Anzeige

AktionsPort - Gewinnspiele

Wer ist online?

Wir haben 779 Gäste online

Neue Kommentare

Marlies Lampert zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo liebe Hüsungianer,
ich bin ca. 1999...

SingulART zu Kunstmuseum Wolfsburg: This Was Tomorrow. Pop Art in Great Britain: Grossartige Ausstellung war das! Wir haben unsere...
tommy zu Ensemble Resonanz zu Gast bei NEW HAMBURG: gute sache, dass sie mal aus ihrem bunker rauskom...
Lena Baal zu Zum Tode von Peter Härtling: Peter Härtling war nicht nur ein großartiger Sc...
Elisabeth Warken zu Gurre-Lieder in der Elbphilharmonie: Zu wenig Vertrauen in die leisen Töne: Die Kritik zu den Sängern kann ich nicht ganz ve...

Anzeige

Lange Nacht der Museen Hamburg 2017

Hamburger Architektur Sommer 2015


Musik

Amadou & Miriam: Folila

Drucken
(164 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Dienstag, den 06. März 2012 um 09:35 Uhr
Amadou & Miriam: Folila 4.7 out of 5 based on 164 votes.
Amadou & Miriam: Folila

Seit über 30 Jahren sind sie ein Paar – als musikalisches Duo wie im Leben.
Amadou Bagayoko und Miriam Doumbia stammen aus Bamako, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Mali. In den 1970er- und 80er-Jahren tourten sie durch ihr Heimatland, durch Burkina Faso und die Elfenbeinküste und werden dort als musikalische Stars gefeiert. Heute sind sie längst auch auf den internationalen Bühnen zuhause, treten in Europa und Nordamerika auf – zwischen Paris, London und New York City. Eher seltener in Deutschland.
"Folila", das neue Album des Duos, wird am 2. April veröffentlicht und am 13. des Monats um 19 Uhr stellen Amadou & Miriam es live in Londons Shepherd’s Bush Empire vor.

In Deutschland wurden die beiden Künstler auch deshalb bekannt, weil sie zusammen mit Herbert Grönemeyer den offiziellen Song zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 aufnahmen: „Zeit, dass sich was dreht (Celebrate the Day)“. Danach musizierten die beiden blinden Musiker mit den angesagtesten Solisten und Bands: mit Coldplay, David Gilmour und Johnny Marr, sie tourten mit U2 und traten bei der Vergabe des Friedensnobelpreises für Barak Obama auf.

„Cross-Cultural“, „Weltmusik“ und „Afro-Blues“ sind jene Begriffe, sie in eine Kategorie fassen zu wollen. Alle Beschreibungen stimmen, sind aber letztlich viel zu ungenau. Amadou & Miriam verbinden unterschiedliche Stile, Traditionen, Kulturen und Instrumente. Grundlage bildet zwar der reiche musikalische Fundus aus Mali, es gibt aber kaum ein Album, auf dem keine europäischen Trompeten und E-Gitarren, arabische Flöten, indische Tablas und afrikanische Perkussionsinstrumente zu hören sind. Deren Klänge sind auch auf dem neuen Album: „Folila“ zu hören. Folila heißt in Bambara, der Landesprache Malis, schlicht 'Musik'. Die dreizehn Stücke sind zusammengefasst ein unverwechselbar buntes, regelrecht mitreißendes Werk, eine Art Jamsession mit befreundeten Musikern aus New York, London, Paris und Bamako. So ist es kein Wunder, dass es mehrsprachige Stücke gibt und der Hörer in eine lebensfrohe, rhythmisch-afrikanische Grundstimmung eintaucht. Neben der westafrikanischen Melodik sind Instrumente und Rhythmen zu hören, die an Karibik und Kreolisches erinnern.

