Events Bildende Kunst
Veranstaltung
- Titel:
- Arnold Fiedler: "Schwarze Landschaften nach Sturm"
- Wann:
- 24.02.2012 - 01.04.2012
- Wo:
- Galerie Carstensen - Hamburg
- Kategorie:
- Bildende Kunst
Beschreibung
Ausstellung zum 50. Jahrestag der Hamburger Sturmflut von 1962
Der Hamburger Künstler erlebte als Augenzeuge die schwere Sturmflut von 1962. Eine Ausstellung in der galerie carstensen zeigt ab dem 24. Februar 2012 anlässlich des 50. Jahrestages der Hamburger Sturmflut Arnold Fiedlers 'Sturmflutbilder' im Kontext seines Gesamtwerkes. Begleitend erscheint ein reich bebilderter Ausstellungskatalog.
In diesem Februar jährt sich die schwere Hamburger Sturmflut von 1962 zum fünfzigsten Mal. Sie ist als Katastrophe tief im kollektiven Gedächtnis der Stadt verwurzelt. Der in Paris und Hamburg lebende Künstler Arnold Fiedler hatte diese Naturkatastrophe als Augenzeuge miterlebt und in eine Serie von komplexen Tuschzeichnungen übersetzt.
Fiedler legte die Elbe mit tiefschwarzer japanischer Tusche als einen dunklen Farbstrom mit festen horizontal ausgeführten Pinselbewegungen auf das Papier. Die kraftvoll aufgetragenen schwarzen Flächen symbolisierten für ihn die unbändige Kraft des Stromes, dessen Wasser sich schwer über die schlafende Stadt ergossen hatte. Bei einigen Bildern füllte das Schwarz fast das gesamte Blatt. Darüber ritzte und zeichnete Arnold Fiedler vertikal ein feines Liniennetz, die für den stilisierten Plan der Stadt und Teile der Hafenarchitektur stehen. Die Zerbrechlichkeit menschlichen Lebens angesichts der hier wirkenden Naturkräfte wird aus diesen kraftvollen Blättern noch heute unmittelbar deutlich.
Arnold Fiedler(1900 - 1985), aufgewachsen am Hamburger Hafen, später am Pariser Montparnasse und am Hamburger Grindel lebend, hat häufig urbane Themen variiert. Die Vielfältigkeit des urbanen Lebens ist überhaupt eine wesentliche Inspiration für das gesamte Werk des Künstlers. Stilisierte Stadtpläne, Bilder nächtlicher Städte und urbanen Lebens treten in allen Werkphasen von Arnold Fiedler und in den unterschiedlichsten Abstraktionsgraden auf.
Der Hamburger Galerist Holger Carstensen präsentiert in seiner Ausstellung neben den "Schwarzen Landschaften nach Sturm", die unter dem Eindruck der 1962er Sturmflut entstanden sind, weitere abstrahierte Stadtpläne und Arbeiten auf Papier aus den kunstgeschichtlich besonders wertvollen 1950er und 1960er "Pariser Jahren" des Künstlers sowie aus dessen poetischen Spätwerk. Damit werden die noch vorhandenen 13 Blätter dieser Serie erstmals seit Ihrer Entstehung wieder komplett der Öffentlichkeit präsentiert.
Abb.: Arnold Fiedler: "Schwarze Landschaft nach Sturm", 1962
Der Hamburger Künstler erlebte als Augenzeuge die schwere Sturmflut von 1962. Eine Ausstellung in der galerie carstensen zeigt ab dem 24. Februar 2012 anlässlich des 50. Jahrestages der Hamburger Sturmflut Arnold Fiedlers 'Sturmflutbilder' im Kontext seines Gesamtwerkes. Begleitend erscheint ein reich bebilderter Ausstellungskatalog.
In diesem Februar jährt sich die schwere Hamburger Sturmflut von 1962 zum fünfzigsten Mal. Sie ist als Katastrophe tief im kollektiven Gedächtnis der Stadt verwurzelt. Der in Paris und Hamburg lebende Künstler Arnold Fiedler hatte diese Naturkatastrophe als Augenzeuge miterlebt und in eine Serie von komplexen Tuschzeichnungen übersetzt.
Fiedler legte die Elbe mit tiefschwarzer japanischer Tusche als einen dunklen Farbstrom mit festen horizontal ausgeführten Pinselbewegungen auf das Papier. Die kraftvoll aufgetragenen schwarzen Flächen symbolisierten für ihn die unbändige Kraft des Stromes, dessen Wasser sich schwer über die schlafende Stadt ergossen hatte. Bei einigen Bildern füllte das Schwarz fast das gesamte Blatt. Darüber ritzte und zeichnete Arnold Fiedler vertikal ein feines Liniennetz, die für den stilisierten Plan der Stadt und Teile der Hafenarchitektur stehen. Die Zerbrechlichkeit menschlichen Lebens angesichts der hier wirkenden Naturkräfte wird aus diesen kraftvollen Blättern noch heute unmittelbar deutlich.
