Zum Anfang

Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 653 Gäste online

Neue Kommentare

Friedrich von der Lange zu „Snowden” – Patriot oder Verräter? : Von keinem anderen, als von Ollie Stone hätte ic...
Hein Daddel zu „Alice und das Meer” – oder das Ende der Treue: Ein starker Film über eine starke Frau. Sehr gut...
Gerhard P. zu OKRA – Piano & Field Recordings: Wunderbar und spitzfindig geschrieben. Macht Spa...
Hans G. Gohlisch zu Chefredakteur von ZEIT ONLINE spricht über "Community Engagement und New Storytelling: Eigentlich habe ich einen Bericht über David Hoc...
adarompf@gmx.de zu „Mahana – Eine Maori-Saga”. Zwischen Tradition und Tyrannei : In allen Facetten genaue Beschreibung des Films, ...

Anzeige

Spezial - Lange Nacht der Museen Hamburg 2016

Spezial - Hamburger Architektur Sommer 2015


News-Port

Bund und Land sichern Robert-Havemann-Gesellschaft

Drucken
Montag, den 25. April 2016 um 13:24 Uhr

Mit ihren Ausstellungen, Veranstaltungen, Publikationen und Bildungsprojekten trägt die Robert-Havemann-Gesellschaft maßgeblich dazu bei, dass diejenigen nicht in Vergessenheit geraten, die den umfassenden Machtanspruch der SED in der DDR in Frage gestellt haben. Arbeitsgrundlage der Havemann-Gesellschaft ist das von ihr getragene Archiv der DDR-Opposition, das die Materialien der Bürgerbewegung sammelt, bewahrt und erschließt.

 

Der Bund (Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien – BKM) und das Land Berlin (Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten) sind übereingekommen, die Robert-Havemann-Gesellschaft zukünftig gemeinsam dauerhaft zu fördern. Diese Förderung würde mit Zustimmung der beiden Haushaltsgesetzgeber ab 2018 die bisherigen zeitlich begrenzten Projektförderungen [durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen] ablösen. Damit werden die Voraussetzungen für eine langfristige Sicherung der Havemann-Gesellschaft geschaffen, wie sie im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD für die laufende Legislaturperiode des Deutschen Bundestages vereinbart ist. BKM hatte der Havemann-Gesellschaft in diesem Jahr bereits zusätzlich 100.000 Euro für ein weiteres Aufarbeitungsprojekt zur Verfügung gestellt.
 

Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärt hierzu: „Die Auseinandersetzung mit der Geschichte von Opposition und Widerstand gegen die SED-Diktatur bleibt auch in Zukunft ein wichtiger Auftrag für Staat und Gesellschaft. Die Arbeit der Havemann-Gesellschaft hilft uns eindrücklich zu verstehen, was eine Diktatur ausmacht. Das Bewusstsein für den Wert der Freiheit lebendig zu halten, ist heute vielleicht notweniger denn je. Die Zivilcourage vieler Menschen in der DDR, die den Machthabern im Streben nach Freiheit und Demokratie die Stirn boten, kann uns dafür ein immerwährendes Vorbild sein. Daher freue ich mich sehr, dass wir mit dem Land Berlin diese gemeinsame Lösung gefunden haben, die für die Havemann-Gesellschaft die nötige Planungssicherheit bringt.“
 

Der Regierende Bürgermeister von Berlin erklärt: „Die Bedeutung der Arbeit der Robert-Havemann-Gesellschaft für das Land Berlin kann kaum hoch genug geschätzt werden. In ihrem Archiv der DDR-Opposition ist für uns heute, aber auch für künftige Generationen der Mut der Menschen dokumentiert, die unter den Bedingungen der Diktatur für die Freiheit gekämpft – und die sie am Ende errungen haben. In ihren Ausstellungen und Veranstaltungen hält die RHG diese Erinnerung wach und verweist uns damit immer wieder darauf, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind. Ich bin deswegen sehr froh, dass wir nun gemeinsam mit dem Bund die Arbeit der Robert-Havemann-Gesellschaft dauerhaft sichern können.“
 

BKM und die Senatskanzlei sind darüber hinaus sehr zuversichtlich, dass für das Archiv der DDR-Opposition eine geeignete Interimsunterbringung gefunden wird, wenn die Havemann-Gesellschaft bis Ende Juli eine Etage am bisherigen Standort in der Berliner Schliemannstraße aufgrund eines Eigentümerwechsels räumen muss. Entsprechende Gespräche mit Bundeseinrichtungen finden derzeit statt.
 

