Events Film
Veranstaltung
- Titel:
- Über Gebühr berühmt – Friedrich II. im Film
- Wann:
- 25.01.2012 - 30.12.2012
- Wo:
- Filmmuseum Potsdam - Potsdam
- Kategorie:
- Film
Beschreibung
2012 jährt sich der Geburtstag Friedrichs des Großen zum 300. Mal.
Der Beitrag des Filmmuseums Potsdam zum Themenjahr ist eine Ausstellung, die das Projekt „Friderisiko” der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg ergänzt. Die Eröffnung der Ausstellung erfolgt im Rahmen der Festwoche der Stadt Potsdam „Ein Fest für Friedrich“am 24.01.2012.
Friedrich II. ist bis heute ein viel diskutiertes Politikum. Sobald er in Deutschland auf der Kinoleinwand erschien, gab es Pro und Contra. Viele der Aufnahmen wurden an Originalschauplätzen in Potsdam gedreht, auch im Ufa- und DEFA-Studio Babelsberg.
Über 40 Kino- und Fernsehfilme formten seit 1910 das Bild des Preußenkönigs, das ein Schauspieler geprägt hat: Otto Gebühr.
Zwischen 1920 und 1942 verkörperte er ihn fünfzehn Mal. Diese Filme sind politische und kulturgeschichtliche Seismographen ihrer Entstehungszeit. Gebührs Erscheinung wurde so sehr mit Friedrich II. identifiziert, dass gutgläubige Kinogänger ihn auf der Straße mit „Eure Majestät“ ansprachen. Das ist mehr als eine erheiternde Anekdote, weist sie doch auf die Sehnsüchte und Wünsche der Deutschen, vor allem in den Jahren der Weimarer Republik.
Wer war der Mann unter der typischen Perücke, die in den Sammlungen des Filmmuseum ebenso zu finden ist wie der Nachlass des Regisseurs Arzén von Cserépy, mit dem Gebühr wichtige Friedrich-Filme drehte? Dieser Frage geht die Ausstellung nach. Der 1877 geborene und 1954 gestorbene Otto Gebühr spielte jahrzehntelang Filmrollen und bei weitem nicht nur „Seine Majestät“.
Die Ausstellung basiert auf Quellenforschung, Oral History, persönlichen Dokumenten, Devotionalien und zeitgenössischen Medien.
Sie entsteht in enger Zusammenarbeit mit Otto Gebührs Sohn Dr. Michael Gebühr, der sie mit privaten Dokumenten aus seiner Sammlung und familiären Erinnerungen bereichert.
Kontrastiert wird die Gebühr′sche Darstellung Friedrichs II. durch Porträts, die andere Schauspieler schufen: von Herwart Grosse, Carl-Heinz Schroth, Arno Wyzniewski bis hin zu Jürgen Vogel.
An deren Filmen ist ein Wandel des Friedrich-Bildes nach dem Zweiten Weltkrieg ablesbar, denn spätere Filme und jene, die sich in Form der Komödie dem Herrscher näherten, zeichnen ein eigenes Bild.
Doppel-DVD
Anstelle eines Katalogs erscheint in Kooperation mit dem Bundesarchiv-Filmarchiv bei Absolut Medien eine Doppel-DVD, die eine Auswahl an Friedrich-Filmen von 1910 bis 1962 bietet. Im Zentrum steht der wiederholte Versuch der Filmproduzenten, sich dem Preußenkönig von einer heiteren Seite zu nähern. Alle Filme sind Erstveröffentlichungen. Otto Gebührs Debüt als Friedrich II. in „Die Tänzerin Barberina“ (1920), von dem weltweit nur eine einzige Kopie existiert, wird derzeit vom Bundesarchiv-Filmarchiv restauriert und nicht nur auf der DVD verfügbar gemacht, sondern seine festliche Wiederaufführung im Kino des Filmmuseums Potsdam erleben.
Begleitbuch
Der falsche Fritz - Friedrich II. im Film
Wie wird die Rokoko-Welt Friedrichs II. filmisch in Szene gesetzt? Wie sorgten Drehbuchautoren, Szenen- und Kostümbildner, Regisseure und Schauspieler für das Welt-Bild der Preußenfilme? Das Begleitbuch ist erstes Ergebnis eines Forschungsprojektes, das das Filmmuseum Potsdam mit dem Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin verbindet, gefördert von der Volkswagen-Stiftung über „Forschung in Museen”.
