Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 924 Gäste online

Neue Kommentare

Gerd Kruse zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo Frau Lampert,
ich war durch meine He...

Herby Neubacher zu Elbphilharmonie: Das perfekte Buch zum Bau: Absolut richtig. Ich habe das gabnze Drama Elbphi...
Giulio zu „Die Spur”. William Blake und die Rache der Eigenbrötler : Prost Neujahr! Und danke für die vielen schönen...
Hubert Hoffmann zu Elbphilharmonie: Das perfekte Buch zum Bau: Ein Prestige -Objekt für die oberen Zehntausend....
Feindt zu Hamburg: Ein Museum im Hafen: Ein schönes neues Museum und wo bleibt die Berü...

Lange Nacht der Museen Hamburg 2017

Hamburger Architektur Sommer 2015


Festivals, Medien & TV

Das 6. ZEBRA Poetry Film Festival

Drucken
(176 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Freitag, den 19. Oktober 2012 um 09:57 Uhr
Das 6. ZEBRA Poetry Film Festival 4.6 out of 5 based on 176 votes.
Das 6. ZEBRA Poetry Festival

Es ist weltweit DAS Filmfestival für Poesie und Film, und verbindet alle zwei Jahre die Genres miteinander.
Schon vor der Eröffnung des 6. ZEBRA Poetry Film Festivals kam beim wartenden Publikum die Frage auf, warum der Namensgeber des Festivals ein Zebra ist. Das konnte dann einer der Programmmacher, Thomas Zendelgiacomo DelBel, endlich auf der Bühne aufklären: „MGM hat den brüllenden Löwen, wir haben das Zebra“. Und wie es sich für eine gute Corporate Identity gehört, werden die Filmpreise – nein, keine kleinen Zebrafigürchen sein, sondern Zebra-Schals einer Leipziger Designerin.

altIn seiner Eröffnungsrede sprach Festivalleiter Thomas Wohlfahrt, der auch Direktor der Literaturwerkstatt in Berlin ist, davon, dass der Poesiefilm so alt ist, wie das Filmemachen selbst: „Warum erscheint er dennoch als junge Filmgattung? Poesie ist eine eigenständige Kunst und so alt wie die Menschheit. Sie war und ist aber auch immer eine Querschnittskunst gewesen, ohne die die anderen Künste nicht denkbar wären. Der französische Maler Eugène Delacroix brachte es auf den Punkt, als er sagte: „Es gibt keine Kunst ohne Poesie“. Historisch gesehen waren es immer die anderen Künste, die auf das Gedicht zugekommen sind, weil sie sich dort wiederfinden. Der bislang älteste bekannte Poesiefilm entstand 1905 in den USA. Wir werden uns in diesem Festival mit dem Poesiefilm der 1920er- bis 1940er-Jahre genauer beschäftigen. Erst seit es den Computer gibt, ist der Film in der Lage, dem Gedicht strukturell zu antworten; also zu switchen von der Realität in die Virtualität, und das alles von jetzt auf gleich. So gesehen ist der Poesiefilm ein sehr junges Filmgenre, das heute rings um den Globus entsteht. Ein Kolloquium wird über diese Zusammenhänge aufklären. Erstmals treffen sich die Direktoren von Poesiefilmfestivals aus vielen Ländern und besprechen Strategien für eine bessere Vernetzung und zur intensiveren Popularisierung des Genres.“

Poesiefilme aus aller Welt streiten im Wettbewerb miteinander, in Themenprogrammen werden über 170 Filme präsentiert und eine Retrospektive gibt es auch in diesem Jahr: der Pionier des deutschen Poetischen Films, Gerhard Rühm ist eingeladen. Schon in seinem kurzem Eröffnungsstatement wurde jedem im Großen Saal des Berliner Babylon-Kinos klar, dass da jemand am Mikrophon steht, der für eindeutige künstlerische Statements steht. So postulierte der zunächst als Komponist ausgebildete und spätere Mitgründer der „Wiener Gruppe“, dass Musik in poetischen Filmen selten ein Zugewinn und meistens leider geschmäcklerisches Beiwerk sei. Schon als Professor an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg (1978 bis 1995) hatte er immer wieder von seinen Studenten klare und eindeutige Positionen gefordert. Er geht auch hier mit gutem Beispiel voran.

