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Hamburger Senat zeichnet Silke Grossmann und Stefan Kern mit Edwin-Scharff-Preis aus

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Mittwoch, den 20. Juli 2016 um 10:42 Uhr
Die Fotografin Silke Grossmann ist Professorin für Künstlerische Fotografie an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Sie beschäftigt sich mit der Wechselbeziehung zwischen Fotografie und der menschlichen Wahrnehmung. Der Hamburger Bildhauer Stefan Kern wurde vor allem durch seine Objekte im öffentlichen Raum bekannt, die sich im Grenzbereich zwischen Kunst und funktionalem Design bewegen und auch im Hamburger Stadtbild präsent sind.

Der vom Hamburger Senat gestiftete Edwin-Scharff-Preis wird auf Empfehlung einer Fachjury seit 1955 jährlich an bildende Künstler vergeben, darunter Hanne Darboven, Franz Erhard Walther, Anna und Bernhard Blume sowie Daniel Richter. 

In diesem Jahr konnte erstmals die Haspa als Förderer und Kooperationspartner für den Edwin-Scharff-Preis gewonnen werden. Sie wird ab 2016 das Preisgeld für fünf Jahre verdoppeln, so dass sich die bisherige Dotierung von 7.500 Euro auf 15.000 Euro erhöht. Aufgrund der diesjährigen Vergabe an die Jahrgänge 2015 und 2016 wird die zusätzliche Fördersumme aus 2016 einmalig auf beide Preisträger aufgeteilt. Silke Grossmann und Stefan Kern erhalten somit beide jeweils ein Preisgeld in Höhe von 11.250 Euro. Beide können im Rahmen der Förderung außerdem ihre Arbeiten in Ausstellungen der Haspa am Adolphsplatz/Großer Burstah präsentieren.

Kulturstaatsrat Dr. Carsten Brosda: „Der Edwin-Scharff-Preis zählt zu den traditionsreichen Auszeichnungen des Hamburger Senats und ist seit mehr als 60 Jahren ein wichtiges Instrument zur Förderung von bildenden Künstlern. Die Erhöhung des Preisgeldes unterstreicht, dank des Engagements der Haspa, die Bedeutung dieses Preises. Für 2015 und 2016 können wir mit Silke Grossmann und Stefan Kern zwei hochkarätige Künstlerpersönlichkeiten auszeichnen, die das Kulturleben Hamburgs auf ganz unterschiedliche Weise bereichern. Beiden gratuliere ich herzlich zu der Auszeichnung.“

Dr. Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Haspa: „Unser kulturelles und soziales Engagement richtet sich hauptsächlich an die Hamburger Bürger. Darauf haben wir auch unsere Kunstsammlung ausgerichtet: Es sind überwiegend Künstler vertreten, die das Hamburger Kulturleben nachhaltig geprägt haben, wie zum Beispiel die Mitglieder des Hamburgischen Künstlerclubs von 1897 und die der Hamburgischen Sezession. Sie alle haben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für ein progressives Kunstklima in der Stadt gesorgt. Einige von ihnen wurden für ihren Beitrag zur Hamburger Kunst mit dem Edwin-Scharff-Preis ausgezeichnet. Daher empfinden wir die Stärkung dieses Preises als logische Fortführung unseres Engagements. Wir freuen uns sehr, dass in diesem Jahr zwei so unterschiedliche und spannende Künstler den Preis erhalten.“

Mit Stefan Kern zeichnet die Jury einen Hamburger Künstler aus, der bereits in den frühen Neunzigerjahren mit minimalistischen, subtil anarchischen Eingriffen in die Alltagswelt für Aufsehen sorgte. Kern ging es schon immer um eine Neudefinition des Begriffs der Skulptur, gespeist aus Motiven des Alltäglichen. In seinen jüngsten Ausstellungen lässt er die strenge Sprache früherer Arbeiten hinter sich und macht nun zum Stilmittel, was bisher vermieden wurde. Er bedient sich der Ikonen funktionalen Designs und dekonstruiert sie. 

Als Preisträgerin für das Jahr 2016 hat die Jury mit Silke Grossmann eine Künstlerin ausgewählt, die Fotografie nicht auf ein technisches Mittel des Objektivierens des Blicks auf Realität reduziert. „In ihrem Werk wird Fotografie zum genuin zeitgenössischen Medium, das uns in seiner eigentümlichen Flüchtigkeit die Beziehungsenergie zwischen optischer Wahrnehmung und Begehren erleben lässt, in Schwarz-Weiß-Fotos, deren diskreter Zauber sich von zeitgenössischer Bilderflut nicht so leicht wegschwemmen lässt“, so die Jury in ihrer Begründung. Auch hat Silke Grossmann durch ihre langjährige Lehr- und Forschungstätigkeit in Hamburg einen großen Beitrag zur Ausbildung der nachfolgenden Künstlergeneration geleistet. Als Professorin für Künstlerische Fotografie ist sie an der Hochschule für bildende Künste Hamburg tätig.
Die Jurys setzten sich aus Personen zusammen, die mit der Hamburger Kunstszene eng verbunden sind. Zur Jury zur Findung des Preisträgers 2015 gehörten Karin Guenther (Galeristin), Beate Gütschow (Künstlerin), Dr. Brigitte Kölle (Kuratorin Galerie der Gegenwart, Hamburger Kunsthalle), Michael Liebelt (Sammler), Christoph Schäfer (Künstler und Preisträger des Edwin-Scharff-Preises 2014), Oliver Ross (Künstler), sowie Dr. Franz Wilhelm Kaiser (Direktor Bucerius Kunst Forum). Die Jury 2016 bestand aus Peter Boué (Künstler), Prof. Dr. Susanna Hegewisch-Becker (Sammlerin), Prof. Michaela Melián (Professorin an der HfbK), Prof. Dr. Ursula Panhans-Bühler (Kunsthistorikerin), Ute Thon (Journalistin), Prof. Dr. Gora Jain (Professorin an der btk/ Hochschule für Gestaltung) und Dr. Florian Waldvogel (Kunsthistoriker).

Der Edwin-Scharff-Preis wird jedes Jahr vom Hamburger Senat an bildende Künstlerinnen und Künstler verliehen, die in Hamburg und Umgebung leben und „deren Werke unter dem Anspruch, den der Namensgeber des Preises setzt, Auszeichnung verdienen“ (Satzung). Über die Verleihung entscheidet eine Fachjury, die vom Senat berufen wird. Der Namensgeber des Preises, Edwin Scharff, gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts. 1887 in Neu-Ulm geboren, wurde er in der Nachkriegszeit an die Landeskunstschule nach Hamburg berufen, wo er bis zu seinem Tod lebte und arbeitete.

Quelle: Kulturbehörde Hamburg

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