Events – gehen und genießen
Veranstaltung
- Titel:
- Franca Rame und Dario Fo: "Offene Zweierbeziehung"
- Wann:
- 15.02.2012 - 19.02.2012 20.00 Uhr
- Wo:
- Polittbüro - Hamburg
- Kategorie:
- Theater - Tanz
Beschreibung
Mit Wanja Mues und Lisa Politt
Als Dario Fo 1997 mit dem Nobelpreis geehrt wurde, charakterisierten die Juroren ihn als einen Bühnenkünstler, "der in Nachfolge der mittelalterlichen Gaukler die Macht geißelt und die Würde der Schwachen und Gedemütigten wiederaufrichtet". Im Komödienklassiker "Offene Zweierbeziehung" wirft das italienische Autorenduo Dario Fo und Franca Rame einen gnadenlos genauen Blick auf den alltäglichen Wahnsinn von Paarbeziehungen. Die tempo- und pointenreichen Dialoge springen zwischen Vorwürfen und Versöhnungsversuchen hin und her, wobei Verletzungen des anderen genussvoll in Kauf genommen werden. Vermeintliche Toleranz kippt in Sekundenschnelle in rasende Eifersucht. Denn die Großzügigkeit hat ihr Ende, sobald das eigene Herz in Gefahr gerät: Liebe hat immer auch mit Besitz zu tun – so die Kernaussage, die von Wanja Mues und Lisa Politt unter der Regie von Boris Heinrich auf Aktualität hin überprüft wird. Die Komödie "Offene Zweierbeziehung" ist nur hintergründig als politische Satire zu verstehen, geißelt sie doch immerhin die Denk- und Empfindungsansätze in der bürgerlichen Ehe. Zielscheibe des Paares Franca Rame und Dario Fo ist der Mann, der in der Komödie nicht einmal einen Namen hat. Er geht folglich "notgedrungen" auf die Pirsch, um seine sexuellen Begierden zu befriedigen. Antonia, seine Gattin, begeht in ihrer Verzweiflung Selbstmord - jeden Donnerstag. Zumindest versucht sie es. Als die Geschichte eskaliert, schlägt Mann ihr vor, eine offene Zweierbeziehung zu leben. Man zieht auseinander und Mann geht eifrig seiner Wege. Antonia hingegen hat mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen: Orangenhaut, den Fettpölsterchen auf den Hüften und deren mangelndem Schwung, Hängehintern und last but not least mit der Unfähigkeit, anzubandeln. Sie führen also eine moderne Ehe und bieten alles, was unter aufgeschlossen Menschen zum Arsenal eines ordentlichen Rosenkriegs gehört: unterschwellige Vorwürfe, offene Feindschaften bis hin zu Handgreiflichkeiten - und während sie treu ist, geht er fremd. Die alte Geschichte, schon wieder..? Dann nämlich begegnet ihr ein Mann der Superlative: Kernphysiker, Universitätslehrer, Nobelpreisanwärter, Rockmusiker und Poet…Aufführungsrechte: Verlag Autorenagentur, Berlin.
Regie: Boris Heinrich
Eintritt 15,00 Euro, ermäßigt 10,00 Euro Freie Platzwahl
Foto: Mues/Politt
Als Dario Fo 1997 mit dem Nobelpreis geehrt wurde, charakterisierten die Juroren ihn als einen Bühnenkünstler, "der in Nachfolge der mittelalterlichen Gaukler die Macht geißelt und die Würde der Schwachen und Gedemütigten wiederaufrichtet". Im Komödienklassiker "Offene Zweierbeziehung" wirft das italienische Autorenduo Dario Fo und Franca Rame einen gnadenlos genauen Blick auf den alltäglichen Wahnsinn von Paarbeziehungen. Die tempo- und pointenreichen Dialoge springen zwischen Vorwürfen und Versöhnungsversuchen hin und her, wobei Verletzungen des anderen genussvoll in Kauf genommen werden. Vermeintliche Toleranz kippt in Sekundenschnelle in rasende Eifersucht. Denn die Großzügigkeit hat ihr Ende, sobald das eigene Herz in Gefahr gerät: Liebe hat immer auch mit Besitz zu tun – so die Kernaussage, die von Wanja Mues und Lisa Politt unter der Regie von Boris Heinrich auf Aktualität hin überprüft wird. Die Komödie "Offene Zweierbeziehung" ist nur hintergründig als politische Satire zu verstehen, geißelt sie doch immerhin die Denk- und Empfindungsansätze in der bürgerlichen Ehe. Zielscheibe des Paares Franca Rame und Dario Fo ist der Mann, der in der Komödie nicht einmal einen Namen hat. Er geht folglich "notgedrungen" auf die Pirsch, um seine sexuellen Begierden zu befriedigen. Antonia, seine Gattin, begeht in ihrer Verzweiflung Selbstmord - jeden Donnerstag. Zumindest versucht sie es. Als die Geschichte eskaliert, schlägt Mann ihr vor, eine offene Zweierbeziehung zu leben. Man zieht auseinander und Mann geht eifrig seiner Wege. Antonia hingegen hat mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen: Orangenhaut, den Fettpölsterchen auf den Hüften und deren mangelndem Schwung, Hängehintern und last but not least mit der Unfähigkeit, anzubandeln. Sie führen also eine moderne Ehe und bieten alles, was unter aufgeschlossen Menschen zum Arsenal eines ordentlichen Rosenkriegs gehört: unterschwellige Vorwürfe, offene Feindschaften bis hin zu Handgreiflichkeiten - und während sie treu ist, geht er fremd. Die alte Geschichte, schon wieder..? Dann nämlich begegnet ihr ein Mann der Superlative: Kernphysiker, Universitätslehrer, Nobelpreisanwärter, Rockmusiker und Poet…Aufführungsrechte: Verlag Autorenagentur, Berlin.
