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KULTURSYMPOSIUM WEIMAR ist eröffnet

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Mittwoch, den 01. Juni 2016 um 17:49 Uhr
Das Goethe-Institut hat heute die erste Ausgabe des KULTURSYMPOSIUMS WEIMAR eröffnet. Bis zum 3. Juni tauschen sich hochkarätige internationale Gäste aus Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Politik  zum Thema „Teilen und Tauschen” aus. Das dreitägige Kulturfestival startet mit Beiträgen des tschechischen Ökonomen Tomáš Sedláček und des amerikanischen Bestsellerautors Jeremy Rifkin sowie einer Diskussion mit der israelischen Soziologin Eva Illouz über die Bedeutung des Teilens und Tauschens für die Gesellschaft.
 
Das KULTURSYMPOSIUM WEIMAR greift gesellschaftliche Entwicklungen auf und stellt sie in einen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhang. Der Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann erklärte in seiner Eröffnungsrede die Motivation des Goethe-Instituts, ein Kultursymposium zum Thema „Teilen und Tauschen” auszurichten: „Wenn die Ökonomie mit wirtschaftlichen Analysen alle Bereiche des menschlichen Zusammenlebens erklärt, dann kann es umgekehrt von Interesse sein, die Ökonomie anthropologisch oder kulturell zu betrachten. In den kommenden Tagen werden wir also ganz konkret Vorgänge des Teilens und Tauschens in buchstäblich aller Welt untersuchen – als kulturelle Haltung.”
 
Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts: „Teilen und Tauschen sind Grundlagen menschlicher Kulturpraktiken. Sie spielen in allen Ländern eine große Rolle und haben Auswirkungen auf unsere Haltungen zu verschiedensten Lebensbereichen vom Carsharing bis zur Willkommenskultur. Als universelles Thema ist 'Teilen und Tauschen' hervorragend für die erste Ausgabe des Kultursymposiums geeignet, das auch die Expertise unseres weltweiten Netzwerks und unserer Partner widerspiegelt.”
 
Höhepunkt des Programms sind unter anderem die Deutschlandpremiere der deutsch-koreanischen Koproduktion „Being Faust – Enter Mephisto”, in dem Werte und Ideale in Form eines Spiels zum Tausch angeboten werden, sowie eine Kunstaktion zum „Kula-Ring”. Im Südpazifik zirkulieren von Insel zu Insel im Uhrzeigersinn Halsketten aus kleinen roten Muschelplättchen und Armbänder ohne unmittelbaren Nutzen für den Empfänger. In Weimar wird der „Kula-Ring” aufgegriffen von einer Installation mit Originalobjekten, einer partizipativen Kunstaktion und einer Fotoserie mit Beiträgen aus Südostasien, Afrika, Nahost und Europa.
 
Über fünfhundert Teilnehmende verhandeln in rund siebzig Veranstaltungen europäische Sichtweisen mit denen anderer Kulturkreise und bieten künstlerische und wissenschaftliche Zugänge zum Thema. Neben Vorträgen und Paneldiskussionen, laden partizipative Formate wie World Cafés und Fish Bowls zum kooperativen Austausch ein. Für das Kultursymposium wurde ein Kuratorium eingerichtet, dem Aleida Assmann, Bolat Atabayev, Christina von Braun, Ciarán Devane, Ágnes Heller, Neil MacGregor, Petros Markaris und Robert Wilson angehören. Zu den Teilnehmern des Kultursymposiums zählen Jean-Pierre Bekolo, Christophe Boesch, Yochai Benkler, Rajeev Bhargava, Christina von Braun, Ute Frevert, Newell Harry, Ágnes Heller, Ivars Ijabs, Wang Liping, Neil MacGregor, Evgeny Morozov, Hermann Parzinger, Hartmut Rosa, Martin Schick, Trebor Scholz, Ben Vickers, Joseph Vogl und viele andere.

Quelle: Goethe-Institut

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