Begleitveranstaltungen
Im Kino des Filmmuseums sind 2012 neben sämtlichen verfügbaren Friedrich-Filmen ergänzende Vorträge, Gespräche und Buchpräsentationen vorgesehen.
Abb.: Otto Gebühr in: "Der alte Fritz" (1927-28). Foto: Filmmuseum-Potsdam
Der Beitrag des Filmmuseums Potsdam zum Themenjahr ist eine Ausstellung, die das Projekt „Friderisiko” der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg ergänzt. Die Eröffnung der Ausstellung erfolgt im Rahmen der Festwoche der Stadt Potsdam „Ein Fest für Friedrich“am 24.01.2012.
Friedrich II. ist bis heute ein viel diskutiertes Politikum. Sobald er in Deutschland auf der Kinoleinwand erschien, gab es Pro und Contra. Viele der Aufnahmen wurden an Originalschauplätzen in Potsdam gedreht, auch im Ufa- und DEFA-Studio Babelsberg.
Über 40 Kino- und Fernsehfilme formten seit 1910 das Bild des Preußenkönigs, das ein Schauspieler geprägt hat: Otto Gebühr.
Zwischen 1920 und 1942 verkörperte er ihn fünfzehn Mal. Diese Filme sind politische und kulturgeschichtliche Seismographen ihrer Entstehungszeit. Gebührs Erscheinung wurde so sehr mit Friedrich II. identifiziert, dass gutgläubige Kinogänger ihn auf der Straße mit „Eure Majestät“ ansprachen. Das ist mehr als eine erheiternde Anekdote, weist sie doch auf die Sehnsüchte und Wünsche der Deutschen, vor allem in den Jahren der Weimarer Republik.
Wer war der Mann unter der typischen Perücke, die in den Sammlungen des Filmmuseum ebenso zu finden ist wie der Nachlass des Regisseurs Arzén von Cserépy, mit dem Gebühr wichtige Friedrich-Filme drehte? Dieser Frage geht die Ausstellung nach. Der 1877 geborene und 1954 gestorbene Otto Gebühr spielte jahrzehntelang Filmrollen und bei weitem nicht nur „Seine Majestät“.
Die Ausstellung basiert auf Quellenforschung, Oral History, persönlichen Dokumenten, Devotionalien und zeitgenössischen Medien.
Sie entsteht in enger Zusammenarbeit mit Otto Gebührs Sohn Dr. Michael Gebühr, der sie mit privaten Dokumenten aus seiner Sammlung und familiären Erinnerungen bereichert.
Kontrastiert wird die Gebühr′sche Darstellung Friedrichs II. durch Porträts, die andere Schauspieler schufen: von Herwart Grosse, Carl-Heinz Schroth, Arno Wyzniewski bis hin zu Jürgen Vogel.
An deren Filmen ist ein Wandel des Friedrich-Bildes nach dem Zweiten Weltkrieg ablesbar, denn spätere Filme und jene, die sich in Form der Komödie dem Herrscher näherten, zeichnen ein eigenes Bild.
Doppel-DVD
Anstelle eines Katalogs erscheint in Kooperation mit dem Bundesarchiv-Filmarchiv bei Absolut Medien eine Doppel-DVD, die eine Auswahl an Friedrich-Filmen von 1910 bis 1962 bietet. Im Zentrum steht der wiederholte Versuch der Filmproduzenten, sich dem Preußenkönig von einer heiteren Seite zu nähern. Alle Filme sind Erstveröffentlichungen. Otto Gebührs Debüt als Friedrich II. in „Die Tänzerin Barberina“ (1920), von dem weltweit nur eine einzige Kopie existiert, wird derzeit vom Bundesarchiv-Filmarchiv restauriert und nicht nur auf der DVD verfügbar gemacht, sondern seine festliche Wiederaufführung im Kino des Filmmuseums Potsdam erleben.
