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Literatur

Dirk C. Fleck: Feuer am Fuß

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Geschrieben von Dirk C. Fleck  -  Freitag, den 06. November 2015 um 11:01 Uhr
Dirk C. Fleck: Feuer am Fuß 4.7 out of 5 based on 103 votes.
Dirk C. Fleck: Feuer am Fuß Folge 3

Tim Burnett betrat den Kontrollraum des Towers am John-F.-Kennedy-Airport um sieben Uhr zwölf, achtzehn Minuten, bevor seine Schicht begann. „Wer ist der Typ auf meinem Platz?”, fragte er seine Kollegin Heather, die er am Kaffeeautomaten traf.
„Das ist Christopher Lamere, der Neue aus Dallas. Ziemlich eingebildeter Knabe. Aber eines muss man ihm lassen: Der reiht die Dinger schnurgerade aneinander, wie auf einer Perlenkette. Vorhin waren es dreizehn am Stück.”

„Dreizehn, hä …?”
„Astrein gestaffelt.”
Burnett griff nach dem Kaffeebecher und baute sich neben dem Neuen auf. Ein Blick auf den Monitor sagte ihm, dass gerade einmal vier Maschinen im Anflug waren. „Kannst Schluss machen”, sagte er, „ich übernehme.”
Christopher Lamere sah auf die Uhr: „Du übernimmst in zwölf Minuten und keine Sekunde früher.”
So lernt man sich kennen, dachte Burnett. Er verzichtete auf eine Antwort, blieb jedoch stehen und schaute dem Neuen provozierend über die Schulter. Der Mann machte das gut, das musste man ihm lassen, der hatte die Ruhe weg. Der Sektor, den sie bearbeiteten, lag im Osten über Brooklyn und reichte in eine Höhe bis vierundzwanzigtausendfünfhundert Fuß. Heute blies es ungewöhnlich kräftig aus nördlicher Richtung, das kam nicht oft vor, bedeutete aber eine Menge tückischer Seitenböen, egal, welche Landebahn man wählte.
„Okay”, hörte er den Neuen sagen, „sie gehören dir.”
Burnett setzte das Headset auf, justierte seinen Sessel und tauchte ein in die wundersame Sprache der Fluglotsen, die ihre eigene Poesie entwickelte, obwohl sie vordergründig betrachtet doch nur ein schwer deutbarer stakkatoartiger Mix aus Zahlen und standardisierten Vokabeln zu sein schien.
TOWER: MX005, Kennedy Tower, good morning. Caution wake turbulence, position and hold, runway 31R, traffic is about 4 and a quarter miles out, be ready to go when cleared.
MX005: Roger that, MX005, going into position.
TOWER: Be ready to go when cleared
TOWER: TK001, one S turn to the right is appreciated for spacing.
TK001: Confirm, for TK001 heavy?
TOWER: AB7450, no delay on runway, exit via left A, remain this frequency.
AB7450: Vacate via W, left A, maintain this frequency, AB7450.
TK001: Confirm, TK001 heavy, vacate early?
TOWER: Negative, Turkish, just continue an approach, Sir … thank you.
TOWER: No delay on runway, BA, one in position, one on final.
TOWER: MX005, the wind 300 at 27.
MX005: MX005 rolling.
TOWER: BA, exit the runway!
AB7450: Yeah, we are exiting, right on B, confirm?
TOWER: BA, turn left on A, when you’re exiting and I’m pushing this stuff like that you cannot stop with your tail over the runway.
TOWER: Com238, you can make this midfield turn via F?
TOWER: Com238, do you have the midfield turn via F?
TOWER: Com238, taxi via F, hold short of runway 4L, this frequency.
TOWER: JBU1102, cleared to land?
TOWER: JBU1102, cleared to land, you’re 6 in trail to Dash 8.
TOWER: Com238?
TOWER: Com238?