BKM und die Senatskanzlei haben der Havemann-Gesellschaft darüber hinaus zur dauerhaften Unterbringung Räumlichkeiten auf dem Gelände der ehemaligen Stasi-Zentrale in der Normannenstraße in Berlin-Lichtenberg vorgeschlagen. Hierzu wird jetzt durch den Bund eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Damit erfährt die plurale Nutzung des Areals eine wesentliche Stärkung, zu dem das Archivgebäude mit den MfS-Unterlagen und der frühere Dienstsitz von Erich Mielke mit einer Dauerausstellung zur Repression in der SED-Diktatur gehören. In ihrem Vorschlag sehen sich BKM und die Senatskanzlei durch eine entsprechende Empfehlung der Expertenkommission des Deutschen Bundestages zur Zukunft des BStU bestärkt, die in der letzten Woche ihren Abschlussbericht vorgelegt hat.
 

Zum 17. Juni 2016, dem Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR 1953, eröffnet die Havemann-Gesellschaft im Innenhof der ehemaligen Stasi-Zentrale ihre Open-Air-Ausstellung „Revolution und Mauerfall“, die Vorgeschichte, Verlauf und Folgen der Friedlichen Revolution 1989/90 für ein breites Publikum nachzeichnet. Zur Realisierung dieses Vorhabens hat die Kulturstaatsministerin aus ihrem Etat mehr als 700.000, die Berliner Lottos-Stiftung fast 250.000 Euro bereitgestellt.

Quelle: Der Regierende Bürgermeister von Berlin Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten
 

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Mehr auf KulturPort.De

Knauer, Safaian, Schumacher: Zeitloses Treiben in Bachs Notenmeer
 Knauer, Safaian, Schumacher: Zeitloses Treiben in Bachs Notenmeer



In der CD-Reihe „Neue Meister“ präsentieren Arash Safaian, Sebastian Knauer und Pascal Schumacher die Musik nach Motiven von Bach so, wie der Meiste [ ... ]



Reeperbahn Festival 2016: Auf der Suche nach der Kunst
 Reeperbahn Festival 2016: Auf der Suche nach der Kunst



Die Autorin dieses Beitrags ist begeisterte Reeperbahn Festival-Besucherin, schaut sich aber neben dem umfassenden Konzertangebot besonders gerne im „Arts& [ ... ]



Die Zauberflöte in Hamburg: Herzattacke in der Staatsoper
 Die Zauberflöte in Hamburg: Herzattacke in der Staatsoper



Radikal entschlackt, mit großen Lichtvorhängen ins Computerzeitalter gebeamt, lässt Regisseurin Jette Steckel die Neuinszenierung von Mozarts Opernhit „ [ ... ]



„Snowden” – Patriot oder Verräter?
 „Snowden” – Patriot oder Verräter?



Das Schlachtfeld heißt Cyberspace, und für US-Regisseur Oliver Stone ist sein Protagonist ein Widerstandskämpfer mit Vorbildfunktion. Ziviler Ung [ ... ]



Ars apodemica – Foto-Text-Reisen mit Boris von Brauchitsch
 Ars apodemica – Foto-Text-Reisen mit Boris von Brauchitsch



„Manchmal fotografiert man die Welt, um sie und sich selbst besser verstehen zu können, eignet sich Dinge durch Abbilder an, um sie sich zu gegebener Zeit [ ... ]



Saisonstart mit philharmonischem Glück und symphonischem Tiefgang
 Saisonstart mit philharmonischem Glück und symphonischem Tiefgang



Die Hamburger Philharmoniker mit Kent Nagano punkten bei ihrer Saisoneröffnung mit Brahms’ Erster. Die Symphoniker Hamburg holen mit Thomas Adè [ ... ]



Weitere aktuelle Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.