Begleitbuch
Der falsche Fritz - Friedrich II. im Film
Wie wird die Rokoko-Welt Friedrichs II. filmisch in Szene gesetzt? Wie sorgten Drehbuchautoren, Szenen- und Kostümbildner, Regisseure und Schauspieler für das Welt-Bild der Preußenfilme? Das Begleitbuch ist erstes Ergebnis eines Forschungsprojektes, das das Filmmuseum Potsdam mit dem Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin verbindet, gefördert von der Volkswagen-Stiftung über „Forschung in Museen”.
Begleitveranstaltungen
Im Kino des Filmmuseums sind 2012 neben sämtlichen verfügbaren Friedrich-Filmen ergänzende Vorträge, Gespräche und Buchpräsentationen vorgesehen.
Abb.: Otto Gebühr in: "Der alte Fritz" (1927-28). Foto: Filmmuseum-Potsdam
Veranstaltungsort
- Ort:
- Filmmuseum Potsdam - Website
- Straße:
- Marstall/ Breite Str. 1a
- PLZ:
- 14467
- Stadt:
- Potsdam
- Bundesland:
- Brandenburg
- Land:
-
EventList powered by schlu.net
Beliebte Kunst und Kultur Artikel
- Nach 25 Jahren Kind geblieben
- "Elbphilharmonie Kulturcafé" in Hamburg eröffnet
- Vladislav Sendecki mit Hamburger Jazzpreis 2011 ausgezeichnet
- Portugal liegt am Hafen
- Die Quadratur des Kreises: Moscheen traditionell und modern
- Der-2009-Zeichen-Kultur-Port-Gastbeitrag: Non-Profit versus Social-Profit
- Der Hamburger Jedermann: Nur meine Seele und kein Geld!
- Ich habe beschlossen, heute glücklich zu sein. Und wenn ihr wollt, könnt ihr mitmachen!
- Nachlese: Jazz-Picknick auf den Marco-Polo-Terrassen
- Stephan Balkenhol Interview mit dem Bildhauer
- Die Lange Nacht der Museen: Elbjazz im Rathaus
- Uwe Timm Interview mit dem Schriftsteller
- Bravo Charlie – oder ein anonymer Seemannsgruß
- Filmfest Hamburg: Coco Chanel und Igor Strawinsky
- Festivaleröffnung Hamburger Klangwerktage für zeitgenössische Musik
- 100 Jahre Mönckebergstraße - Stadt im Wandel
- Hamburg und seine Brücken - Einblicke in die Architektur
- "Eisenvogel" oder wie man Gebirge überwindet
- Till Nowak Interview mit dem Medienkünstler und -designer
- ELBJAZZ Festival Lounge 2010 - Interviews im Hamburger Hafen
- Städtepartnerschaft schön geschrieben
- Kunst und Kultur - kurz vorgestellt: LORIOT Ach was!
- Rezensiert! "The Fall"
- Im Gespräch: Dagmar Leischow mit der schwedischen Band ODDJOB
- Wie sich beim ELBJAZZ Festival Neue Musik, Literatur und Jazz begegnen
- Ein surrealer Flohmarkt - Michael Jacksons Neverland-Ranch im Ausverkauf
- Kunst und Kultur - kurz vorgestellt: Das ELBJAZZ Festival lotet die Bandbreite aus
- Wim Bosch - Fruchtbare Augenblicke eines Künstlers
- Jazz in Hamburg – von einer Wüste zur Oase
- Wir sind was wir sind und das deswegen, weil wir lernen und erinnern - Mit Eric Kandel "Auf der Suche nach dem Gedächtnis"
- Begegnungen mit Komponisten György Ligeti - Gespräch zur Eröffnung der Ausstellung
- Ich - Einfach Unverbesserlich: Jan Delay und der neue 3D-Animationsfilm
- Das Massaker von Katyn - der neue Film von Andrzej Wajda
- Lila, Lila
- Stefan Szczygiel: Urban Spaces
- Im Gespräch: Claus Friede mit dem Zeichner Nils Kasiske
- 18. Filmfest Hamburg: Gainsbourg
- Wenn es dunkel wird, kommen die Bilder
- Harbour Front: Was Sehnsucht bewegt
- bauhouse - ein Konzertprojekt der besonderen Art