„Hee, hee, hee!”, schrie Burnett, „was ist mit meinen verdammten Monitoren los?!! Ich hab kein Bild mehr!” Seine Finger fuhren wie rasend über die Tastatur, aber die Schirme blieben blind. Erst jetzt bemerkte er, dass auch die Kollegen links und rechts von ihm in Panik verfielen. Sämtliche Monitore im Raum waren erloschen.
Tim Burnett saß wie gelähmt an seinem Platz und starrte aus siebzig Meter Höhe auf Vorfeld und Landebahnen. Er war nicht einmal in der Lage, den verheerenden Sachverhalt in die Cockpits zu funken. Jetzt erhielten sie die Meldung, dass auch die Area Control Center ZNY, ZDC und ZOB einen Blackout hatten. Sie waren für den Luftraum nördlich, westlich und südlich von New York verantwortlich.
Mein Gott, fuhr es ihm durch den Kopf, es ist nur noch eine Frage von Sekunden, bevor es zum ersten Crash kommt! Hunderte von Maschinen irrten orientierungslos zwischen Massachusetts und Maryland am Himmel. Am gefährdetsten waren jedoch jene Jets, die sich bereits im Anflug befanden. Ohne Freigabe vom Boden waren sie verloren. Den Piloten stand für die Landung ein Zeitfenster von maximal vierzig Sekunden zur Verfügung. Selbst wenn sie versuchen sollten, auf Sicht zu landen, würden sie die vorgeschriebenen Mindestabstände nicht einhalten und von den Verwirbelungen der vor ihnen fliegenden Maschinen erfasst werden. Und wer es dennoch unversehrt nach unten schaffte, tauchte in ein unbeschreibliches Chaos, das sich bereits jetzt auf Landebahnen und Runways abzuzeichnen begann.
Burnett gefror das Blut in den Adern, als er einen Jet-Streamer der Lufthansa im Anflug auf die Landebahn 13R/32L bemerkte, die aufgrund umfassender Sanierungsarbeiten an den Befeuerungsanlagen seit heute morgen gesperrt war. Die Maschine schwebte in niedriger Höhe über den North Woodmere Park und drohte beim Aufsetzen in die Baumaschinen zu rasen. „Lufthansa, pull up!”, schrie er, „pull up immediately!” Er war nicht sicher, ob man ihn im Cockpit gehört oder den Fehler selbst bemerkt hatte, jedenfalls startete die Maschine in letzter Sekunde durch. Burnett legte das Fernglas beiseite. Er mochte nicht länger hinsehen. Jede Sekunde konnte sich das Gelände dort unten in einen Ort des Grauens verwandeln.
Ohnmächtig stand er inmitten seiner paralysierten Kollegen, als sich vor ihren Augen eine herantaumelnde Maschine der Quantas in die immer noch auf der Piste stehende Boeing der British Airways bohrte. Das Inferno nahm seinen Lauf. Innerhalb kürzester Zeit war das Flughafengelände von einer dichten Qualmwolke überzogen, aus der gigantische Stichflammen emporloderten. Ein rotierendes Metallteil näherte sich dem Tower. Tim Burnett sah es deutlich näherkommen, es bewegte sich wie in Zeitlupe auf ihn zu. Als es die Fensterfront des Kontrollraums durchschlug, lag er längst auf dem Boden. Etwas kitzelte sein Gesicht. Es waren die Haare seiner Kollegin Heather, die mit blutender Stirn schwer auf ihm lag und sich nicht rührte…

Die Maschine von Air Tahiti Nui, die von London über Melbourne nach Papeete fliegen sollte, war nicht einmal zu einem Drittel belegt. Nach den Anschlägen der letzten Monate auf die Flughäfen von Mexico City, Johannesburg, Bangkok und insbesondere New York waren die Passagierzahlen weltweit – und das betraf alle Fluglinien – extrem in den Keller gerutscht. Nicht wenige Gesellschaften hatten den Flugbetrieb ganz eingestellt. Steve Parker hatte ebenfalls mit sich gerungen, ob er das Risiko eines solchen Fluges eingehen sollte. Als er sich der geöffneten Bordtür näherte, war er kurze Zeit im Begriff umzukehren. Ihn beschlich ein Gefühl, das nur schwer zu beschreiben, aber noch schwerer zu ertragen war. Gestern hatte er mit John Knowles telefoniert, den er auf seinem Rückweg nach Tahiti eigentlich besuchen wollte.
