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Verleihung des WEMAG-Solistenpreises an Tamás Pálfalvi

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Dienstag, den 16. August 2016 um 08:35 Uhr
Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern kommen wieder nach Grabow! Am Mittwoch, den 24. August bekommt der TrompeterTamás Pálfalvi im Schützenhaus, das im vergangenen Jahr seine umjubelte Premiere als Festspielstätte gefeiert hat, den WEMAG-Solistenpreis 2015 verliehen. Der junge ungarische Künstler hatte die Festspieljury im Sommer 2015 mit einem Rezital in Groß Schwansee für sich eingenommen.

Gemeinsam mit der französischen Kontrabassistin Laurène Durantel, die als NORDMETALL-Ensemblepreisträgerin 2015 auch gerade erst in die Familie der Festspielpreisträger aufgenommen wurde, und dem ungarischen Pianisten János Palojtay spielt er um 19:30 Uhr in dieser außergewöhnlichen Instrumentenkombination ein schwungvolles Programm mit Werken u. a. von Gershwin, Piazzolla, Bartók und Liszt. Bereits um 17:30 Uhr können die Besucher an einer Stadtführung durch Grabow teilnehmen.

Das Programm schlägt einen Bogen von selten gespielten Werken wie der Trompeteria von András Gábor Virágh oder László Dubrovays Wazer und Scherzo bis zu bekannten Klassikern wie Gershwins Rhapsody in Blue und Bartóks Rumänischen Volkstänzen. Außerdem stehen u. a. Piazzollas Libertango und Liszts Valse Impromptu auf dem Programm.

Tamás Pálfalvi wurde nach seinem Auftritt in Groß Schwansee für den WEMAG-Solistenpreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern 2015 ausgewählt. Der in Ungarn geborene Trompeter gewann mit 15 Jahren den 1. Preis und den „Großen Preis“ des nationalen Trompetenwettbewerbs Ungarn, worauf weitere internationale Auszeichnungen folgten. Er konzertierte bereits mit Orchestern wie den Prager Philharmonikern, der Hamburger Camerata oder dem Franz Liszt Kammerorchester. 2009 erhielt er ein Stipendium am Bard College New York und führte seine Studien in den USA fort, wo er mit weiteren Preisen ausgezeichnet wurde, u. a. gewann er als erster Trompeter die Bard College Concerto Competition. Er gastierte bereits weltweit in renommierten Konzertsälen wie der Carnegie Hall, dem Fisher Center, der Suntory Hall, der Kitara Hall in Japan, dem Hong Kong Cultural Center und dem National Centre for the Performing Arts in Bejing. Nach seinem Aufenthalt in den USA schloss Tamás Pálfalvi sein Studium an der Franz Liszt Universität in Budapest ab. In dieser Zeit konzertierte er mit dem Budapest Festival Orchestra, dem Royal Philharmonic Orchestra und dem Franz Liszt Chamber Orchestra – unter Dirigenten wie Fabio Luisi, Christoph Eschenbach und Matthias Pintscher. 2014 erhielt er den erstmals vergebenen Fanny Mendelssohn Förderpreis, kürzlich wurde er mit einem Yamaha-Stipendium ausgezeichnet und gewann die Franz Liszt University Artist Manager Competition.

Gemeinsam mit dem Trio Karénine und dem Bratschisten Krzysztof Chorzelski erhielt die Kontrabassistin Laurène Durantel den NORDMETALL-Ensemblepreis 2015 der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Laurène Durantel absolvierte ihr Studium am Conservatoire National Superieur de Paris, wo sie von 2009 bis 2011 auch selbst unterrichtet hat. Sie war erste Kontrabassistin im Orchestre National du Capitole de Toulouse und ist heute Mitglied beim Ensemble 360°, einem der gefragtesten und vielseitigsten jungen Kammermusik-Ensembles Großbritanniens. Daneben war und ist sie Mitglied bei Carpe Diem mit Jean-Pierre Arnaud, „Les Dissonances“ mit David Grimal u. a. Sie arbeitet regelmäßig mit Kammermusikpartnern wie Denis Pascal, Paul Meyer, Emmanuel Pahud, Valentin Erben und François Salque sowie dem Elias String Quartet und dem Quatuor Ebène. Für das Label Polymnie hat Laurène Durantel zwei CDs mit Werken von Giovanni Bottesini eingespielt; außerdem nimmt sie mit dem Ensemble 360° für Universal und mit dem Skampa Quartet für Supraphon auf. 2003 gründete sie mit den Kontrabassisten Nicolas Charron und Mathieu Petit die die „Academie de contrebasse“, welche heute zu den größten Einrichtungen ihrer Art zählt, und 2012 die Musikschule „L’Un L’Autre“. Von 2009 bis 2011 unterrichtete sie am Conservatoire national de Toulouse. Sie spielt einen Bass von Demeyere und einen Barthe-Bogen.

