Events – gehen und genießen
Veranstaltung
- Titel:
- Martin Paulus: "Die Züge des Kommenden"
- Wann:
- 28.10.2011 - 10.02.2012
- Wo:
- Osterwalder´s Art Office - Hamburg
- Kategorie:
- Bildende Kunst
Beschreibung
Neue Bilder: Der Maler, Zeichner und Schriftsteller Martin Paulus zeigt in seiner zweiten Einzelausstellung in Osterwalder's Art Office groß- und kleinformatige Bilder aus den aktuellen Arbeitszyklen.
Martin Paulus beschäftigt sich seit Jahren intensiv und kontinuierlich mit dem Thema der Vergänglichkeit, des Stofflichen und des Geheimnisvollen. Für sein Schaffen nutzt er die Amateuraufnahmen anonymer Photographen – nicht als heimliche Vorlagen, sondern indem er sie ganz direkt thematisiert. Auch das Photoalbum seiner eigenen Eltern dient ihm immer wieder als Vorlage.
Während viele Arbeiten der Ausstellung primär das Photo als Quelle und Anregung für die malerische und zeichnerische Darstellung nutzen und dabei oft den Charakter alter Photographien imitieren, dienen bei anderen Werken gelegentlich Fundstücke als Bildträger für die photographischen Motive. Sie verschmelzen mit malerisch bearbeiteten Flächen oder treten in einen Dialog mit zeichnerischen Elementen. Alte Blechteile, Holzplatten, Akten, beschriebene oder vergilbte Papiere und Kartons, die einst als Rückwände von Bilderrahmen dienten, werden zu Malgrund und Rahmen gleichzeitig. Sie sind meist monochrom mit manchmal ausfransenden Rändern und blinden Flecken.
Paulus evoziert Erinnerungen, Kindheitsassoziationen, Gedächtnisfetzen ... Die Zeit liegt wie ein Schleier über diesen Bildern. Manche Motive scheinen sich während des Betrachtens zu verflüchtigen, andere treten zunehmend stärker aus dem Malgrund hervor, als wären es Photographien, die noch im Entwicklerbad liegen und nur allmählich Kontur gewinnen.
In der Galerie sind diverse Publikationen von Martin Paulus erhältlich; dies sind – neben seinem jüngsten Werk Silber am Himmel – auch die 2005 erschienen Die Alben oder Indisches Leporello.
... Den Bildern von Martin Paulus sieht man ihr photographisches Vorleben, ihre photographische Vergangenheit nicht an. Sie scheinen sich davon gelöst, sie bewältigt zu haben und sind andere Wege gegangen. Es sieht so aus, als sei das dokumentarische Material alter Photos durch den Maler hindurch gelaufen und dabei von dessen Subjektivität so gefiltert worden, dass von der photographischen Herkunft nichts übrig blieb. Was vor Jahren oder Jahrzehnten vor einer Linse stattgefunden hat, zeitlich gut abgehangen und nie mehr wiederholbar ist, das hat Martin Paulus bis zu uns in die unmittelbare Gegenwart herein verlängert ... Hans Lechleitner
Martin Paulus (geb. 1961) hat an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert. Er war der offizielle deutsche Künstler für die Olympiade 1992 in Barcelona, und erhielt das Graduiertenstipendium der Akademie der Bildenden Künste in München. Paulus war in zahlreichen Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen national und international vertreten. In Hamburg zeigt er seine Werke zum nunmehr vierten Mal. Er lebt und arbeitet in Landsberg am Lech.
Zum Ausstellungszyklus Die Züge des Kommenden erscheint das Buch Silber am Himmel.
