Zum Anfang

Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 1040 Gäste online

Neue Kommentare

Friedrich von der Lange zu „Snowden” – Patriot oder Verräter? : Von keinem anderen, als von Ollie Stone hätte ic...
Hein Daddel zu „Alice und das Meer” – oder das Ende der Treue: Ein starker Film über eine starke Frau. Sehr gut...
Gerhard P. zu OKRA – Piano & Field Recordings: Wunderbar und spitzfindig geschrieben. Macht Spa...
Hans G. Gohlisch zu Chefredakteur von ZEIT ONLINE spricht über "Community Engagement und New Storytelling: Eigentlich habe ich einen Bericht über David Hoc...
adarompf@gmx.de zu „Mahana – Eine Maori-Saga”. Zwischen Tradition und Tyrannei : In allen Facetten genaue Beschreibung des Films, ...

Anzeige

Spezial - Lange Nacht der Museen 2016

Spezial - Hamburger Architektur Sommer 2015


News-Port

Berlin: Denkmal „Haus Mendelssohn“ des Künstlers Micha Ullman

Drucken
Dienstag, den 14. Juni 2016 um 14:53 Uhr

Der Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten, Tim Renner, und Senatsbaudirektorin Regula Lüscher übergeben am Dienstag, 14. Juni 2016, um 12.30 Uhr an der Kreuzung Spandauer Straße / Karl-Liebknecht-Straße in 10178 Berlin ein Bodendenkmal zur Erinnerung an Moses Mendelssohn.

Veranstalter sind die Senatskulturverwaltung, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sowie die Mendelssohn-Gesellschaft e.V.


Zur Begrüßung werden Staatssekretär Tim Renner und Senatsbaudirektorin Regula Lüscher sprechen. Dr. Hermann Simon, Gründungsdirektor des Centrum Judaicum, wird ein Grußwort sprechen und Micha Ullman sein künstlerisches Denkmal erläutern. André Schmitz, Vorsitzender der Mendelssohn-Gesellschaft und Marie von Mendelssohn werden aus Werken von Moses Mendelssohn lesen. Die musikalische Umrahmung gestalten die Kantoren Ido Ben-Gal, Amnon Seelig, Assaf Levitin und das Posaunenensemble Trombonata.
 

Die Bodenskulptur von Micha Ullman erinnert an den Ort des historischen Gebäudes der Berliner Aufklärung in der Spandauer Straße 68 (seit 1913: 33), in dem der Philosoph Moses Mendelssohn mit seiner Familie ab 1762 wohnte und Intellektuelle aus verschiedenen Religionen zum Dialog einlud. Bevor Moses Mendelssohn und seine Frau Fromet nach ihrer Hochzeit 1762 dort einzogen, hatten zu unterschiedlichen Zeiten die Cousins Lessing und Christlob Mylius sowie Friedrich Nicolai, alle drei Publizisten der Aufklärung, die Adresse bewohnt. Mit dem Mendelssohn-Ehepaar und seinen Kindern Brendel, Recha, Joseph, Jette, Abraham und Nathan und weiteren Verwandten lebten auch die aufgeklärten Hauslehrer Hartwig Wessely, Moses Metz Ensheim und Abraham Wolff in der Spandauer Straße 68. Seine Frau konnte das Haus nach seinem Tod erwerben; sein Sohn Joseph, der Bankgründer, verkaufte es an die befreundeten und angeheirateten Bankiers der Familie Veit.
 

Der Gebäudekomplex an dieser Stelle der Spandauer Straße wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und später abgerissen. Der Künstler Micha Ullman hat für das Denkmal die auf einem alten Foto des Hauses zu erkennenden Elemente der Fassade – zwölf Fenster, eine Tür und die Gedenktafel – verwendet und Eins zu Eins am historischen Ort in Form einer begehbaren Bodenskulptur auf die Erde geklappt. Die Elemente der Fassade markieren das Trottoir und die Straße wie Schattenrisse und führen, wie man es sehen will, in die Erde hinein oder von unten nach oben heraus.
 