Der 1987 geborene János Palojtay begann als Fünfjähriger mit dem Klavierspiel und ging mit 13 Jahren an die Special Class for Exceptional Young Talents an der Franz Liszt Universität in Budapest, wo er sein Studium 2011 abschloss. Als Stipendiat verbrachte er zusätzlich zwei Jahre am Mozarteum Salzburg. Im Jahr 2014 hat er den prestigeträchtigen Kurs „Konzertexamen“ an der Musikhochschule Stuttgart bei Prof. Kirill Gerstein abgeschlossen. János Palojtay ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, u. a. erhielt er den 3. Preis der XVII. Paloma O’Shea International Piano Competition in Santander, den 2. Preis der I. International Chopin Competition in Budapest und den Gundel Art Prize (2011). Als Solist folgte er Einladungen zu Festivals wie dem Encuentro de Música y Academia de Santander, The Gilmore Rising Stars Series in den USA, dem Collegium Musicum in Pommerfelden, dem Tiszadob Piano Festival in Ungarn und dem The Young People Festival in Südkorea. Er gab Rezitale in der Pariser Salle Cortot, der György Ligeti Hall in Graz und vielen anderen bedeutenden europäischen Konzertsälen. An der ungarischen Staatsoper debütierte er 2012 mit dem Budapest Philharmonic Orchestra unter Christopher Hogwood. Neben dem klassischen Konzertrepertoire widmet er sich der Improvisation und der Komposition. Er ist Mitglied des Ludium Ensembles, das sich primär der Musik György Kurtágs widmet. Des Weiteren gründete er das Classicus Ensemble, das bereits u. a. in Ungarn und in den USA gastierte.

Das Schützenhaus hat als Treffpunkt der Stadt Grabow eine große Tradition. Nachdem der Vorgängerbau aus dem 18. Jahrhundert wegen Einsturzgefahr abgerissen wurde, beschloss die Zunft 1847, ein neues Schützenhaus zu bauen, das dank großzügiger Spenden der Grabower Bürger 1849 mit einem großen Fest eingeweiht wurde. 1902 wurde das Schützenhaus um einen Anbau erweitert und die vorhandene Substanz repariert. Nachdem das Haus nach Beendigung des 2. Weltkrieges einige Jahre durch die Grenzpolizei sowie die Rote Armee genutzt wurde, gingen Gebäude und Park 1957 an die Stadt zurück. Mit städtischen Mitteln in Höhe von 150.000 Mark wurde das Haus renoviert und neu eingerichtet und am 1958 als Kulturhaus für die Grabower Bürger wiedereröffnet. 1993 wurde es geschlossen und drohte in Folge des Leerstandes und immer wiederkehrendem Vandalismus zu verfallen. Ende der 90er Jahre gründete sich ein Förderverein, der sich der Pflege und Erhaltung des Kulturhauses annahm. Versuche, das Haus zu verkaufen oder selbst zu sanieren scheiterten jedoch an der Finanzierung. 2013 nahm sich die Stadtvertretung erneut des Problems an, und es konnten Fördergelder aquiriert werden, die die Sanierung des Hauses ermöglichten. Im September 2015 wurde es mit einem Konzert der Festspiele MV feierlich wiedereröffnet.
 
Quelle: Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gGmbH

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