Neue Öffnungszeiten: Mi – Fr 11 – 18 h / Samstag 11 – 18 Uhr nur in der Eröffnungswoche
Bildnachweise: 1. Schwäne (Atlas) 2009, Ölpastell auf Karton, 40 x 53,5 cm
2. Luftschiff über Ebene (groß), 2011, Ölpastell auf Stoff, 180 x 195 cm
3. Schispringer (Schrank), 2010, Ölpastell auf Holz, 29 x 33,5 x 11 cm
4. Mann im Schnee (Blau), 2010/11, Öl auf Holz, 21,5 x 20 cm
5. Luftschiff über Ebene I, 2010, Öl auf Holz, 16 x 18 cm
6. Frau auf dem Rollfeld (groß), 2009, Ölpastell auf Stoff, 180 x 195
Martin Paulus beschäftigt sich seit Jahren intensiv und kontinuierlich mit dem Thema der Vergänglichkeit, des Stofflichen und des Geheimnisvollen. Für sein Schaffen nutzt er die Amateuraufnahmen anonymer Photographen – nicht als heimliche Vorlagen, sondern indem er sie ganz direkt thematisiert. Auch das Photoalbum seiner eigenen Eltern dient ihm immer wieder als Vorlage.
Während viele Arbeiten der Ausstellung primär das Photo als Quelle und Anregung für die malerische und zeichnerische Darstellung nutzen und dabei oft den Charakter alter Photographien imitieren, dienen bei anderen Werken gelegentlich Fundstücke als Bildträger für die photographischen Motive. Sie verschmelzen mit malerisch bearbeiteten Flächen oder treten in einen Dialog mit zeichnerischen Elementen. Alte Blechteile, Holzplatten, Akten, beschriebene oder vergilbte Papiere und Kartons, die einst als Rückwände von Bilderrahmen dienten, werden zu Malgrund und Rahmen gleichzeitig. Sie sind meist monochrom mit manchmal ausfransenden Rändern und blinden Flecken.
Paulus evoziert Erinnerungen, Kindheitsassoziationen, Gedächtnisfetzen ... Die Zeit liegt wie ein Schleier über diesen Bildern. Manche Motive scheinen sich während des Betrachtens zu verflüchtigen, andere treten zunehmend stärker aus dem Malgrund hervor, als wären es Photographien, die noch im Entwicklerbad liegen und nur allmählich Kontur gewinnen.
In der Galerie sind diverse Publikationen von Martin Paulus erhältlich; dies sind – neben seinem jüngsten Werk Silber am Himmel – auch die 2005 erschienen Die Alben oder Indisches Leporello.
... Den Bildern von Martin Paulus sieht man ihr photographisches Vorleben, ihre photographische Vergangenheit nicht an. Sie scheinen sich davon gelöst, sie bewältigt zu haben und sind andere Wege gegangen. Es sieht so aus, als sei das dokumentarische Material alter Photos durch den Maler hindurch gelaufen und dabei von dessen Subjektivität so gefiltert worden, dass von der photographischen Herkunft nichts übrig blieb. Was vor Jahren oder Jahrzehnten vor einer Linse stattgefunden hat, zeitlich gut abgehangen und nie mehr wiederholbar ist, das hat Martin Paulus bis zu uns in die unmittelbare Gegenwart herein verlängert ... Hans Lechleitner
Martin Paulus (geb. 1961) hat an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert. Er war der offizielle deutsche Künstler für die Olympiade 1992 in Barcelona, und erhielt das Graduiertenstipendium der Akademie der Bildenden Künste in München. Paulus war in zahlreichen Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen national und international vertreten. In Hamburg zeigt er seine Werke zum nunmehr vierten Mal. Er lebt und arbeitet in Landsberg am Lech.
Zum Ausstellungszyklus Die Züge des Kommenden erscheint das Buch Silber am Himmel.