Knowles hatte ihm von dem Ausmaß der Katastrophe erzählt, die sich vor wenigen Tagen quasi vor seinen Augen ereignete. Er sprach davon, dass der Rauch aus den Trümmern der abgestürzten Flugzeuge den Himmel über New York noch immer vernebelte. Er berichtete von insgesamt siebzehn Maschinen, die nach dem Ausfall des Flugsicherungssystems am Kennedy Airport aus allen Wolken gefallen waren. Bis auf zwei Learjets handelte es sich ausnahmslos um Großraumflugzeuge aus dem Interkontinentalverkehr, die die Metropole am Hudson River nur zweimal die Woche anfliegen durften. Zwei hatten sich im Landeanflug in Maschinen gebohrt, die auf der Runway startbereit an der Piste parkten. Die Polizei ging allein hier von fünfhundert Toten aus. Sechs Maschinen waren im Stadtgebiet abgestürzt. Eine hatte das Empire State Building gestreift und war mit abgerissenem Flügel auf der 5th Avenue zerschellt. Eine andere hatte im West Village neben der Avenue of the Americas eine Brandschneise gelegt, um dann in den Häuserblocks zwischen der West 14th und West 15th Street zu explodieren. Weitere Einschläge im Stadtgebiet wurden aus Brooklyn, der Bronx und Mt. Vernon gemeldet. Die restlichen acht Maschinen waren im Umkreis von hundert Meilen verunglückt, entweder bei riskanten Notlandemanövern auf Sportflughäfen oder durch Kollisionen. Alles in allem schätzte man die Zahl der Todesopfer auf über achttausend.
Steve musste mehrmals schlucken, als ihn die Schubkraft des startenden Airbus’ in den Sitz presste. Er sparte sich den Blick aus dem Fenster und ging in Gedanken noch einmal das Gespräch durch, welches er mit den Verlagsmanagern des Matlock-Konzerns geführt hatte, um sie für eine Neuauflage des überaus erfolgreichen Formats „Maevas Reise” auf EMERGENCY TV zu begeistern. Er hatte sogar einen Namen parat, der das Publikum von „Maevas Reise” seiner Meinung nach sofort wieder an das neue Format binden würde: „Maeva lebt!” Der Titel war deshalb gut, weil er den Zauber einer Wahrheit in sich trug, die nicht geglaubt wird.
Die Vertreter aus der Redaktion von EMERGENCY TV waren begeistert, die Verlagsmanager blieben eher zögerlich. Ihre Einwände liefen darauf hinaus, dass sich ein großes Medienhaus wie Matlock nicht eindeutig festlegen dürfe, wenn es darum ging, auf welche Weise die weltweite Finanz-, Wirtschafts- und Umweltkrise bewältigt werden könnte.
Steve dankte der Stewardess für den Kaffee. Sie befanden sich jetzt über den Wolken. Dass die Internationale Luftverkehrsvereinigung IATA einem kleinen Flughafen wie Papeete einen Betrieb von drei Tagen pro Woche gestattete, während weit größere Airports nur an einem oder zwei Tagen geöffnet sein durften, war den Umweltstandards zu verdanken, die Air Tahiti Nui sich freiwillig auferlegt hatte. So flogen ihre Maschinen ausnahmslos mit kalt gepresstem Öl statt mit Kerosin. Nur wenige Gesellschaften waren bisher dem Beispiel gefolgt, das hatte mit der Gesetzgebung in den Herkunftsländern zu tun, die auf Druck der Mineralölindustrie das kalt gepresste Öl um das Drei- bis Vierfache besteuerte.
