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Literatur

Hörprobe: "Die Wohlgesinnten" von Jonathan Littell

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(70 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Geschrieben von Claus Friede  -  Montag, den 02. Februar 2009 um 18:14 Uhr
Hörprobe: "Die Wohlgesinnten" von Jonathan Littell 3.8 out of 5 based on 70 votes.

Dramatische Lesung in 34 Folgen. 

Seit dem 7. November 2008 stellt der in Hamburg lebende Schauspieler Stephan Benson im Jüdischen Salon am Grindel eindringlich und nuancenreich die Figur des SS-Offiziers Maximilian Aue vor, die in dem 1.350 Seiten langen Epos des französischen Schriftstellers amerikanischer Herkunft Jonathan Littell ein vielschichtiges Bild des Zweiten Weltkriegs und der Verfolgung und Vernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten beschreibt.

Kultur-Port.De bietet Ihnen hier eine Kostprobe der Folge 1.
Mit freundlicher Genehmigung von Stephan Benson und Wolfgang Stockmann, produziert von •stück•werke• Die Kulturfirma.




"Die Wohlgesinnten" ist die fiktive Autobiografie jenes SS-Offiziers Maximilian Aue, Jahrgang 1913, Sohn eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter, promovierter Jurist und frühes NSDAP-Mitglied.
 

Es sind die beklemmenden und verstörenden Erinnerungen an die Schauplätze des Zweiten Weltkriegs und an das Grauen der Judenvernichtung, an die Einsatzkommandos und Massenhinrichtungen in der Ukraine und im Kaukasus, an Babi Jar, den Kessel von Stalingrad, Auschwitz und Krakau, an Mittelbau Dora, das besetzte Paris und das kriegszerstörte Berlin, an die Begegnungen mit Himmler, an Abendessen mit Eichmann, an Heydrich, Höß und Speer. Ein Roman, erschreckend reich an Einzelheiten über die nationalsozialistischen Verbrechen, erzählt – und das ist das Unerhörte - aus der Perspektive eines Täters. Eines Täters wohlgemerkt, der nicht versucht, sich zu rechtfertigen, der weder Scham noch Reue empfindet, und der sich nach dem Krieg in die sichere Bürgerlichkeit eines Fabrikdirektors in der französischen Provinz gerettet hat: "Wenn ich so viel Mühe auf mich nehme, dann nicht, um euch einen Gefallen zu tun, ich gebe es zu, sondern in erster Linie, um für meine eigene geistige Hygiene zu sorgen, so wie man, wenn man zu viel gegessen hat, auch irgendwann die Abfälle loswerden muss, ob das nun gut riecht oder nicht, man hat nicht immer die Wahl."
Aue spricht in der ersten Person, als Verlängerung unseres voyeuristischen Triebs, und während der Zuschauer/Zuhörer sich fragt: "Wann endlich wird sich Aue empören?", kann er nicht umhin, gleichzeitig zu denken: "Und ich? Wann?"

Jede Folge wird als Tonaufnahme live mitgeschnitten und seit dem 1. Dezember 2008 via Internet auf dem Downloadportal www.audible.de wöchentlich einer breiten Öffentlichkeit
vorgestellt.

 

Die weiteren Lese-Termine:
01. Feb. Folge 13
08. Feb. Folge 14
15. Feb. Folge 15
22. Feb. Folge 16
01. März Folge 17
20. März Folge 18
22. März Folge 19
29. März Folge 20
05. April Folge 21
19. April Folge 22
26. April Folge 23
03. Mai Folge 24
10. Mai Folge 25
17. Mai Folge 26
24. Mai Folge 27
07. Juni Folge 28
14. Juni Folge 29
21. Juni Folge 30
28. Juni Folge 31
05. Juli Folge 32
10. Juli Folge 33
12. Juli 2009 Folge 34

Jüdischer Salon am Grindel e.V.
im Hinterhaus des Café Leonar
Grindelhof 59
20146 Hamburg

Eintritt: 5,00 € Einzelkarte
Kartenreservierung unter Tel.-Nr. 040- 42 31 31 16 oder info@salonamgrindel.de

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