Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 959 Gäste online

Neue Kommentare

Gerd Kruse zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo Frau Lampert,
ich war durch meine He...

Herby Neubacher zu Elbphilharmonie: Das perfekte Buch zum Bau: Absolut richtig. Ich habe das gabnze Drama Elbphi...
Giulio zu „Die Spur”. William Blake und die Rache der Eigenbrötler : Prost Neujahr! Und danke für die vielen schönen...
Hubert Hoffmann zu Elbphilharmonie: Das perfekte Buch zum Bau: Ein Prestige -Objekt für die oberen Zehntausend....
Feindt zu Hamburg: Ein Museum im Hafen: Ein schönes neues Museum und wo bleibt die Berü...

Lange Nacht der Museen Hamburg 2017

Hamburger Architektur Sommer 2015


Festivals, Medien & TV

Jugendkultur und Medienkompetenz

Drucken
(313 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Sonntag, den 07. Juni 2009 um 10:08 Uhr
Jugendkultur und Medienkompetenz 4.6 out of 5 based on 313 votes.
Es scheint so, als ob das deutsche Fernsehen in vielen Sparten zuhause ist, aber nicht in allen. Egal ob man sich im nationalen oder im regionalen Bereich aufhält oder ob man bei den Stadtsendern Ausschau hält, man sucht sie vergebens. Es geht um die Kinder- und Jugendkultur im Fernsehen.
Überhaupt sind Kinder und Jugendliche im Gesamtprogramm der deutschen Fernsehsender lediglich mit 11,2% aller Protagonisten vertreten. Vergleicht man die Zahl mit denen des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahre 2006, die die Anzahl der Kinder- und Jugendlichen in der Bundesrepublik erfassen, dann bedeutet das eine erhebliche Unterrepräsentanz.*

Zugegeben, die Prognosen zum demographischen Wandel in Deutschland beschreiben bis zum Jahr 2050 eine erhebliche Veränderung: Die Gesellschaft wird älter, der Anteil der Kinder und Jugendlichen nimmt weiter ab. Die Schlagzeilen, die wir seit einigen Jahren zu lesen bekommen lauten: “Niedrigste Geburtenrate in Deutschland seit 1945“, „Geburtenrate in Deutschland weiter rückläufig“ bis hin zu „Die Deutschen sterben aus“. Ob das der Grund ist, warum sich Fernsehsender nicht um die adäquate Berichterstattung über kulturelle Angebote und Aktivitäten für Kinder und Jugendliche kümmern, kann ich nicht beantworten.
Dabei gibt es von der Grundstruktur her alles: Es gibt Kinderfernsehsender, -programme, -serien und es gibt Kindersendungen - und einige wenige auch sehr gute darunter, wie die Kindernachrichtensendung „logo“**. Diese nimmt seine jungen Zuschauer ernst und bietet eine Mischung aus Berichten über große Weltpolitik und Kinderprobleme direkt vor deren Haustür. Und hier liegt schon eines der Merkmale: Kinder und Jugendliche als gesellschaftliche Akteure ernst zu nehmen und die Entfaltung von künstlerischer Eigeninitiative zu fördern. Das macht Fernsehen nicht! Könnte es aber, wenn so ein Modell wie „logo!“ auch auf die Kultur übertragen werden würde.

Der Kulturwissenschaftler und Philosoph Peter Slotderdijk brachte es vor einiger Zeit sinngemäß auf folgenden Punkt: Wir müssen die Medienkompetenz von Kindern stärken, sie schließlich zu aktiven Teilhabern an Kultur motivieren und dabei die Vorfreude auf sich selbst nicht aus den Augen verlieren. Das klingt programmatisch für ein eigenes Format zur Kinder- und Jugendkultur. Und das ließe sich insbesondere dort überall gut umsetzen, wo urbane Zentren sind, Großstädte und Metropolen. Also wäre dies insbesondere eine Aufgabe der Regionalprogramme und Stadtsender. Was nützt es, eine Sendung zu machen, mit Themen die eine Mobilität vorgaukelt, die bei Kindern und Jugendlichen so nicht existiert und von Veranstaltungen aus München berichtet, wenn man in Hamburg wohnt. Eine solche Berichterstattung macht nur dann Sinn, wenn die Veranstaltung dann auch nach Hamburg kommt oder etwas so beispielgebend sein kann, dass man dies auch auf Hamburg übertragen könnte.
Wie können die Inhalte und Themen einer solchen Kinder- und Jugendkultursendung aussehen? Hier kann man sich an guten Beispielen aus anderen Genres anlehnen und diese auf das Modell einer solchen spezifischen Kultursendung übertragen.


 

Home > Blog > Festivals, Medien & TV > Jugendkultur und Medienkompetenz

Mehr auf KulturPort.De

„Die dunkelste Stunde”. Winston Churchill und die Mobilisierung der Sprache
 „Die dunkelste Stunde”. Winston Churchill und die Mobilisierung der Sprache



Joe Wrights eleganter Politthriller „Die dunkelste Stunde” ist das Gegenstück zu Christoper Nolans überwältigendem Suspense-Epos „Dunkirk”. Zwei Filme [ ... ]



Die arabische Prinzessin – Von Leseratten, Fischverkäufern und einer Märchenoper, die nie geschrieben wurde
 Die arabische Prinzessin – Von Leseratten, Fischverkäufern und einer Märchenoper, die nie geschrieben wurde



Im Opernhaus in Hamburg schallen Kinderstimmen durch die Gänge: Es ist wieder opera piccola-Zeit!
Bevor die Kinderoper im Februar auf die Bühne geht, ist im H [ ... ]



Die Diktatur des Geldes – Finanz Tsunami
 Die Diktatur des Geldes – Finanz Tsunami



Ernst Wolff: „Finanz Tsunami. Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“
Es ist wie es einmal war und heute noch ist: Ein Ausspruch von Henry Ford, des  [ ... ]



Verdis „Rigoletto“ als Genderfrage inszeniert von Katharina Thalbach
 Verdis „Rigoletto“ als Genderfrage inszeniert von Katharina Thalbach


  War es Absicht, dass rund um das Fest der Liebe die Kölner Oper ausgerechnet Giuseppe Verdis Bühnenstück „Rigoletto“ – das 1851 den Wel [ ... ]



„Three Billboards Outside Ebbing, Missouri”. Oder die Heimat des Zorns
 „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri”. Oder die Heimat des Zorns



Genialer Genre-Mix aus Neo-Western und Kleinstadt-Satire.
Manchmal ist es leichter einen Molotow-Cocktail zu werfen als zu weinen. Mildred Hayes (Frances McDorm [ ... ]



The Nutcracker Reloaded – Tchaikovsky meets Streetdance
 The Nutcracker Reloaded – Tchaikovsky meets Streetdance



Drosselmeier als blutsaugender Organhändler, Clara auf der Müllkippe, statt Hoftheater und Spitzenschuhe Breakdance, Darth Vader und Super Mario.Vergessen Sie  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.