Steve freute sich darauf, wieder nach Tahiti zu kommen. Er freute sich auf die tahitianischen Frauen, auf das süße, nie einzulösende Versprechen, das latent in ihren Gesichtern nistete. Wie hatte Cording einmal gesagt? ›Eine Frau weiß nicht, was das ist, die Zeit eines Mannes: Sie trinkt sie wie Limonade.‹
Cording! Steve hatte erst kurz nach seinem Gespräch mit den Verlagsmanagern erfahren, dass er wieder aufgetaucht war und sich zur Erholung bei Kühling in Tirol befand. Ein Treffen mit Cording stand ja wohl als Nächstes an.

General Francis D. Copland trocknete sich die Hände und prüfte sein Gesicht im Spiegel. Was er sah, war ein müder Mann mit schütterem Haar und matten Augen. In einem halben Jahr gehe ich in Pension, dachte er, und dann passiert mir so eine Megascheiße zum Schluss. Ihm grauste bei dem Gedanken, zurück zu müssen in den im Keller gelegenen Situation Room, wo die Päpste der amerikanischen Wirtschaft im Verein mit Laurence Frost, dem nationalen Sicherheitsberater des Präsidenten, ihn seit einer Stunde unverhohlen spüren ließen, dass die NSA versagt hatte, und zwar auf der ganzen Linie. Ein solcher Umgang mit dem Direktor der Nationalen Sicherheit wäre früher undenkbar gewesen. Nicht einmal die Präsidenten der Vereinigten Staaten mochten sich mit der Agency anlegen. Seitdem die NSA jedoch von den zehn größten Unternehmen des Landes finanziert wurde, war jeglicher Respekt dahin. Die Unternehmenschefs des Verteidigungs-, Kommunikations-, Energie- und Bankensektors, die ihn nach dem JFK-Desaster an die Wand nageln wollten, misstrauten seiner Führung schon lange; sie waren nur ruhig geblieben, weil er kurz vor der Pension stand.
Aber wenn jemand etwas von Macht versteht, dachte Copland und kämmte sich die buschigen Brauen, dann bin das ja wohl immer noch ich. Die Herren da draußen mochten skrupelloser sein als er, das brachte die anstrengende Geldvermehrungsarbeit mit sich, weiser waren sie nicht. Das Geheimnis der Macht bestand nämlich darin, zu wissen, dass andere noch feiger waren als man selbst … Im Übrigen müsste doch allen Beteiligten klar sein, dass niemand soviel Macht in sich vereinigte wie er, General Francis D. Copland.
Er war Herr über fünfzigtausend Mitarbeiter in der geheimen Stadt Fort Meade, Maryland, darunter befand sich der weltweit größte Pool an Mathematikern, Linguisten und Computerexperten. Die NSA verfügte über ein höheres Budget, als das Finanz-, Innen- und Arbeitsministerium zusammengenommen. Als Geheimdienstchef leitete er das US-Cyber-Command, eine militärische Dienststelle, die sich mit elektronischer Kriegsführung beschäftigte. Er verfügte praktisch über sein eigenes Militär, über Großverbände von Armee, Luftwaffe und Flotte. Gerade hatten seine Geldgeber einer Aufstockung des Cyber-Command-Etats um sieben Milliarden Dollar zugestimmt, woran sich natürlich in erster Linie die Rüstungskonzerne und NSA-Gesellschafter United Technologies und Northrop Grumman bereichern würden, die mit den unzähligen US-Auslandseinsätzen Milliarden verdienten.
Francis D. Copland zupfte die Uniform zurecht, vergewisserte sich seiner Stimme, atmete tief durch und ging zurück in die Höhle des Löwen.
„Gut, dass Sie kommen, General”, ließ sich Leroy Panetta süffisant vernehmen. Panetta war Vorstandsvorsitzender von Global Energy, Nachfolger des charismatischen Mark Dowie, auf dessen Betreiben der Multi seinen Namen von GO (Global Oil) in GE (Global Energy) geändert hatte. Dass Panetta bei Weitem nicht die unternehmerische Statur eines Mark Dowie besaß, war hinreichend bekannt. Die jüngsten Verhandlungen mit „RussiaPetrol“ über die Zugriffsrechte auf die Ressourcen unterhalb des arktischen Festlandsockels waren für GE eine Katastrophe. Copland teilte ihm dies mit den Augen auch genüsslich mit, kurz und bündig.
