Spezial - Elbjazz Festival 2012

Spezial - Hamburger Architektur Sommer 2012

Wer ist online?

Wir haben 549 Gäste und 1 Benutzer online
hard & heavy Tickets bei www.eventim.de

Kultur-Port.De Community Login

Neue Kommentare

Claus Friede zu "Unverzeihlich dumm" - Direktor der Kestnergesellschaft attackiert Documenta-Chefin: In der Sache, lieber Veit Goerner, hast Du ja Rec...
Stefan Meier zu Rezensiert! "The Fall": Habe den Film jetzt zum dritten Mal auf DVD anges...
Hans-Joachim Maquet zu UNESCO feiert ersten Welttag des Jazz: Großartige Initiative - ein Schritt der unbeding...

Aktuelle Kultur Veranstaltungen

Spezial - Hamburger Gitarrentage 2012

Spezial - wildWECHSEL 2012

Spezial - Lange Nacht der Museen 2012

Spezial - Hamburger Klangwerktage 2011


Kolumne

Die Hamburger Clubstiftung – die Selbsthilfe der etwas anderen Art

Drucken E-Mail
(86 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Geschrieben von: Heiko Langanke   
Donnerstag, den 10. November 2011 um 13:39 Uhr
Die Hamburger Clubstiftung – die Selbsthilfe der etwas anderen Art

Live-Musik-Clubs – jeder kennt sie, hat sie besucht und gar einen Teil seiner Jugend in ihnen verbracht, sich die Nacht und die Musik um die Ohren geschlagen und später manch Legende um sie gesponnen.
Musik in Clubs, egal ob Metal, Punk, Rock, Reggae, Jazz oder Folk, sind heute Teil einer jeden Sozialisation und Hörkultur zugleich. Sie mögen klein, schmuddelig, stickig, zu laut und vielleicht auch zu eng sein, aber genau das ist auch zugleich das Pendant zur großen, platznehmenden Hochkultur. In Clubs tobt sich im wahrsten Sinne des Wortes der Nachwuchs aus, experimentiert, setzt den Trend von Morgen und befriedigt ein Lebensgefühl, das sich aus Rock´n´Roll, Neugierde, Toleranz und Spontaneität speist. Unter anderen hat Autor Christoph Twickel diesen Spirit in seinem Buch „Läden, Schuppen und Kaschemmen“ eindrucksvoll dokumentiert.

Doch diese Art musikalischer Schaubühne ist in seinen Grundfesten bedroht. Kaum jemand kennt den Blick hinter die Kulissen mit den Auflagen und Gebühren: Lärmschutz, Brandschutzauflagen, Spielstättenverordnung, Stellplatzabgaben – die Liste des Grauens für solche Clubs wird stetig länger. Die Finanzierung von Gagen, Hotel, Raumkosten, Ton- & Lichttechnik, Urheberrechten wird für die Betreiber immer schwerer, die Raumnot immer größer. Kaum eine Ecke in der Stadt, wo nicht ein Nachbar sein „Recht auf Ruhe“ inmitten urbaner Quirligkeit einfordert. Kaum ein Immobilienbesitzer, der nicht um seine Rendite fürchtet, wenn ein Club seinen Grund und Boden musikalisch erschüttert. Und schon gar keine Bank, die dem bodenständigen, krawatten- und anzugslosen Clubbetreiber einen Cent Kredit gewährt (detailliert und schwarz-humoristisch im „Clublei(d)tfaden“ des Hamburger Clubkombinats nachlesbar).

Das war im Grunde schon immer so, könnte man meinen. Macht es aber nicht besser. Auch das legendäre Onkel Pö schloss Mitte der 80er Jahre seine Pforten, da – so im Wikipedia nach zu lesen – letztlich eine Untersuchung der Baubehörde konstatiert, „die Musikanlage (1200 Watt Sinusleistung) habe durch die damit verbundenen Vibrationen die Standsicherheit des Gebäudes im Laufe der Zeit derart beeinträchtigt, dass aus bauaufsichtlichen Gründen der Betrieb der Verstärkeranlage hätte untersagt werden müssen“.
Aber manch flotter Spruch aus der städtischen Verwaltung „wenn drei Clubs schließen machen woanders eben drei neue Clubs wieder auf“ ist auf Hamburg nicht anwendbar. Denn wenn heute ein Club schließt, macht er in aller Regel nicht anderswo wieder auf. Die Immobilienpreise explodieren, das Business ist ungemein härter geworden und es gibt kaum noch Räume, in denen ein Musikclub umsetzbar ist. Was nun?

Weitere Informationen zur Clubstiftung unter: www.clubstiftung.de

Ihr Heiko Langanke

Ihre Kommentare (Gast-Eintrag auch ohne Mitgliedschaft möglich)

Name *
E-Mail (für Bestätigungen & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Events