Neue Öffnungszeiten: Mi – Fr 11 – 18 h / Samstag 11 – 18 Uhr nur in der Eröffnungswoche
Bildnachweise: 1. Schwäne (Atlas) 2009, Ölpastell auf Karton, 40 x 53,5 cm
2. Luftschiff über Ebene (groß), 2011, Ölpastell auf Stoff, 180 x 195 cm
3. Schispringer (Schrank), 2010, Ölpastell auf Holz, 29 x 33,5 x 11 cm
4. Mann im Schnee (Blau), 2010/11, Öl auf Holz, 21,5 x 20 cm
5. Luftschiff über Ebene I, 2010, Öl auf Holz, 16 x 18 cm
6. Frau auf dem Rollfeld (groß), 2009, Ölpastell auf Stoff, 180 x 195
Veranstaltungsort
- Ort:
- Osterwalder´s Art Office - Website
- Straße:
- Isestrasse 37
- PLZ:
- 20144
- Stadt:
- Hamburg
- Bundesland:
- Hamburg
- Land:
-
EventList powered by schlu.net
Beliebte Kunst und Kultur Artikel
- Nach 25 Jahren Kind geblieben
- "Elbphilharmonie Kulturcafé" in Hamburg eröffnet
- Vladislav Sendecki mit Hamburger Jazzpreis 2011 ausgezeichnet
- Portugal liegt am Hafen
- Die Quadratur des Kreises: Moscheen traditionell und modern
- Der-2009-Zeichen-Kultur-Port-Gastbeitrag: Non-Profit versus Social-Profit
- Der Hamburger Jedermann: Nur meine Seele und kein Geld!
- Ich habe beschlossen, heute glücklich zu sein. Und wenn ihr wollt, könnt ihr mitmachen!
- Nachlese: Jazz-Picknick auf den Marco-Polo-Terrassen
- Stephan Balkenhol Interview mit dem Bildhauer
- Die Lange Nacht der Museen: Elbjazz im Rathaus
- Uwe Timm Interview mit dem Schriftsteller
- Bravo Charlie – oder ein anonymer Seemannsgruß
- Filmfest Hamburg: Coco Chanel und Igor Strawinsky
- Festivaleröffnung Hamburger Klangwerktage für zeitgenössische Musik
- 100 Jahre Mönckebergstraße - Stadt im Wandel
- Hamburg und seine Brücken - Einblicke in die Architektur
- "Eisenvogel" oder wie man Gebirge überwindet
- Till Nowak Interview mit dem Medienkünstler und -designer
- ELBJAZZ Festival Lounge 2010 - Interviews im Hamburger Hafen
- Städtepartnerschaft schön geschrieben
- Kunst und Kultur - kurz vorgestellt: LORIOT Ach was!
- Rezensiert! "The Fall"
- Im Gespräch: Dagmar Leischow mit der schwedischen Band ODDJOB
- Wie sich beim ELBJAZZ Festival Neue Musik, Literatur und Jazz begegnen
- Ein surrealer Flohmarkt - Michael Jacksons Neverland-Ranch im Ausverkauf
- Kunst und Kultur - kurz vorgestellt: Das ELBJAZZ Festival lotet die Bandbreite aus
- Wim Bosch - Fruchtbare Augenblicke eines Künstlers
- Jazz in Hamburg – von einer Wüste zur Oase
- Wir sind was wir sind und das deswegen, weil wir lernen und erinnern - Mit Eric Kandel "Auf der Suche nach dem Gedächtnis"
- Begegnungen mit Komponisten György Ligeti - Gespräch zur Eröffnung der Ausstellung
- Ich - Einfach Unverbesserlich: Jan Delay und der neue 3D-Animationsfilm
- Das Massaker von Katyn - der neue Film von Andrzej Wajda
- Lila, Lila
- Stefan Szczygiel: Urban Spaces
- Im Gespräch: Claus Friede mit dem Zeichner Nils Kasiske
- 18. Filmfest Hamburg: Gainsbourg
- Wenn es dunkel wird, kommen die Bilder
- Harbour Front: Was Sehnsucht bewegt
- bauhouse - ein Konzertprojekt der besonderen Art



