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Veranstaltung
- Titel:
- Axel Ranisch: "Dicke Mädchen"
- Wann:
- 08.02.2012 19.00 Uhr
- Wo:
- Filmforum / Kino im Museum Ludwig - Köln
- Kategorie:
- Film
Beschreibung
D 2011, 77 Min.
Am 28. Februar 1962 sorgten 26 Filmemacher bei den 8. Westdeutschen Kurzfilmtagen Oberhausen mit einer Pressekonferenz unter dem Titel »Papas Kino ist tot« für Aufsehen. Der cineastische Nachwuchs war des sich Verdrängungsmechanismen bedienenden Unterhaltungskinos der Nachkriegszeit überdrüssig. Er verlangte die Förderung des künstlerischen Films und dessen Freiheit, fernab jeglicher Bevormundung durch andere Instanzen.
Die Presse reagierte auf die Verlesung der Forderungen eher verhalten, das Echo war weitestgehend negativ und auch die Spielfilmbranche stand den jungen Wilden ablehnend gegenüber. Und doch setzte die Aktion eine Bewegung in Gang: Heute gilt das Oberhausener Manifest als Geburtsstunde des »Jungen deutschen Films«. Die Weichen, die das Oberhausener Manifest damals gestellt hat, sind unverkennbar. Denn nicht nur inhaltlich und stilistisch wehte ein neuer Wind über die Leinwände, auch die Filmindustrie begann sich zu verändern. So können z. B. das Filmförderungsgesetz und die Filmförderungsanstalt FFA auch auf das Manifest zurückgeführt werden.
Doch wie ist es heutzutage um den deutschen Film bestellt? Sind die Strukturen des deutschen Filmsystems überhaupt noch zeitgemäß? Sind die von den Oberhausenern erkämpften Neuerungen nicht längst schon zu Konventionen erstarrt? Schnitt – Das Filmmagazin hat anlässlich des 50. Jubiläums des Manifests Filmschaffende um ein Statement zum aktuellen Stand des deutschen Kinos befragt.
Den Beweis, wie kreativ und lebendig das aktuelle deutsche Kino auch jenseits institutioneller Strukturen sein kann, tritt Regisseur Axel Ranisch mit seinem
Debütfilm »Dicke Mädchen« an. In nur drei Monaten entstand die Geschichte von Sven, der sich in den Pfleger seiner demenzkranken Mutter verliebt, – mit einem Budget von 517 Euro. Mit wenigen Mitteln hat Ranisch hier große Fabulierlust auf die Leinwand gezaubert.
Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit dem Regisseur Axel Ranisch und dem Hauptdarsteller Heiko Pinkowski statt – u. a. darüber, wie frei die deutsche Filmkunst heutzutage ist und ob nicht die Zeit reif sein könnte für ein neues Manifest.
»ifs-Begegnung« Schnitt. Thema: 50 Jahre Oberhausener Manifest
Eine Veranstaltung des Filmmagazins Schnitt und der ifs internationale filmschule köln im Rahmen des Filmforums NRW e. V.
Eintritt frei
Am 28. Februar 1962 sorgten 26 Filmemacher bei den 8. Westdeutschen Kurzfilmtagen Oberhausen mit einer Pressekonferenz unter dem Titel »Papas Kino ist tot« für Aufsehen. Der cineastische Nachwuchs war des sich Verdrängungsmechanismen bedienenden Unterhaltungskinos der Nachkriegszeit überdrüssig. Er verlangte die Förderung des künstlerischen Films und dessen Freiheit, fernab jeglicher Bevormundung durch andere Instanzen.
Die Presse reagierte auf die Verlesung der Forderungen eher verhalten, das Echo war weitestgehend negativ und auch die Spielfilmbranche stand den jungen Wilden ablehnend gegenüber. Und doch setzte die Aktion eine Bewegung in Gang: Heute gilt das Oberhausener Manifest als Geburtsstunde des »Jungen deutschen Films«. Die Weichen, die das Oberhausener Manifest damals gestellt hat, sind unverkennbar. Denn nicht nur inhaltlich und stilistisch wehte ein neuer Wind über die Leinwände, auch die Filmindustrie begann sich zu verändern. So können z. B. das Filmförderungsgesetz und die Filmförderungsanstalt FFA auch auf das Manifest zurückgeführt werden.
Doch wie ist es heutzutage um den deutschen Film bestellt? Sind die Strukturen des deutschen Filmsystems überhaupt noch zeitgemäß? Sind die von den Oberhausenern erkämpften Neuerungen nicht längst schon zu Konventionen erstarrt? Schnitt – Das Filmmagazin hat anlässlich des 50. Jubiläums des Manifests Filmschaffende um ein Statement zum aktuellen Stand des deutschen Kinos befragt.
Den Beweis, wie kreativ und lebendig das aktuelle deutsche Kino auch jenseits institutioneller Strukturen sein kann, tritt Regisseur Axel Ranisch mit seinem
Debütfilm »Dicke Mädchen« an. In nur drei Monaten entstand die Geschichte von Sven, der sich in den Pfleger seiner demenzkranken Mutter verliebt, – mit einem Budget von 517 Euro. Mit wenigen Mitteln hat Ranisch hier große Fabulierlust auf die Leinwand gezaubert.
Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit dem Regisseur Axel Ranisch und dem Hauptdarsteller Heiko Pinkowski statt – u. a. darüber, wie frei die deutsche Filmkunst heutzutage ist und ob nicht die Zeit reif sein könnte für ein neues Manifest.
»ifs-Begegnung« Schnitt. Thema: 50 Jahre Oberhausener Manifest
Eine Veranstaltung des Filmmagazins Schnitt und der ifs internationale filmschule köln im Rahmen des Filmforums NRW e. V.
Eintritt frei
Veranstaltungsort
- Ort:
- Filmforum / Kino im Museum Ludwig
- Straße:
- Bischofsgartenstr. 1
- PLZ:
- 50667
- Stadt:
- Köln
- Bundesland:
- Nordrhein-Westfalen
- Land:
-
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