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Kent Nagano in Neubrandenburg

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Mittwoch, den 06. Juli 2016 um 09:01 Uhr
Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg und Chefdirigent Kent Nagano präsentieren am Mittwoch, den 13. Juli um 19:30 Uhr in der Konzertkirche Neubrandenburg Bruckners Sinfonie Nr. 6. Für das Klavierkonzert Nr. 4 von Beethoven steht ihnen mit Martin Helmchen ein herausragender Pianist der jüngeren Generation und gern gesehener Gast bei den Festspiele MV zur Seite.

Das Programm beginnt mit Ludwig van Beethovens berühmtem Klavierkonzert Nr. 4. Es ist deshalb so bekannt, weil es eine neue Ära in der Gattung Solokonzert einläutete. Hier findet eine Verschmelzung von Sinfonie und Klavierkonzert statt und markiert somit den Anfang des sinfonischen Klavierkonzertes. Zum Abschluss erklingt Anton Bruckners Sinfonie Nr. 6, die der Komponist selbst als seine „keckste Sinfonie“ bezeichnete. Sie ist die am seltensten aufgeführte Sinfonie Bruckners, da sie für das Publikum anfangs schwer zugänglich war. Mittlerweile hat sie jedoch einen festen Platz im Orchesterrepertoire. Bruckner sollte seine Sechste zu seinen Lebzeiten nie vollständig hören. Die erste Gesamtaufführung erfolgte erst vier Jahre nach seinem Tod unter der Leitung von Gustav Mahler.

Kent Nagano gilt als einer der herausragenden Dirigenten sowohl für das Opern- als auch das Orchesterrepertoire. Seit September 2006 ist er Music Director des Orchestre symphonique de Montréal, sein Vertrag wurde kürzlich bis 2020 verlängert. Im Herbst 2013 wurde er zum Artistic Advisor und Principal Guest Conductor der Göteborger Symfoniker ernannt. Mit der Spielzeit 2015/16 begann Kent Nagano seine Amtszeit als Generalmusikdirektor der Hamburger Staatsoper sowie als Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. Als vielgefragter Gastdirigent arbeitet Kent Nagano weltweit mit den führenden internationalen Orchestern, u.a. mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem WDR-Sinfonieorchester, Concerto Köln, dem Finnischen Rundfunkorchester, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom und bei den Wiener Festwochen.

Seit 188 Jahren prägt das Philharmonische Staatsorchester Hamburg den Klang der Hansestadt. Die Ursprünge des Orchesters liegen im Jahr 1828, als sich in Hamburg eine „Philharmonische Gesellschaft“ gründete und bald zu einem Treffpunkt bedeutender Künstler wie etwa Clara Schumann, Franz Liszt und Johannes Brahms wurde. Große Künstlerpersönlichkeiten standen am Pult des Orchesters: Peter Tschaikowsky, Richard Strauss, Gustav Mahler, Sergej Prokofjew oder Igor Strawinsky. Bereits im Jahr 1902 fand das 500. Konzert der Philharmonischen Gesellschaft statt, 1908 wurde die Laeiszhalle mit einem Festkonzert eingeweiht. Seit dem 20. Jahrhundert prägten Chefdirigenten wie Karl Muck, Eugen Jochum, Joseph Keilberth, Wolfgang Sawallisch, Gerd Albrecht, Aldo Ceccato, Ingo Metzmacher und Simone Young den Klang des Orchesters. Gäste wie Otto Klemperer, Wilhelm Furtwängler, Bruno Walter, Karl Böhm oder Horst Stein brillierten am Pult.

Martin Helmchen gastierte in den vergangenen Jahren bereits bei den Berliner und Wiener Philharmonikern sowie dem New York Philharmonic Orchestra. Anfang 2015 sprang Martin Helmchen kurzfristig für Maria João Pires beim Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam unter Herbert Blomstedt ein und wurde begeistert gefeiert. 1982 in Berlin geboren, studierte Helmchen zunächst bei Galina Iwanzowa an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und wechselte später zu Arie Vardi an die HMTMH Hannover; weitere Mentoren sind William Grant Naboré sowie Alfred Brendel. Einen ersten entscheidenden Impuls bekam seine Karriere, als er 2001 den „Concours Clara Haskil“ gewann. 2006 wurde er mit dem „Credit Suisse Young Artist Award“ ausgezeichnet.

Bereits wenige Jahre nach der Stadtgründung begannen die Neubrandenburger mit dem Bau der St. Marienkirche, der heutigen Konzertkirche, die 1271 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Vollendet wurde der mittelalterliche Bau zu Beginn des 14. Jahrhunderts. 1353 gab es in der Kirche bereits 16 Nebenaltäre. Der gotische Stil ist besonders anschaulich am kunstvollen Ostgiebel nachzuvollziehen. Sein filigranes Maßwerk macht die dreischiffige Hallenkirche mit dem 88 Meter hohen Turm an der Westseite zu einem der bedeutendsten Baudenkmäler in Norddeutschland. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt. Sie brannte bis auf die Umfassungsmauern und Teile des Turmes aus. Im Jahre 1975 ging das Eigentum am Bauwerk auf die Stadt Neubrandenburg über. Seit dieser Zeit wurde mit großem Engagement eine Wiederherstellung und Neunutzung des Gebäudes verfolgt. Dem Innenausbau der Kirche zum Konzertsaal ging ein 1996 europaweit ausgeschriebener Wettbewerb voraus. Gewinner unter den ursprünglich 66 Bewerbern war der finnische Architekt Pekka Salminen. Im bewussten Gegensatz zum jahrhundertealten Backstein sind alle neuen Bestandteile in Beton gehalten, lediglich für die Geländer der Treppen und Absätze wurde Stahl benutzt. Die gesamte Form ist schlicht und funktional. Der Konzertsaal ist vollkommen separat von den historischen Kirchenmauern konzipiert und als moderne, zeitgemäße Konstruktion in den Raum hineingestellt worden, ohne von den alten Strukturen Besitz zu ergreifen. Das durch Glas abgetrennte Foyer am Eingang des Saalkomplexes unterstützt das Erleben der historischen Bausubstanz. 2001 wurde die Konzertkirche ihrer neuen Bestimmung übergeben.
 
Quelle: Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gGmbH

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