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Musik

Acappellica - Singen macht glücklich!

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Geschrieben von Isabelle Hofmann  -  Freitag, den 07. September 2012 um 17:21 Uhr
Acappellica - Singen macht glücklich! 4.4 out of 5 based on 172 votes.
Acappellica - Singen macht glücklich

„A cappella auf deinen Teller machen die Tage ein wenig heller“, reimen die vier Jungs von Mundial, Hamburgs jüngster Vocal-Band.
Recht haben sie: Singen macht glücklich. Und Mundial wird dazu beitragen, die Hamburger (und alle, die nach Hamburg kommen) vom 13. bis 16. September noch ein bisschen glücklicher zu machen. Denn dann wird die Hansestadt zur Sängerhochburg. Unter dem Motto „Mehr Kunst. Mehr Mensch. Mehr Wert“ präsentiert Acappellica, das erste internationale Vocal-Festival Hamburgs, zwölf Spitzenchöre aus Deutschland, Dänemark und Schweden. Darüber hinaus begleiten 16 Workshops das Sängertreffen. Einen Vorgeschmack vermittelt heute Abend schon mal das Konzert „Ta Ka Taka“ der Latvian Voices & Lytos feat. Laima.

Mit kristallklaren Stimmen und einem Repertoire von der Renaissance bis zum Swing räumt Latvian Voices aus Riga seit ihrer Gründung vor drei Jahren einen Preis nach dem anderen ab. Vor zwei Monaten wurden die sieben Sängerinnen zu den „Champions“ der diesjährigen World Choir Games in Cincinnati (Ohio) gekürt. Mehr geht echt nicht! In ihrem neuen Programm bietet der attraktive junge Kammerchor einen Clash aus Klassik, Ethno, Pop und Weltmusik, dazu kommen in Hamburg noch zwei Gäste, die den eher mystisch-meditativen Sound der stimmgewaltigen Mädel zweifellos gründlich aufmischen werden: Der spanische Beatboxer Lytos und die junge lettische Kokle-Virtuosin Laima Jansone. (8.9., 20 Uhr, KulturKirche Altona).


So hochkarätig wie beim Pre-Opening geht’s kommende Woche auch bei der offiziellen Festivaleröffnung weiter: Maybebop, das schräge Pop-Quartett aus Hannover, hat sich mit seinen irre komischen Bühnenshows längst bundesweit einen Namen gemacht. Im Uebel & Gefährlich präsentieren die vier Comedians ihr neues Programm „Extrem nah dran“: eigene Songs auf Deutsch, die sich ganz dem „alltäglichen Wahnsinn“ widmen. Was darunter zu verstehen ist, sollte man am besten selbst erfahren, zumal Maybebob auch auf Zuruf der Zuschauer improvisiert. Auf welch hohem Niveau, das zeigen die errungenen Preise: Drei Mal Gold bei der renommierten a-cappella-competition in Graz. Die CD-Produktion „Weihnacht“ wurde in den USA sogar als „Beste a-cappella-Xmas CD der Welt“ prämiert!

Auch Basix, die zweite Band des Eröffnungsabends, kann mit Preisen punkten: Mit ihrem Gute-Laune-Mix aus Rock, Pop, Soul und Jazz, sowie starken Eigenkompositionen haben die sechs sympathischen Dänen nicht nur die Charts in ihrer Heimat erobert, sondern auch bei den CARA-Awards (Contemporary A Capella Recording Awards) gewonnen:. Zwei CDs schmücken jetzt das Prädikat „Best European Album“ und „Best Holiday Album.“

Noch drei weitere ausgezeichnete dänische Chöre sind bei Acappellica zu Gast. Das fünfköpfige Postyr Project (14.9.), das sich die Erneuerung und Erweiterung zeitgenössischer Chormusik auf die Fahnen geschrieben hat. The New Voxnorth, ein aus zehn improvisationsfreudigen Sängern und einem Schlagzeugern bestehendes Ensemble, (15.9.), sowie die international gefeierten Vocal Line, eine 30-köpfige Gruppe, die seit ihrer Gründung 1991 auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte zurückblickt. Gemeinsam mit dem Hamburger Pop-Chor Cantaloop bestreitet Vocal Line die Abschlussmatinee am 16.9. in der Laeiszhalle.

Viel Dänemark, keine Frage. Der Grund dafür ist nicht allein der gute Kontakt zum kleinen Königreich, erklärt Dominique Heidle (44), gemeinsam mit Frank Schirmacher (46) Initiator und Leiter des Festivals. Der Grund sei vielmehr die außerordentlich rege und ausgeprägte A-cappella-Szene im nördlichen Nachbarland: „Wir wollen eine möglichst große Vielfalt an Musikstilen bieten. Das ist mit Hilfe der dänischen Gruppen auch gelungen“. Von den ehemaligen Uetersener Chorknaben, die sich zum Klassik-Ensemble Quartonal zusammengeschlossen haben, über die Hamburger Gruppen KlangGold und Gospolitans, reicht das Spektrum nun bis zu dem avantgardistischen Postyr-Project, das mit elektronischen Geräten experimentiert. Ganz besonders freut sich Heidle auf die fünfköpfige Band Litte Green aus Schweden. „Die feiern in Hamburg ihre Deutschlandpremiere. Großartige Stimmen. Ein echter Geheimtipp.“

Damit sein Vorsatz: „Hamburg zum Singen zu bringen“ auch in Erfüllung geht, lädt der Festivalchef alle Interessierten kommenden Freitag und Sonnabend zum kostenlosen „Morning Singing“ in das Kulturhaus III&70. Denn eines hat der musikbegeisterte Zahnarzt am eigenen Leib erfahren: „Es ist nie zu spät, mit dem Singen anzufangen.“
 

Acappellica, 13.-16. Sept. 2012
Locations: Uebel & Gefährlich, Feldstraße 66 / Laeiszhalle, Johannes Brahms Platz 1 / Anglican Church, Zeughausmarkt 22 / KulturKirche Altona, Bei der Johanniskirche 22 / Kulturhaus III&70, Schulterblatt 73.
Einzeltickets ab 20 Euro, Pre-Opening-Konzert 25 Euro. Festivalpass ab 85 Euro.
Tickets unter www.acappellica.de, der Hotline (0185) 9690 000, oder an allen bekannten VvK-Stellen.
Alle Infos über Konzerte, Workshops und Extras unter www.acappellica.de  

Fotonachweis: alle Rechte bei Acappellica

Header: Cantalop@Kulturkirche 
Galerie:
01. Logo Acappellica
02. The House Jacks@Kulturkirche

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