Der diesjährige Schwerpunkt des Festivals liegt auf Poesiefilmen aus dem Nachbarland Polen. Außerdem werden die Ergebnisse des grenzübergreifenden Filmworkshops „Poetic Encounters“ präsentiert. Die polnischen Filmemacher Wiola Sowa, Maciek Majewski und Łukasz Twarkowski erarbeiteten für das Festival mit den Berliner Dichtern Norbert Hummelt, Nico Bleutge und Christian Filips ein Filmskript zu einem ihrer Gedichte und setzen es gemeinsam um.

870 Einsendungen aus 63 Ländern bewarben sich für das Poetry Film Festival, die fünfköpfige Programmkommission wählte schließlich 171 Filme daraus aus, von denen wiederum 30 im Wettbewerb laufen. 10.000 Euro sind insgesamt zu vergeben.
Alle Filme, die im Wettbewerb laufen sind Kurzfilme mit einer maximalen Laufzeit von 15 Minuten. Freuen kann sich Festivalleiter Thomas Wohlfahrt über neue Preise die erstmals zu vergeben sind: „Bestes Erstlingswerk“, „Bester Film für Toleranz“ und „Beste filmische Gedicht-Performance“. Darüber hinaus rief das Festival dieses Jahr dazu auf, das Gedicht [meine heimat] von Ulrike Almut Sandig zu verfilmen. 33 Filmemacher aus 13 Ländern wagten sich an die Aufgabe und die besten 13 Ergebnisse werden im Festival vorgestellt.


6. ZEBRA Poetry Film Festival – 18. bis 21. Oktober 2012
im Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30 in 10178 Berlin
Weitere Informationen zum Programm unter www.zebra-award.org

Fotonachweis: Detail aus Plakat 6. ZEBRA Poetry Film Festival
Galerie:
01. Łukasz Twarkowski: FF, PL 2011, 9:45 Min.
02. Jasmine Kainy: Avidan, IL 2011, 4:25 Min.
03. Carolina Melis: Le Fiamme du Nulle", GB 2010, 7:50 Min.
04. Ginès Olivares/Adrian Fisher/Luna Montenegro: Some Recollections of Mortality, GB 2010, 8:26 Min.
05. Plakat

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Blog > Festivals, Medien & TV > Das 6. ZEBRA Poetry Film Festival

Mehr auf KulturPort.De

„Die dunkelste Stunde”. Winston Churchill und die Mobilisierung der Sprache
 „Die dunkelste Stunde”. Winston Churchill und die Mobilisierung der Sprache



Joe Wrights eleganter Politthriller „Die dunkelste Stunde” ist das Gegenstück zu Christoper Nolans überwältigendem Suspense-Epos „Dunkirk”. Zwei Filme [ ... ]



Die arabische Prinzessin – Von Leseratten, Fischverkäufern und einer Märchenoper, die nie geschrieben wurde
 Die arabische Prinzessin – Von Leseratten, Fischverkäufern und einer Märchenoper, die nie geschrieben wurde



Im Opernhaus in Hamburg schallen Kinderstimmen durch die Gänge: Es ist wieder opera piccola-Zeit!
Bevor die Kinderoper im Februar auf die Bühne geht, ist im H [ ... ]



Die Diktatur des Geldes – Finanz Tsunami
 Die Diktatur des Geldes – Finanz Tsunami



Ernst Wolff: „Finanz Tsunami. Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“
Es ist wie es einmal war und heute noch ist: Ein Ausspruch von Henry Ford, des  [ ... ]



Verdis „Rigoletto“ als Genderfrage inszeniert von Katharina Thalbach
 Verdis „Rigoletto“ als Genderfrage inszeniert von Katharina Thalbach


  War es Absicht, dass rund um das Fest der Liebe die Kölner Oper ausgerechnet Giuseppe Verdis Bühnenstück „Rigoletto“ – das 1851 den Wel [ ... ]



„Three Billboards Outside Ebbing, Missouri”. Oder die Heimat des Zorns
 „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri”. Oder die Heimat des Zorns



Genialer Genre-Mix aus Neo-Western und Kleinstadt-Satire.
Manchmal ist es leichter einen Molotow-Cocktail zu werfen als zu weinen. Mildred Hayes (Frances McDorm [ ... ]



The Nutcracker Reloaded – Tchaikovsky meets Streetdance
 The Nutcracker Reloaded – Tchaikovsky meets Streetdance



Drosselmeier als blutsaugender Organhändler, Clara auf der Müllkippe, statt Hoftheater und Spitzenschuhe Breakdance, Darth Vader und Super Mario.Vergessen Sie  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.