KulturPort.De Event Empfehlungen
Veranstaltung
- Titel:
- Die Insel. Malerei von Usedom
- Wann:
- 24.03.2012 - 26.08.2012
- Wo:
- Schloss Güstrow - Güstrow
- Kategorie:
- Bildende Kunst
Beschreibung
Das Staatliche Museum Schwerin setzt im Wirtschafts-gebäude des Güstrower Schlosses seine Reihe von Präsentationen ostdeutscher Kunst fort. Der Überblick über sieben Jahrzehnte Kunstschaffen auf der Insel Usedom umfasst rund 50 Werke von Sabine Curio, Susanne Kandt-Horn, Vera Kopetz, Rosa Kühn, Otto und Oskar Manigk, Otto Niemeyer-Holstein, Karen Schacht, Herbert und Matthias Wegehaupt.
Seit der Romantik zog Usedom die Künstler vor allem in den Sommermonaten an. Von den 1930er Jahren bis zum Ende der DDR bot die Insel aber auch dauerhaftes politisches Refugium, Inspiration und künstlerische Experimentierfelder.
Die Usedomer malten die Landschaft zwischen Meer und Bodden, Fischerstrände, Stillleben, Porträts und Akte. Nicht die naturnahe Wiedergabe der Gegenstände interessierte sie, sondern der verallgemeinerte farbige oder atmosphärische Eindruck des Gesehenen. Die jüngere Generation löste sich schließlich weitgehend von der Figuration und bezog abstrakte Positionen. Da sich die Malerei der Usedomer zwischen klassischer Moderne und abstrahierenden Tendenzen bewegte, gehörte sie in den Bereich der offiziell unerwünschten, im Nationalsozialismus als „entartet“ diffamierten und in den frühen Jahren der DDR als „formalistisch“ abgewerteten Kunst.
Die Insellage ermöglichte zwar – abseits von Akademie und Kunstideologie – ein weitgehend selbst bestimmtes Arbeiten, doch hatte dies zur Folge, dass die Beachtung der Usedomer Malerei in der DDR erst spät einsetzte. Der Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit des Staatlichen Museums Schwerin kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu, weil sie sich schon früh den übersehenen OEuvres widmete.
Der 2005 erschienene Roman des Malers und Schriftstellers Matthias Wegehaupt „Die Insel“ lieh der Ausstellung den Titel. Er zeichnet ein mehrere Jahrzehnte umspannendes Panorama, das sich dem Alltäglichen, nahe Liegenden der Inselwelt widmet, in dessen scheinbarer Einzigartigkeit sich jedoch doch auch die Fragen der Zeitläufe und der Metropolen spiegeln. Das gilt auch für die Malerei von Usedom.
Sonntags-Führungen, 14 Uhr
25.03., 20.05., 22.07. mit Dr. Regina Erbentraut
22.04., 28.05. (Pfingstmontag), 17.06. mit dem Photographen und Kulturjournalisten Hans Pölkow
Abb.: Ausstellungsplakat
Seit der Romantik zog Usedom die Künstler vor allem in den Sommermonaten an. Von den 1930er Jahren bis zum Ende der DDR bot die Insel aber auch dauerhaftes politisches Refugium, Inspiration und künstlerische Experimentierfelder.
Die Usedomer malten die Landschaft zwischen Meer und Bodden, Fischerstrände, Stillleben, Porträts und Akte. Nicht die naturnahe Wiedergabe der Gegenstände interessierte sie, sondern der verallgemeinerte farbige oder atmosphärische Eindruck des Gesehenen. Die jüngere Generation löste sich schließlich weitgehend von der Figuration und bezog abstrakte Positionen. Da sich die Malerei der Usedomer zwischen klassischer Moderne und abstrahierenden Tendenzen bewegte, gehörte sie in den Bereich der offiziell unerwünschten, im Nationalsozialismus als „entartet“ diffamierten und in den frühen Jahren der DDR als „formalistisch“ abgewerteten Kunst.
Die Insellage ermöglichte zwar – abseits von Akademie und Kunstideologie – ein weitgehend selbst bestimmtes Arbeiten, doch hatte dies zur Folge, dass die Beachtung der Usedomer Malerei in der DDR erst spät einsetzte. Der Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit des Staatlichen Museums Schwerin kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu, weil sie sich schon früh den übersehenen OEuvres widmete.
Der 2005 erschienene Roman des Malers und Schriftstellers Matthias Wegehaupt „Die Insel“ lieh der Ausstellung den Titel. Er zeichnet ein mehrere Jahrzehnte umspannendes Panorama, das sich dem Alltäglichen, nahe Liegenden der Inselwelt widmet, in dessen scheinbarer Einzigartigkeit sich jedoch doch auch die Fragen der Zeitläufe und der Metropolen spiegeln. Das gilt auch für die Malerei von Usedom.
Sonntags-Führungen, 14 Uhr
25.03., 20.05., 22.07. mit Dr. Regina Erbentraut
22.04., 28.05. (Pfingstmontag), 17.06. mit dem Photographen und Kulturjournalisten Hans Pölkow
Abb.: Ausstellungsplakat
Veranstaltungsort
- Ort:
- Schloss Güstrow - Website
- Straße:
- Franz-Parr-Platz 1
- PLZ:
- 18273
- Stadt:
- Güstrow
- Bundesland:
- Mecklenburg-Vorpommern
- Land:
-
EventList powered by schlu.net