Regie: Boris Heinrich
Eintritt 15,00 Euro, ermäßigt 10,00 Euro Freie Platzwahl
Foto: Mues/Politt
Veranstaltungsort
- Ort:
- Polittbüro - Website
- Straße:
- Steindamm 45
- PLZ:
- 20095
- Stadt:
- Hamburg
- Bundesland:
- Hamburg
- Land:
-
EventList powered by schlu.net
Beliebte Kunst und Kultur Artikel
- Nach 25 Jahren Kind geblieben
- "Elbphilharmonie Kulturcafé" in Hamburg eröffnet
- Vladislav Sendecki mit Hamburger Jazzpreis 2011 ausgezeichnet
- Portugal liegt am Hafen
- Die Quadratur des Kreises: Moscheen traditionell und modern
- Der-2009-Zeichen-Kultur-Port-Gastbeitrag: Non-Profit versus Social-Profit
- Der Hamburger Jedermann: Nur meine Seele und kein Geld!
- Ich habe beschlossen, heute glücklich zu sein. Und wenn ihr wollt, könnt ihr mitmachen!
- Nachlese: Jazz-Picknick auf den Marco-Polo-Terrassen
- Stephan Balkenhol Interview mit dem Bildhauer
- Die Lange Nacht der Museen: Elbjazz im Rathaus
- Uwe Timm Interview mit dem Schriftsteller
- Bravo Charlie – oder ein anonymer Seemannsgruß
- Filmfest Hamburg: Coco Chanel und Igor Strawinsky
- Festivaleröffnung Hamburger Klangwerktage für zeitgenössische Musik
- 100 Jahre Mönckebergstraße - Stadt im Wandel
- Hamburg und seine Brücken - Einblicke in die Architektur
- "Eisenvogel" oder wie man Gebirge überwindet
- Till Nowak Interview mit dem Medienkünstler und -designer
- ELBJAZZ Festival Lounge 2010 - Interviews im Hamburger Hafen
- Städtepartnerschaft schön geschrieben
- Kunst und Kultur - kurz vorgestellt: LORIOT Ach was!
- Rezensiert! "The Fall"
- Im Gespräch: Dagmar Leischow mit der schwedischen Band ODDJOB
- Wie sich beim ELBJAZZ Festival Neue Musik, Literatur und Jazz begegnen
- Ein surrealer Flohmarkt - Michael Jacksons Neverland-Ranch im Ausverkauf
- Kunst und Kultur - kurz vorgestellt: Das ELBJAZZ Festival lotet die Bandbreite aus
- Wim Bosch - Fruchtbare Augenblicke eines Künstlers
- Jazz in Hamburg – von einer Wüste zur Oase
- Wir sind was wir sind und das deswegen, weil wir lernen und erinnern - Mit Eric Kandel "Auf der Suche nach dem Gedächtnis"
- Begegnungen mit Komponisten György Ligeti - Gespräch zur Eröffnung der Ausstellung
- Ich - Einfach Unverbesserlich: Jan Delay und der neue 3D-Animationsfilm
- Das Massaker von Katyn - der neue Film von Andrzej Wajda
- Lila, Lila
- Stefan Szczygiel: Urban Spaces
- Im Gespräch: Claus Friede mit dem Zeichner Nils Kasiske
- 18. Filmfest Hamburg: Gainsbourg
- Wenn es dunkel wird, kommen die Bilder
- Harbour Front: Was Sehnsucht bewegt
- bauhouse - ein Konzertprojekt der besonderen Art