Micha Ullman, 1939 geboren in Tel Aviv als Sohn deutscher Emigranten, ist Berlin seit über 25 Jahren als Künstler verbunden. Seine erste Skulptur für diese Stadt war „Niemand“ (1990), ein Werk für die Berlinische Galerie (1990), das heute auf dem Fromet- und Moses Mendelssohn-Platz vor dem Jüdischen Museum steht. „Biblio-thek“ auf dem Bebelplatz, das Denkmal der nationalsozialistischen Bücherverbren-nung von 1933, entstand 1994. Im Jahr 2011 erhielt Micha Ullman den „Moses Men-delssohn-Preis zur Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwi-schen den Völkern und Religionen“ des Landes Berlin. „Haus Mendelssohn“, sagt Ullman, sei sein letztes Werk für Berlin, es ist (mit “Blatt” an der Axel-Springer-Straße und “Stufen” in St. Matthäus) seine fünfte Skulptur für diese Stadt.

Quelle: Der Regierende Bürgermeister von Berlin Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten
 

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Bücher & CDs – wissen was sich lohnt

OKRA – Piano & Field Recordings
Kultur Magazin



Die Okra, auch Gemüse-Eibisch, ist eine Gewächsart aus der Familie der Malvengewächse. Sie ist eine aus dem Hochland Ostafrikas stammende Pflanze, [ ... ]



Till Brönner: The Good Life
Kultur Magazin



Baba-bäää, baba-bo-bääääbää – die Trompete ist unverkennbar, der smoothe und doch intensive Sound auch. Till B [ ... ]



Neil Cowley Trio: Spacebound Apes
Kultur Magazin



„Dies ist ein Projekt, an dem ich lange gearbeitet habe. Es beinhaltet Themen wie Schuld, Angst, Verlust und Sehnsucht – mit ein paar überraschenden [ ... ]



Melt Trio: Stroy
Kultur Magazin



Die beiden Brüder Peter (Gitarre) und Bernhard Meyer (Bass) sowie Moritz Baumgärtner (Drums) bringen ihr drittes Album heraus: Stroy.
Die archaische V [ ... ]



Mehr auf KulturPort.De

„Snowden” – Patriot oder Verräter?
Kultur Magazin



Das Schlachtfeld heißt Cyberspace, und für US-Regisseur Oliver Stone ist sein Protagonist ein Widerstandskämpfer mit Vorbildfunktion. Ziviler Ung [ ... ]



Ars apodemica – Foto-Text-Reisen mit Boris von Brauchitsch
Kultur Magazin



„Manchmal fotografiert man die Welt, um sie und sich selbst besser verstehen zu können, eignet sich Dinge durch Abbilder an, um sie sich zu gegebener Zeit [ ... ]



Saisonstart mit philharmonischem Glück und symphonischem Tiefgang
Kultur Magazin



Die Hamburger Philharmoniker mit Kent Nagano punkten bei ihrer Saisoneröffnung mit Brahms’ Erster. Die Symphoniker Hamburg holen mit Thomas Adè [ ... ]



Jonas Burgert – Hälfte Schläfe
Kultur Magazin



Die Hamburger Produzentengalerie in der Admiralitätsstraße zeigt bis zum 30. Oktober 2016 Werke von Jonas Burgert. Seit der Ausstellung „Geschichtenerzä [ ... ]



„Alice und das Meer” – oder das Ende der Treue
Kultur Magazin



Lucie Borleteau inszeniert die Odyssee ihrer Protagonistin ästhetisch virtuos als Chronik einer ungewöhnlichen Dreiecksbeziehung: sinnlich, melancholis [ ... ]



Gilla Cremer auf der Spur der Geheimisse wahrer Freundschaft
Kultur Magazin



Was ist eigentlich Freundschaft? Wie entsteht sie? Was hält langjährige Freunde zusammen? Was kann sie trennen? Was ist bei Freundschaft anders als bei Liebe?  [ ... ]



Weitere aktuelle Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Events