Zum Anfang

AktionsPort - Gewinnspiele

Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 1253 Gäste online

Neue Kommentare

Phil zu „Bauernopfer – Spiel der Könige”. Zwischen Genie und Wahnsinn : So, habe den Film gesehen. Exzellent! Kann ich nu...
Phil zu „Bauernopfer – Spiel der Könige”. Zwischen Genie und Wahnsinn : Ich erinnere mich noch, wie in meiner Kindheit pl...
ernst.probst zu Meinungsfreiheit und Blasphemie: Die deutsche Schriftstellervereinigung PEN tagte erfolgreich in Bamberg : Eine Schriftstellervereinigung, die - wie im Fall...
Daniela zu „Fritz Lang” – Das Genie und seine Dämonen : Was für eine hervorragende Rezension mit Sachken...
Michael Braungart zu Die 14. Architektur-Biennale in Venedig aus Hamburger Sicht: Fundamentals by Rem Koolhaas: wir sind als einzige Hamburger auf der 2016 Bienn...

Anzeige

Spezial - Lange Nacht der Museen 2016

Spezial - Elbjazz Festival 2015

Spezial - Hamburger Architektur Sommer 2015


News-Port

Erste szenische Aufführung von Agostino Steffanis »Amor vien dal destino« nach über 300 Jahren

Drucken
Mittwoch, den 23. März 2016 um 13:46 Uhr
Am 23. April setzt die Berliner Staatsoper, nach Tommaso Traettas »Antigona«, Emilio de’ Cavalieris »Rappresentatione di anima et di corpo« oder Georg Philipp Telemanns »Emma und Eginhard«, ihre Reihe der Wiederentdeckungen und ihre Barocktradition fort: Dann ist Agostino Steffanis »Amor vien dal destino«, 1709 in Düsseldorf uraufgeführt, nach über 300 Jahren erstmals wieder szenisch auf der Bühne zu erleben.

Gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik und einem Sängerensemble um Katarina Bradić (Lavinia), Jeremy Ovenden (Enea), Robin Johannsen (Giuturna | Venere), Olivia Vermeulen (Turno), Marcos Fink (Latino), Mark Milhofer (Nicea), Gyula Orendt (Corebo | Fauno), Rupert Enticknap (Giove | Coralto) sowie Schauspieler Konstantin Bühler (Amor) erwecken René Jacobs und Regisseur Ingo Kerkhof dieses unbekannte Werk wieder zum Leben.

»Eine Wiederentdeckung ist wie eine Uraufführung, weil niemand das Werk kennt – und das ist für mich als Regisseur sehr spannend«, so Ingo Kerkhof.

Bereits in den 1970er Jahren ist René Jacobs, damals noch als Sänger, mit den Kammerduetten von Agostino Steffani in Berührung gekommen und hat sich seither wiederholt mit dessen Werk auseinandergesetzt. In jüngster Zeit ist Steffani durch die vielfach ausgezeichneten Aufnahmen von Cecilia Bartoli wieder ins Zentrum des Interesses gerückt. Der Italiener, der mit seinen Lebensdaten 1654 – 1728 rund eine Generation älter ist als Händel und diesen maßgeblich beeinflusste, zählte seinerzeit zu den bedeutenden Komponisten. Musikalisch ist er spürbar beeinflusst von Monteverdi und Cavalli. Steffani war jedoch nicht nur Komponist und Musiker, der u. a. mit Königin Sophie Charlotte im Berliner Schloss Charlottenburg musizierte, sondern auch Diplomat von höchstem Rang, der mit Königen und Päpsten verhandelte und zum katholischen Titularbischof ernannt wurde. Er komponierte 17 Opern, in denen er italienische, französische und deutsche Stilelemente miteinander verband. In den 1690er Jahren schrieb er am Hof in Hannover die Oper »Il Turno«, die später umgearbeitet und in »Amor vien dal destino« (»Die Liebe kommt zum Schicksal«) umbenannt wurde. Das Libretto basiert auf Kapiteln aus Vergils »Aeneis«-Epos und handelt vom Aufeinandertreffen der beiden mythischen Helden Aeneas und Turnus. Zwischen ihnen steht Lavinia, die eigentlich Turnus versprochen ist, jedoch Aeneas liebt – eine shakespearsche Liebesgeschichte voller Irrungen und Wirrungen.

