bei iranischen Familien bringen Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Teheran mit deutschen Teilnehmenden in den Dialog. Ein philosophisches Programm fragt nach dem Konzept der Moderne im westlichen und iranischen Diskurs. Und eine Reihe von Konzerten bringt traditionelle Klänge von Santoor, Setar und Daf mit Sounds der iranischen Elektronikszene zusammen.

Der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert: „Das Rahmenprogramm stellt die Sammlung aus Teheran in einen zeitgenössischen Kontext und nimmt die heutige iranische Kulturszene in den Blick. Die intensive Begegnung, der offene Diskurs und die Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksformen, für die das Goethe-Institut mit seiner Arbeit im Ausland steht, bieten dem Berliner Publikum neue Einblicke in ein vielschichtiges Land.“

Quelle: Staatliche Museen zu Berlin

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