„Was ist denn so gut daran, dass ich zurück bin, Sir?”, fragte er Panetta und nahm entspannter in seinem Sessel Platz, als er ihn verlassen hatte.
„Wir haben uns gerade gefragt, General, ob Sie nicht von einem digitalen Präventivschlag hätten Gebrauch machen sollen. Die Verfassung der Vereinigten Staaten erlaubt das.”
„Die Verfassung hat auch nichts dagegen, wenn wir Cyberattacken mit konventionellen Waffen beantworten”, konterte Copland. Er nahm die Brille von der Nase, faltete sie zusammen und steckte sie in die Jackentasche. „Auf wen oder was hätten Sie die Bomben denn geworfen, Gentlemen? Und gegen wen hätte sich der digitale Präventivschlag Ihrer Meinung nach richten sollen?”, fragte er mit Blick in die Runde. „Gegen wen? Sagen Sie es mir.”
„Na, beispielsweise gegen alle Personen, die beim NSA als verdächtige Subjekte geführt werden”, erwiderte Rupert Banks, der korpulente, schwer atmende Besitzer der Looman Bank. „Damit hätte man zumindest nichts verkehrt gemacht.”
Copland lachte herzhaft auf: „Also gegen drei Viertel der Menschheit. Nein, meine Herren, es gab keine Drohung und es gab auch keine Erkenntnisse, die auf einen solchen Anschlag auch nur im Entferntesten hingewiesen hätten. Außerdem dürfte Ihnen doch bekannt sein, dass unser Rechenzentrum in Utah eine Woche lang unter erheblichen Stromschwankungen gelitten hat, weshalb wir die Servertechnik bis kurz vor dem Anschlag nicht in den Griff bekommen haben. Die Panne war nicht etwa einer Terroristenattacke geschuldet, sondern einer Sonneneruption, die den Van-Allen-Gürtel wie ein Hammerschlag getroffen hat. Van-Allen-Gürtel – das sagt Ihnen vermutlich nichts. Es handelt sich um ein Magnetfeld, das die Erde in großer Höhe wie ein Schutzschild umgibt. Nach Auskunft der NASA drückte der nur sechzig Sekunden dauernde Treffer den aufgespannten Gürtel ein. Myriaden von Elektronen wurden in Bewegung gesetzt, sie erhielten soviel Energie, dass sie unsere Satelliten vorübergehend außer Gefecht gesetzt haben. Tja, so etwas passiert, wenn man der Sonne nicht Einhalt gebietet …”
„So nicht, General, das ist zu billig und geht am Kern der Sache vorbei!”, erregte sich William Fielding, seines Zeichens mit dem Telekommunikationsriesen AT&T gesegnet. Fieldings hageres Pergamentgesicht war rot angelaufen, seine ohnehin hohe Stimme stieg noch einmal um einige Oktaven an, was seiner Empörung eine an Lächerlichkeit grenzende Dramatik verlieh.
Copland hatte seine Brille aus der Jackentasche genommen und drehte sie zwischen Daumen und Zeigefinger, als prüfe er die Festigkeit einer Zigarre. „In Wahrheit,” sagte er, „hat die Bekämpfung des Terrorismus für uns immer eine untergeordnete Rolle gespielt. Terrorismus lässt sich mit konventionellen Polizeimethoden viel effektiver bekämpfen. Sie fragen sich natürlich, wozu dann der ganze Aufwand?” Er blickte sich unter den Anwesenden um: „Die Arbeit der NSA ist vergleichbar mit der einer Wetterstation”, fuhr er fort. „Beide sammeln Daten, um eine möglichst detaillierte Vorschau auf das zu geben, was uns atmosphärisch erwartet. Im Fall der Wetterstation betrifft es das reale Klima, in unserem Fall das gesellschaftliche Klima. Big Data hilft unseren Unternehmen und unserer Regierung zu erkennen, wann, wo und in welchem Maße sich Widerstand aufbaut, den es dann im Keim zu ersticken gilt. Unser Dienst ist ein vorsorgender Dienst, wir haben als Erstes die gesellschaftspolitische Großwetterlage im Auge. Das hat bis vor einigen Jahren hervorragend funktioniert.