Mit der US-amerikanischen Sängerin und Komponistin Santi White aka ‚Santigold', die karibische und westafrikanische Musik studierte, beginnt das Album feuerwerkartig temperamentvoll. Auch andere Musikerlegenden sind zu hören, Ebony Thomas aka ‚Ebony Bones' beispielsweise. Die britische Sängerin und Songwriterin bringt mit "C’est Pas Facile Pour les Aigles" den karibisch-französisch-britischen Spirit zum Siedepunkt. Der New Yorker Rapper Theophilus London ist ebenso dabei wie der Keyboarder Joseph „Amp“ Fiddler aus Detroit und die Kunst-Performance-Musiker von Scissor Sisters mit Frontmann Jake Shears. Sie alle geben dem Album über den afrikanischen Sound hinweg ihre eigene Handschrift.
Der Franzose Bertrand Cantat, von der Rockgruppe Noir désir ist gleich dreimal vertreten. Er, der jahrelang wegen des tragischen Todes der Schauspielerin Marie Trintignant die medialen Schlagzeilen dominierte und nach seiner Haftzeit eine derartig raue Stimme bekommen hat, dass man ihn kaum wiedererkennt.
Der nigerianische Gitarrist Abdallah Oumbadougou, der die Traditionen der Touareg-Minderheit in seinem Land verteidigt, ist mit einem Stück vertreten, das harte E-Gitarrenklänge rockt und gleichzeitig von gebetsmühlenartigen melodischen Wiederholungen lebt.
Auffallend bei einigen Stücken ist die Kombination aus Musik und Geräuschen: So hört man Regentropfen, Rauschen und Knacken, als ob es die lupenreine Digitaltechnik nicht gäbe und Kinderlachen – so wie am Ende von "Cherie" – dem letzten Werk auf der CD. Es klingt als ob die 'Hymne an die Familien dieser Welt' bei weit geöffneten Studiotüren mit Kindern aus der Nachbarschaft aufgenommen wurde. Der Amadou-und-Miriam-Fan wird mit hellem Kinderlachen entlassen.


Amadou & Mariam: Folila
01 Dougou Badia (feat. Santigold) 03:53
02 Wily Kataso (feat. TV On The Radio) 04:23
03 Oh Amadou (feat. Bertrand Cantat) 03:28
04 Metemya (feat. Jake Shears of Scissor Sisters) 03:54
05 Africa Mon Afrique (feat. Bertrand Cantat) 03:40
06 C’est Pas Facile Pour les Aigles (feat. Ebony Bones) 02:39
07 War (feat. Amp Fidler) 03:19
08 Sans Toi 03:15
09 Mogo (feat. Bertrand Cantat) 03:34
10 Another Way (feat. Bertrand Cantat) 02:56
11 Bagnale (feat. Abdallah Oumbadougou) 03:29
12 Nebe Miri (feat. Theophilus London) 03:06
13 Cherie 04:39

Release: 2. April 2012
In unseren Breiten zu hören:
Am 27. März in "De Oosterpoort" in Groningen/Niederlande, am 3. Mai im "Centralstation" in Darmstadt und am 7. Juli zum "Summerjam 2012" in Köln.alt

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Blog > Musik > Amadou & Miriam: Folila

Mehr auf KulturPort.De

Franz Andreas Meyer – Hamburgs vergessener Stadtplaner
 Franz Andreas Meyer – Hamburgs vergessener Stadtplaner



Kennen Sie die Heiligengeistbrücke über das Alsterfleet? Die Feenteichbrücke an der Außenalster? Die Brooksbrücke, die vom Katharinenviertel zur Speichersta [ ... ]



Philippe Quesne: Die Nacht der Maulwürfe – magische Farborigien
 Philippe Quesne: Die Nacht der Maulwürfe – magische Farborigien



Es gibt sie noch, die wundersamen Glücksmomente im Theater, die gestandene Kritiker (und Kritikerinnen) mit großen Augen dasitzen und staunen lassen wie Kinder [ ... ]



Mariano Pensotti: „Loderndes Leuchten in den Wäldern der Nacht“
 Mariano Pensotti: „Loderndes Leuchten in den Wäldern der Nacht“



Was für ein ungewöhnliches Stück! Eines? Nein: Was für drei ungewöhnliche Stücke – so intelligent, humorvoll und hintersinnig!
Mariano Pensottis „Lod [ ... ]



Vienna Vocal Consort: Nostre Dame
 Vienna Vocal Consort: Nostre Dame



Das Vienna Vocal Consort zählt seit Gründung im Jahr 2007 zu Österreichs renommiertesten Vokalensembles für Alte Musik. Deren neues Album „Nostre Dame“  [ ... ]



„Dalida”. Oder die Angst vor der Dunkelheit
 „Dalida”. Oder die Angst vor der Dunkelheit



Wie viel Tragik verkraftet ein Film in Zeiten von „Wonder Woman” oder „Atomic Blonde”? Tough ist angesagt, und viele Kritiker reagierten eher störrisch  [ ... ]



Chilly Gonzales in Lübeck – atemberaubend mitreißend
 Chilly Gonzales in Lübeck – atemberaubend mitreißend



Der Schlafrock war schwarz und nicht rot, wie am Vorabend in der Elbphilharmonie. Entsprechend seriös, ganz leise und melodisch der Einstieg.
Chilly Gonzales l [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.