Events Film
Veranstaltung
- Titel:
- Marco Keller: "Kahlschlag - Der Kampf um Brasiliens letzte Wälder"
- Wann:
- 13.03.2012 20.00 Uhr
- Wo:
- Abaton Kino - Hamburg
- Kategorie:
- Film
Beschreibung
Dokumentarfilm, Länge 82 Minuten, Sprachen: Portugiesisch, Guaraní und Deutsch mit deutschen Untertiteln, Deutschland 2011
Premiere mit Gästen
Ein Sturm zieht auf, dunkle Wolken zeigen sich, der Wind weht über die rote Erde Brasiliens. Nach fast fünf Monaten Trockenzeit könnte es wieder Regen und damit die Grundlage für neues Leben geben.
Hier in MATO GROSSO DO SUL, einem Bundesstaat so groß wie Deutschland, ist nichts mehr so, wie es einmal war. Der Wald, die Pflanzenwelt, das Tierreich und die Wasserquellen sind dem „Nichts“ gewichen. Der Sturm peitscht stärker. Zurück bleiben eine dürre Steppenlandschaft und die GUARANÍ-KAIOWÁ, die Ureinwohner der Waldregionen im Süden Brasiliens.
Die weltweit anhaltende Gier nach Rindfleisch und Tierfutter hat in MATO GROSSO DO SUL, dem GROßEN URWALD DES SÜDENS, innerhalb der letzten 60 Jahre ein intaktes Ökosystem vernichtet und die GUARANÍ-KAIOWÁ kaum lebensfähig zurückgelassen. Der einstige Stolz auf ihre Wälder und die Fähigkeit der Menschen, im Einklang mit der Natur zu leben, musste wirtschaftlichen Interessen weichen. Dort wo einst einmal dichte Urwaldregionen waren, wird nun großflächig Viehzucht betrieben und Getreide oder Soja für die Tierfutterindustrie angebaut.
Die GUARANÍ-KAIOWÁ leben seitdem von ihrem Land enteignet, eingepfercht in wenigen, viel zu kleinen Reservaten. Von dort versuchen sie den Widerstand zu organisieren und stehen dabei mächtigen Großkonzernen, skrupellosen Farmern und deren angeheuerten Killerkommandos gegenüber.
Einer von wenigen aus der brasilianischen Bevölkerung hat sich entschlossen, den Kampf der GUARANÍ-KAIOWÁ selbstlos und eindrucksvoll zu unterstützen. Ein Weißer gewinnt das Vertrauen der Dorfältesten, darf in ihre Kultur eintauchen und lernt sein Leben und das der anderen neu zu gestalten. Doch die Herausforderungen erscheinen fast unüberwindbar. Die Wirtschaft und der Konsum wachsen, schneller als noch vor Jahren.
Im AMAZONIEN REGENWALD, weit oben im Norden des Landes, zeigen sich die Entwicklungen ähnlich wie im Süden. Regenwaldabholzung, Grundwasser-versickerung, Zerstörung traditioneller Lebensräume. Es ist der Ort, an dem der Film beginnt mit seiner Erzählung von Zerstörung, Auflehnung und der immer noch vorhandenen Lebensfreude der Indigenen.
Premiere mit Gästen
Ein Sturm zieht auf, dunkle Wolken zeigen sich, der Wind weht über die rote Erde Brasiliens. Nach fast fünf Monaten Trockenzeit könnte es wieder Regen und damit die Grundlage für neues Leben geben.
Hier in MATO GROSSO DO SUL, einem Bundesstaat so groß wie Deutschland, ist nichts mehr so, wie es einmal war. Der Wald, die Pflanzenwelt, das Tierreich und die Wasserquellen sind dem „Nichts“ gewichen. Der Sturm peitscht stärker. Zurück bleiben eine dürre Steppenlandschaft und die GUARANÍ-KAIOWÁ, die Ureinwohner der Waldregionen im Süden Brasiliens.
Die weltweit anhaltende Gier nach Rindfleisch und Tierfutter hat in MATO GROSSO DO SUL, dem GROßEN URWALD DES SÜDENS, innerhalb der letzten 60 Jahre ein intaktes Ökosystem vernichtet und die GUARANÍ-KAIOWÁ kaum lebensfähig zurückgelassen. Der einstige Stolz auf ihre Wälder und die Fähigkeit der Menschen, im Einklang mit der Natur zu leben, musste wirtschaftlichen Interessen weichen. Dort wo einst einmal dichte Urwaldregionen waren, wird nun großflächig Viehzucht betrieben und Getreide oder Soja für die Tierfutterindustrie angebaut.
Die GUARANÍ-KAIOWÁ leben seitdem von ihrem Land enteignet, eingepfercht in wenigen, viel zu kleinen Reservaten. Von dort versuchen sie den Widerstand zu organisieren und stehen dabei mächtigen Großkonzernen, skrupellosen Farmern und deren angeheuerten Killerkommandos gegenüber.
Einer von wenigen aus der brasilianischen Bevölkerung hat sich entschlossen, den Kampf der GUARANÍ-KAIOWÁ selbstlos und eindrucksvoll zu unterstützen. Ein Weißer gewinnt das Vertrauen der Dorfältesten, darf in ihre Kultur eintauchen und lernt sein Leben und das der anderen neu zu gestalten. Doch die Herausforderungen erscheinen fast unüberwindbar. Die Wirtschaft und der Konsum wachsen, schneller als noch vor Jahren.
Im AMAZONIEN REGENWALD, weit oben im Norden des Landes, zeigen sich die Entwicklungen ähnlich wie im Süden. Regenwaldabholzung, Grundwasser-versickerung, Zerstörung traditioneller Lebensräume. Es ist der Ort, an dem der Film beginnt mit seiner Erzählung von Zerstörung, Auflehnung und der immer noch vorhandenen Lebensfreude der Indigenen.
Veranstaltungsort
- Ort:
- Abaton Kino - Website
- Straße:
- Allendeplatz 3
- PLZ:
- 20146
- Stadt:
- Hamburg
- Bundesland:
- Hamburg
- Land:
-
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