Gut zwei Jahre dauerte es von der Entdeckung des Stücks bis zur fertig eingerichteten Partitur. Gemeinsam mit Prof. Colin Timms von der Birmingham University, dem wohl derzeit besten Steffani-Kenner, hat René Jacobs den Notentext bearbeitet und eine Spielfassung entwickelt: Zunächst wurde aus dem autographen Manuskript sowie einer zeitgenössischen Kopie, die in der Royal Music Collection der British Library London aufbewahrt werden, eine moderne Edition im Computersatz erstellt. Dieses Notenmaterial hat René Jacobs einer musikalischen Bearbeitung unterzogen, u. a. mit Verzierungen nach dem Stil des späten 17. Jahrhunderts und einer durchgehenden Bezifferung des Basso continuo, um das umfangreiche, aus mehr als 100 Einzelnummern bestehende Gerüst harmonisch aufzufüllen. Außerdem wurden eine Reihe von Kürzungen vorgenommen, um das dreiaktige Stück in zwei Teilen mit nur einer Pause spielen zu können.

Quelle: Staatsoper im Schiller Theater

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Bücher & CDs – wissen was sich lohnt

Snorre Kirk: Europa
Kultur Magazin



Das zweite Album des jungen dänischen Schlagzeugers Snorre Kirk nach „Blues Modernism“ ist mit dem alt ehrwürdigen Kontinent „Europa“ b [ ... ]



Kopfhörer 8. Über die Lebensfreude
Kultur Magazin



Tamar Halperin poliert Klavierminiaturen von Erik Satie zu verblüffenden, subversiven und Ohrwurm-verdächtigen Klangexperimenten auf. Auf eine Zeitreise 700 Ja [ ... ]



Ulrike Haage: Grüße aus Fukushima
Kultur Magazin



Kein Postkarten-Scherz von Halbstarken, sondern der sehenswerte Film von Doris Dörrie aus der atomar verseuchten Todeszone hat Jazz-Pianistin Ulrike Haage zu be [ ... ]



Rufus Wainwright: Take All My Loves - 9 Shakespeare Sonnets
Kultur Magazin



Singer-Songwriter Rufus Wainwright widmet seine Hommage an Shakespeare (1564-1616) ausdrücklich dem Regisseur Robert Wilson. Das kommt nicht von ungefähr, denn [ ... ]



Mehr auf KulturPort.De

„Vor der Morgenröte – Stefan Zweig in Amerika”. Unser unbeugsamer Pazifist
Kultur Magazin



Ein Künstlerporträt von verstörender Eindringlichkeit. Brillant, klug, subtil und erschreckend aktuell. Dieser Film trifft mitten ins Herz.

Ri [ ... ]



Kinderporträts gegenübergestellt: Fotografien von August Sander und Illustrationen von Ingrid Godon
Kultur Magazin



„Schau mich an“, so heißt die Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) anlässlich der 20. Internationalen Kinder- und Jugendbuchwoc [ ... ]



Wie Werner Büttner von Marlborough Contemporary wachgeküsst wurde
Kultur Magazin



„Ich habe immer an ihm festgehalten!“ Dem renommierten Hamburger Sammler Harald Falckenberg geht es da nicht anders, als der Frankfurter Galeristin B [ ... ]



„Miss Hokusai”. Von Drachen, Kurtisanen, Emanzipation und dem Geräusch fallenden Schnees
Kultur Magazin



O-Ei führt ein Schattendasein, die 23jährige hat das Talent des Vaters geerbt, aber ihre Bilder tragen seinen Namen: Katsushika Hokusai (1760-1849). Er [ ... ]



„Der Horst Janssen Archipel“
Kultur Magazin



Kein bildender Künstler, das ist wohl sicher, hat die Tatsache, dass er „nicht mehr kann“, so genüsslich in aller Öffentlichkeit verkündet, wie e [ ... ]



25 Jahre Lettische Kulturakademie in Riga
Kultur Magazin



Am 20. Mai feiert die Lettische Kulturakademie in Riga ihr 25jähriges Jubiläum. Seit 16 Jahren gibt es dort den deutsch-sprachigen Studiengang für „Inte [ ... ]



Weitere aktuelle Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Events