Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 1062 Gäste online

Neue Kommentare

Gerd Kruse zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo Frau Lampert,
ich war durch meine He...

Herby Neubacher zu Elbphilharmonie: Das perfekte Buch zum Bau: Absolut richtig. Ich habe das gabnze Drama Elbphi...
Giulio zu „Die Spur”. William Blake und die Rache der Eigenbrötler : Prost Neujahr! Und danke für die vielen schönen...
Hubert Hoffmann zu Elbphilharmonie: Das perfekte Buch zum Bau: Ein Prestige -Objekt für die oberen Zehntausend....
Feindt zu Hamburg: Ein Museum im Hafen: Ein schönes neues Museum und wo bleibt die Berü...

Lange Nacht der Museen Hamburg 2017

Hamburger Architektur Sommer 2015


Musik

Im Gespräch: Dagmar Leischow mit der schwedischen Band ODDJOB

Drucken
(96 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Freitag, den 30. April 2010 um 11:34 Uhr
Im Gespräch: Dagmar Leischow mit der schwedischen Band ODDJOB 4.4 out of 5 based on 96 votes.
DL: Wann ist eine Komposition für Sie endgültig fertig?

PF: Nie. Selbst auf der Bühne verändern wir sie ständig.
DK: Je häufiger wir einen Song interpretieren, desto mehr neue Seiten entdecken wir an ihm. Nach eineinhalb Jahren hat er sich recht weit vom Original entfernt. Wenn wir dann eine CD noch einmal einspielen würden, klänge sie ganz anders.

DL: Musik muss also im Fluss bleiben?

DK: Genau. Das beste Beispiel dafür ist doch Herbie Hancock, der nie an einem Punkt stehengeblieben ist. Oder nehmen Sie Miles Davis – er hat immer etwas Unerwartetes gemacht. An diesen Kollegen orientieren wir uns definitiv.

DL: Wie offen ist denn das Publikum für solche Extravaganzen?

JR: Bisher war es jedenfalls willens, uns auf allen Wegen zu folgen.
PJ: Im Übrigen sollte man beim Musizieren keine Kompromisse machen. Wer nur für seine Zuhörer spielt, bringt meiner Ansicht nach nichts Gutes zustande. Gerade für Jazz braucht man Inspiration, deshalb bin ich ein egoistischer Musiker.
Dem die Empfindungen seiner Fans vollkommen gleichgültig sind?
PF: Gewiss brauche ich Interaktionen, ich will schließlich für andere Menschen spielen. Aber ich bin eben nicht bereit, mich dafür zu verbiegen.

DL: Heißt das, Sie würden keine Standards aufnehmen, um den Massengeschmack zu treffen?

DK: Wir sind nicht prinzipiell gegen diese alten Stücke. Bloß wurden die Werke des American Songbook schon so oft interpretiert, dass es allmählich reicht.
PF: Vielleicht kommen wir mit 70 auf diese Lieder zurück. Im Moment hat uns unser Clint-Projekt wesentlich mehr gereizt.

DL: Wie sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen, sich mit der Musik aus den Eastwood-Filme zu beschäftigen?

DK: Unser Labelmanager Siggi Loch hat sich das ausgedacht. Wir waren sofort begeistert, weil diese musikalischen Themen natürlich großartig sind...
JR: ... und Eastwood obendrein als großer Jazzfan gilt.

DL: Haben Sie ihm Ihr Album geschickt?

DK: Bisher nicht. Aber wir haben in Frankreich denselben Booker wie sein Sohn Kyle. Vielleicht kann er seinem Vater unsere CD geben.

DL: Kyle Eastwood ist Jazz-Bassist. Warum haben Sie ihn nicht als Gastmusiker eingeladen?

PJ: Weil wir ihn nicht kennen. Es wäre allerdings schön, wenn wir mit ihm einige Konzerte geben könnten.

DL: Wobei natürlich die Musik aus „Dirty Harry“ nicht fehlen dürfte.

PJ: Auf keinen Fall. Sie klingt ja sehr urban, bisweilen sogar bedrohlich, dunkel, verstörend. Von den Motiven der Spaghetti-Western ist sie meilenweit entfernt.

DL: Es fällt auf, dass Sie sich auf die Soundtracks der 60er und 70er Jahre konzentriert haben.

GK: Die Musik der alten Filme ist einfach spannender. Man kann da in viele seltsame Klänge eintauchen, die absolut einzigartig sind. Das hat unsere Kreativität unglaublich geschürt.


Oddjob spielt auf dem ELBJAZZ Festival am Samstag, 29. Mai 2010, um 19h auf der Hauptbühne Blohm + Voss Werftgelände.
Foto Header Oddjob: Steven Haberland

Oddjob
CLINT (CD - ACT 9494-2)
Release Date Germany: 2010-02-26
Barcode: 614427949424

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken


 

Home > Blog > Musik > Im Gespräch: Dagmar Leischow mit der schwedi...

Mehr auf KulturPort.De

James Rosenquist. Eintauchen ins Bild – vom Plakatmaler zur Pop-Art-Ikone
 James Rosenquist. Eintauchen ins Bild – vom Plakatmaler zur Pop-Art-Ikone



Speckstreifen fliegen durch das Weltall, rote Lippenstifte und Atompilze verkünden das nahende Inferno, Butterstücke zerfließen in einer Pfanne, Spaghetti mit [ ... ]



„Die dunkelste Stunde”. Winston Churchill und die Mobilisierung der Sprache
 „Die dunkelste Stunde”. Winston Churchill und die Mobilisierung der Sprache



Joe Wrights eleganter Politthriller „Die dunkelste Stunde” ist das Gegenstück zu Christoper Nolans überwältigendem Suspense-Epos „Dunkirk”. Zwei Filme [ ... ]



Die arabische Prinzessin – Von Leseratten, Fischverkäufern und einer Märchenoper, die nie geschrieben wurde
 Die arabische Prinzessin – Von Leseratten, Fischverkäufern und einer Märchenoper, die nie geschrieben wurde



Im Opernhaus in Hamburg schallen Kinderstimmen durch die Gänge: Es ist wieder opera piccola-Zeit!
Bevor die Kinderoper im Februar auf die Bühne geht, ist im H [ ... ]



Die Diktatur des Geldes – Finanz Tsunami
 Die Diktatur des Geldes – Finanz Tsunami



Ernst Wolff: „Finanz Tsunami. Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“
Es ist wie es einmal war und heute noch ist: Ein Ausspruch von Henry Ford, des  [ ... ]



Verdis „Rigoletto“ als Genderfrage inszeniert von Katharina Thalbach
 Verdis „Rigoletto“ als Genderfrage inszeniert von Katharina Thalbach


  War es Absicht, dass rund um das Fest der Liebe die Kölner Oper ausgerechnet Giuseppe Verdis Bühnenstück „Rigoletto“ – das 1851 den Wel [ ... ]



„Three Billboards Outside Ebbing, Missouri”. Oder die Heimat des Zorns
 „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri”. Oder die Heimat des Zorns



Genialer Genre-Mix aus Neo-Western und Kleinstadt-Satire.
Manchmal ist es leichter einen Molotow-Cocktail zu werfen als zu weinen. Mildred Hayes (Frances McDorm [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.