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Theater - Tanz

Das Allee-Theater startet durch: Neuer Intendant. Neues Logo. Neue Spielzeit.

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Freitag, den 07. Juli 2017 um 09:08 Uhr
Das Allee-Theater startet durch: Neuer Intendant. Neues Logo. Neue Spielzeit. 3.4 out of 5 based on 91 votes.
Das Allee-Theater startet durch: Neuer Intendant. Neues Logo. Neue Spielzeit.

Der Wechsel zur nächsten Leitungsgeneration hatte die Hamburger Kammeroper kurzzeitig in schwere Wetter gebracht. Doch in der kommenden Spielzeit startet Hamburgs kleines Opernhaus – mit dem Theater für Kinder gemeinsam unter dem Dach des Allee-Theaters – kraftvoll durch.

„Theater lebt vom Neubeginn, vom ständigen Aufbruch.“ Optimistisch, klar und kompetent präsentierte Marius Adam, als Intendant nun Nachfolger des Gründers Uwe Deeken, im kleinen Theater an der Max-Brauer-Allee 76 sein Team und die Pläne für die nächste Spielzeit. Seit April leitet der Musiker, Sänger und Ausgrabungsspezialist für vergessene Opern, der hier schon unzählige Rollen gesungen hat, sowohl das Theater für Kinder als auch die Hamburger Kammeroper. Beide Häuser in einer Hand – das verdeutlicht auch das neue Logo des Theaters mit zwei verschiedenfarbigen Vorhängen und den Worten: Allee Theater – Eine Bühne – Zwei Welten.

Morgens Theater für Kinder, abends Kammeroper für Erwachsene. Am selben Ort, im selben Haus. Auch Dramaturgie und Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sind ab jetzt nicht mehr nach Sparten getrennt, sondern Friederike Barthel und Anne Christoffers geben für beide Häuser Auskunft. Wie nötig das ist, wie unterschiedlich stark die beiden Welten immer noch wahrgenommen bzw. nicht wahrgenommen werden, erläutert Ralph Ertel, der neue Geschäftsführer. Das Theater für Kinder läuft und läuft und feiert in diesem Jahr sein fünfzigjähriges Bestehen! Es ist das älteste deutsche Kindertheater und hatte auch in dieser Spielzeit eine Platzausnutzung von 89 Prozent. Ein Zuwachs bescherte dem Theater für Kinder 18.000 Besucherin der Spielzeit 2016/17.

Die Kammeroper dagegen, die dieselbe kleine Bühne am Abend bespielt, hatte es immer etwas schwerer, sie litt zudem kurzzeitig unter Turbulenzen beim Intendantenwechsel und dem unplanmäßigen Aus für die erste Deeken-Nachfolgerin, Birgit Scherzer und ist derzeit mit nur 38,5 Prozent Platzausnutzung aus der institutionellen Förderung gefallen ist. Doch dafür sind Freunde und Sponsoren eingesprungen, und auch die Kulturbehörde hat mit einer Anschubfinanzierung dazu beigetragen, dass der Neustart für das einzigartige Theater möglich ist.
Das druckfrische Spielzeitheft, ab jetzt im Theater oder im Internet erhältlich, macht Lust auf beide Theater und gibt Auskunft über neue Wege, neue Reihen, macht neugierig und ist gut geeignet, den eigenen Freunden oder den der Kinder eine Freude zu machen. Und alle Informationen und das bewährte Online-Ticketing für alle Vorstellungen gibt es auch beim renovierten Internet-Auftritt des Allee-Theaters.

Das Theater für Kinder feiert seinen 50.
Und so soll die Spielzeit 2017/18 aussehen: Mit vier Premieren feiert das Theater für Kinder sein Jubiläum: „Traumfresserchen“ nach Michael Ende, „Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse“, das „Dschungelbuch“ und „Der Sängerkrieg der Heidehasen“, zu dem Richard Wagner Musik aus seiner Oper „Tannhäuser“ beisteuert.

Die Kammeroper startet mit der deutschen Erstaufführung einer Rossini-Oper: „La Gazetta“. Premiere ist am 6. Oktober – es ist der Beginn einer kleinen Serie unbekannter publikumswirksamer Opern bekannter Komponisten – „La Rondine“ von Puccini und „Orlando furioso“ aus der Feder des Barockmeisters Vivaldi. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater wird es eine vierte Premiere geben: eine konzertante Aufführung von „La Clemenza di Tito“, der letzten Oper von Wolfgang Amadeus Mozart.
Auch sonst wird sich die Kammeroper in ihrem Programm öffnen: Es wird häufiger mal Liederabende mit Lesungen, gestaltet mit Sängerinnen und Sängern des Allee-Theaters und mit Vorleserin Katharina Schütz. Gelockt werden Zuschauer auch mit niedrigeren Ticket-Preisen jeweils mittwochs und sonntags. Damit der folgende Dialog im Taxi bald der Vergangenheit angehört: Zur Kammeroper, bitte. – Wohin? – Zur Kammeroper. – Nie gehört. – Das ist das Theater für Kinder, die spielen abends Opern in kleiner Besetzung. – Nie gehört. Zum Theater für Kinder wollen Sie? – Ja. – Und die Opern, das machen die echt gut? – Ja. – Dann muss ich da wohl auch mal hin mit meiner Frau, die mag nämlich so was.

Allee-Theater
Spielplan und Online-Tickets für die kommende Spielzeit unter www.alleetheater.de
Theaterkassentelefon, Montag bis Freitag 10-13.30 und 14-18 Uhr:
- Theater für Kinder: (040) 3825 38,
- Kammeroper: (040) 3829 59


Abbildungsnachweis:

Header: Ensemble. Foto: Dr. Joachim Flügel

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