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Brandenburg-Preußen Museum präsentiert neue Dauerausstellung

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Montag, den 04. April 2016 um 12:50 Uhr
Seit dem "Wachwechsel" im Herbst 2013 haben Dr. Andreas Bödecker (Stiftungsvorstand) und Dr. Stephan Theilig (wissenschaftlicher Leiter) die Dauerausstellung gründlich überarbeitet. Eine Reihe von beeindruckenden Exponaten ist hinzugekommen. An diesem Wochenende wird die neue Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zu den Befreiungskriegen werden neben dem 1813 gestifteten Eisernen Kreuz stark korrodierte Kanonenkugeln, Kartätschen und Patronentaschenschnallen von Preußen, Russen und Franzosen gezeigt, die polnische Studenten an der Katzbach ausgegraben haben, dem Ort einer der ersten Schlachten des Befreiungskrieges gegen Napoleon. Sie machen das Elend jener Schlachten augenfällig.

Die meisten Tafeln für das 19. Jahrhundert sind neu getextet und neu bebildert worden, neu als Themen sind hinzugekommen: "Preußens späte Industrialisierung" und die bürgerliche Revolution von 1848. Ebenfalls neu: Am Beispiel der Cholera-Epidemien wird das Elend der Hinterhofwohnungen in den Großstädten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts thematisiert. Bei der Mädchenbildung wird anschaulich gemacht, dass über 40% aller Mädchen und Frauen zwischen 15 und 65 arbeiten mussten, um sich und ihre Familien zu ernähren. Deren berufliche Möglichkeiten wurden durch eine einseitig am Ideal der Hausfrau und Mutter ausgerichteten Schulbildung eingeschränkt. Mit einer sehr frühen Stechuhr aus einem rheinischen Bergbaubetrieb illustriert das Museum das Ringen der Gewerkschaften um den 8-Stunden-Tag. Schließlich wurde auch die Darstellung des 1. Weltkrieges grundlegend überarbeitet bis hin zum Ausbruch der Revolution im November 1918.

"Spielzeug und Spielzeugherstellung als Spiegel der Gesellschaft im Kaiserreich": Eine ganz zentrale Neuerung ist eine Vitrine mit großen Teilen der historischen Spielzeugsammlung der im April letzten Jahres verstorbenen Ehefrau des Museumstifters, Frau Anneliese Bödecker. Die Massenherstellung von Spielzeug in Deutschland ist ein Beispiel für den in der Breite der Gesellschaft gestiegenen Wohlstand, gleichzeitig war die Spielzeugindustrie eine der letzten Branchen, in der Kinderarbeit eine große Rolle spielte. Auch die Politisierung der Kinderzimmer in Form von Kolonialspielzeug, Militärspielzeug und vor allem die Auswirkung der Propaganda für die Flottenrüstung in den Kinderzimmern wird gezeigt.

Quelle: Brandenburg-Preußen Museum Wustrau

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