Arnold Fiedler(1900 - 1985), aufgewachsen am Hamburger Hafen, später am Pariser Montparnasse und am Hamburger Grindel lebend, hat häufig urbane Themen variiert. Die Vielfältigkeit des urbanen Lebens ist überhaupt eine wesentliche Inspiration für das gesamte Werk des Künstlers. Stilisierte Stadtpläne, Bilder nächtlicher Städte und urbanen Lebens treten in allen Werkphasen von Arnold Fiedler und in den unterschiedlichsten Abstraktionsgraden auf.
Der Hamburger Galerist Holger Carstensen präsentiert in seiner Ausstellung neben den "Schwarzen Landschaften nach Sturm", die unter dem Eindruck der 1962er Sturmflut entstanden sind, weitere abstrahierte Stadtpläne und Arbeiten auf Papier aus den kunstgeschichtlich besonders wertvollen 1950er und 1960er "Pariser Jahren" des Künstlers sowie aus dessen poetischen Spätwerk. Damit werden die noch vorhandenen 13 Blätter dieser Serie erstmals seit Ihrer Entstehung wieder komplett der Öffentlichkeit präsentiert.
Abb.: Arnold Fiedler: "Schwarze Landschaft nach Sturm", 1962
Veranstaltungsort
- Ort:
- Galerie Carstensen - Website
- Straße:
- Brüderstrasse 9
- PLZ:
- 20355
- Stadt:
- Hamburg
- Bundesland:
- Hamburg
- Land:
-
EventList powered by schlu.net
Beliebte Kunst und Kultur Artikel
- Nach 25 Jahren Kind geblieben
- "Elbphilharmonie Kulturcafé" in Hamburg eröffnet
- Vladislav Sendecki mit Hamburger Jazzpreis 2011 ausgezeichnet
- Portugal liegt am Hafen
- Die Quadratur des Kreises: Moscheen traditionell und modern
- Der-2009-Zeichen-Kultur-Port-Gastbeitrag: Non-Profit versus Social-Profit
- Der Hamburger Jedermann: Nur meine Seele und kein Geld!
- Ich habe beschlossen, heute glücklich zu sein. Und wenn ihr wollt, könnt ihr mitmachen!
- Nachlese: Jazz-Picknick auf den Marco-Polo-Terrassen
- Stephan Balkenhol Interview mit dem Bildhauer
- Die Lange Nacht der Museen: Elbjazz im Rathaus
- Uwe Timm Interview mit dem Schriftsteller
- Bravo Charlie – oder ein anonymer Seemannsgruß
- Filmfest Hamburg: Coco Chanel und Igor Strawinsky
- Festivaleröffnung Hamburger Klangwerktage für zeitgenössische Musik
- 100 Jahre Mönckebergstraße - Stadt im Wandel
- Hamburg und seine Brücken - Einblicke in die Architektur
- "Eisenvogel" oder wie man Gebirge überwindet
- Till Nowak Interview mit dem Medienkünstler und -designer
- ELBJAZZ Festival Lounge 2010 - Interviews im Hamburger Hafen
- Städtepartnerschaft schön geschrieben
- Kunst und Kultur - kurz vorgestellt: LORIOT Ach was!
- Rezensiert! "The Fall"
- Im Gespräch: Dagmar Leischow mit der schwedischen Band ODDJOB
- Wie sich beim ELBJAZZ Festival Neue Musik, Literatur und Jazz begegnen
- Ein surrealer Flohmarkt - Michael Jacksons Neverland-Ranch im Ausverkauf
- Kunst und Kultur - kurz vorgestellt: Das ELBJAZZ Festival lotet die Bandbreite aus
- Wim Bosch - Fruchtbare Augenblicke eines Künstlers
- Jazz in Hamburg – von einer Wüste zur Oase
- Wir sind was wir sind und das deswegen, weil wir lernen und erinnern - Mit Eric Kandel "Auf der Suche nach dem Gedächtnis"
- Begegnungen mit Komponisten György Ligeti - Gespräch zur Eröffnung der Ausstellung
- Ich - Einfach Unverbesserlich: Jan Delay und der neue 3D-Animationsfilm
- Das Massaker von Katyn - der neue Film von Andrzej Wajda
- Lila, Lila
- Stefan Szczygiel: Urban Spaces
- Im Gespräch: Claus Friede mit dem Zeichner Nils Kasiske
- 18. Filmfest Hamburg: Gainsbourg
- Wenn es dunkel wird, kommen die Bilder
- Harbour Front: Was Sehnsucht bewegt
- bauhouse - ein Konzertprojekt der besonderen Art


