Zum Anfang

Anzeige

AktionsPort - Gewinnspiele

Wer ist online?

Wir haben 744 Gäste online

Neue Kommentare

Claus Friede zu „Paterson” – Die Poesie des Alltäglichen: Aber natürlich fällt Rockmusik darunter!
...

Ein Miltenberger in Eimsbüttel zu „Paterson” – Die Poesie des Alltäglichen: Ein neuer Film von Jim Jarmusch ist (zumindest f...
Didi Thureaux zu „Mapplethorpe: Look at the Pictures” – Die Rehabilitierung des Obszönen: Zensierte Fotos in der Bildergalerie? Hm......
Hans-Juergen Fink zu Großes Miau in der Staatsoper Hamburg: „Katze Ivanka“ nervt die Primadonna: Sehr geehrter Herr Matesic, da haben Sie natürli...
Peter Schmidt zu Hamburgs Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler gestorben: Zum Tod von Senatorin Barbara Kisseler

Anzeige

Spezial - Lange Nacht der Museen Hamburg 2016

Spezial - Hamburger Architektur Sommer 2015


News-Port

Erste szenische Aufführung von Agostino Steffanis »Amor vien dal destino« nach über 300 Jahren

Drucken
Mittwoch, den 23. März 2016 um 12:46 Uhr
Am 23. April setzt die Berliner Staatsoper, nach Tommaso Traettas »Antigona«, Emilio de’ Cavalieris »Rappresentatione di anima et di corpo« oder Georg Philipp Telemanns »Emma und Eginhard«, ihre Reihe der Wiederentdeckungen und ihre Barocktradition fort: Dann ist Agostino Steffanis »Amor vien dal destino«, 1709 in Düsseldorf uraufgeführt, nach über 300 Jahren erstmals wieder szenisch auf der Bühne zu erleben.

Gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik und einem Sängerensemble um Katarina Bradić (Lavinia), Jeremy Ovenden (Enea), Robin Johannsen (Giuturna | Venere), Olivia Vermeulen (Turno), Marcos Fink (Latino), Mark Milhofer (Nicea), Gyula Orendt (Corebo | Fauno), Rupert Enticknap (Giove | Coralto) sowie Schauspieler Konstantin Bühler (Amor) erwecken René Jacobs und Regisseur Ingo Kerkhof dieses unbekannte Werk wieder zum Leben.

»Eine Wiederentdeckung ist wie eine Uraufführung, weil niemand das Werk kennt – und das ist für mich als Regisseur sehr spannend«, so Ingo Kerkhof.

Bereits in den 1970er Jahren ist René Jacobs, damals noch als Sänger, mit den Kammerduetten von Agostino Steffani in Berührung gekommen und hat sich seither wiederholt mit dessen Werk auseinandergesetzt. In jüngster Zeit ist Steffani durch die vielfach ausgezeichneten Aufnahmen von Cecilia Bartoli wieder ins Zentrum des Interesses gerückt. Der Italiener, der mit seinen Lebensdaten 1654 – 1728 rund eine Generation älter ist als Händel und diesen maßgeblich beeinflusste, zählte seinerzeit zu den bedeutenden Komponisten. Musikalisch ist er spürbar beeinflusst von Monteverdi und Cavalli. Steffani war jedoch nicht nur Komponist und Musiker, der u. a. mit Königin Sophie Charlotte im Berliner Schloss Charlottenburg musizierte, sondern auch Diplomat von höchstem Rang, der mit Königen und Päpsten verhandelte und zum katholischen Titularbischof ernannt wurde. Er komponierte 17 Opern, in denen er italienische, französische und deutsche Stilelemente miteinander verband. In den 1690er Jahren schrieb er am Hof in Hannover die Oper »Il Turno«, die später umgearbeitet und in »Amor vien dal destino« (»Die Liebe kommt zum Schicksal«) umbenannt wurde. Das Libretto basiert auf Kapiteln aus Vergils »Aeneis«-Epos und handelt vom Aufeinandertreffen der beiden mythischen Helden Aeneas und Turnus. Zwischen ihnen steht Lavinia, die eigentlich Turnus versprochen ist, jedoch Aeneas liebt – eine shakespearsche Liebesgeschichte voller Irrungen und Wirrungen.

Gut zwei Jahre dauerte es von der Entdeckung des Stücks bis zur fertig eingerichteten Partitur. Gemeinsam mit Prof. Colin Timms von der Birmingham University, dem wohl derzeit besten Steffani-Kenner, hat René Jacobs den Notentext bearbeitet und eine Spielfassung entwickelt: Zunächst wurde aus dem autographen Manuskript sowie einer zeitgenössischen Kopie, die in der Royal Music Collection der British Library London aufbewahrt werden, eine moderne Edition im Computersatz erstellt. Dieses Notenmaterial hat René Jacobs einer musikalischen Bearbeitung unterzogen, u. a. mit Verzierungen nach dem Stil des späten 17. Jahrhunderts und einer durchgehenden Bezifferung des Basso continuo, um das umfangreiche, aus mehr als 100 Einzelnummern bestehende Gerüst harmonisch aufzufüllen. Außerdem wurden eine Reihe von Kürzungen vorgenommen, um das dreiaktige Stück in zwei Teilen mit nur einer Pause spielen zu können.

Quelle: Staatsoper im Schiller Theater

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > NewsPort > Erste szenische Aufführung von Agostino Stef...

Mehr auf KulturPort.De

Arnold Kamenz: „Muckis Beichte“. Ausbruchsversuche
 Arnold Kamenz: „Muckis Beichte“. Ausbruchsversuche



Alte Weisheit: Es gibt nichts, was unpolitisch wäre. Alles und jedes menschliche Tun hänge von den jeweiligen Umständen ab. Seitdem ich das Büchlein „M [ ... ]



Hamburg Ballett: „Das Lied von der Erde“. John Neumeiers getanzter Weltschmerz
 Hamburg Ballett: „Das Lied von der Erde“. John Neumeiers getanzter Weltschmerz



Fünfzig Jahre hat Ballettintendant John Neumeier gewartet, bis er seine Tanzfassung zu Gustav Mahlers „Das Lied von der Erde“ für das Hambu [ ... ]



Christoph Spering musiziert ohne Dogma: Bach – Lutherkantaten
 Christoph Spering musiziert ohne Dogma: Bach – Lutherkantaten



Um die rechte Art, Johann Sebastian Bachs Kantaten aufzuführen, tobt seit Jahrzehnten fast ein Glaubenskrieg. Nun nimmt Christoph Spering den bevorstehenden 500 [ ... ]



„Marie Curie” – Das Innenleben eines Genies
 „Marie Curie” – Das Innenleben eines Genies



Mit ihrem Film „Marie Curie” zeigt Regisseurin Marie Noëlle die legendäre Wissenschaftlerin und zweifache Nobelpreisträgerin von einer [ ... ]



Nikolai Astrup – Norwegen. Eine Entdeckung in der Kunsthalle Emden
 Nikolai Astrup – Norwegen. Eine Entdeckung in der Kunsthalle Emden



„Ich wollte mich in den rohen Farben Westnorwegens waschen, um mich von all dem zu reinigen, was ich von der Kunst anderer aufgenommen haben könnte, u [ ... ]



Teresa Präauer: „Oh Schimmi“
 Teresa Präauer: „Oh Schimmi“



Teresa Präauers erster Roman „Für den Herrscher aus Übersee“ wurde 2012 mit dem Aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet. Ihr zweiter Roman „Joh [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.