Inzwischen aber haben wir es mit einer veränderten Situation zu tun. Lassen Sie mich einen Mann zitieren, dessen Name Ihnen vermutlich wenig sagen wird. Es handelt sich um Richard Clarke, von 1998 bis 2000 unter Präsident Clinton für die Terrorismusabwehr verantwortlich. Dies blieb er auch noch unter Präsident George W. Bush. Clarke sagte damals Folgendes: ›Gut möglich, dass die Menschen der Zukunft auf das amerikanische Imperium, das ökonomische und militärische Imperium zurückblicken, und sagen werden: Sie haben nicht erkannt, dass ihr ganzes Imperium auf einer fragilen Basis thronte, denn sie haben die Grundfesten aus Ziegel und Mörtel durch eine aus Bits und Bytes ersetzt und diese niemals abgesichert.‹
Der Mann hatte es kommen sehen, unser Imperium wackelt. Im Cyberspace läuft ein gnadenloses Wettrüsten. Ob Regierungen, Geheimdienste, Militär, Kriminelle oder Hacker – sie alle sind auf der Suche nach Sicherheitslücken, sie alle feilen an Trojanern und Viren, die dort hineinstoßen können. Es ist ein globaler Krieg ohne Regeln. Und während der Angreifer nur eine einzige Schwachstelle finden muss, muss der Verteidiger auf ganzer Linie und zu jeder Zeit auf alles vorbereitet sein.
Hinzu kommt ein weiterer Umstand, der uns zu schaffen macht: Rückgrat des globalen Kommunikationsnetzes sind nicht mehr leicht abzufangende Satellitensignale im Weltraum, sondern im Meeresboden verlegte Faseroptikkabel. Das Abzapfen von Signalen aus Glasfasern ist kompliziert und aufwendig.”
Copland steckte die Brille wieder weg, als sei für ihn die Diskussion um die Zukunftsfähigkeit der NSA damit beendet.
„Natürlich bedarf es eines hochkomplizierten technischen Aufwands, um der Aufgabe, die der NSA gestellt ist, gerecht zu werden”, entgegnete Leroy Panetta genervt. „Man kann eine Menge Informationen sammeln, ohne zu wissen, was man hat. Die wahre Herausforderung besteht darin, diese Informationsmengen zu sichten und Verknüpfungen herzustellen. Und dazu ist ihr Dienst offenbar nicht in der Lage.”
„Sie haben recht, Mister Panetta”, sagte Copland, „aber Sie übersehen die Tatsache, dass wir, die Prediger und Nutznießer eines ungebändigten kapitalistischen Systems, an unsere Grenzen stoßen. Wir sind inzwischen zur Zielscheibe einer weltweit agierenden Ökoguerilla geworden, das haben wir uns größtenteils selber zuzuschreiben. Als ihre Aktionäre mit absoluter Mehrheit eine Resolution abgeschmettert haben, die Global Energy aufforderte, stärker in erneuerbare Energien zu investieren, waren Sie es, der sich vor aller Welt zu einem verhängnisvollen Statement hatte hinreißen lassen. Erinnern Sie sich? ›Wir investieren nicht auf Kosten der Aktionärsgewinne in gesellschaftliche Projekte!‹
Genau das waren Ihre Worte. Und jetzt erwarten Sie von uns, dass wir die Geister, die Sie fahrlässigerweise riefen, unter Kontrolle halten. Danke sehr. Es ist doch so: Je mehr sich die Ressourcen, auf deren Ausbeutung unser System nun einmal beruht, dem Ende zuneigen, desto stärker und gewalttätiger wird der Widerstand. Unsere Gegner sind moralisch hochgerüstet, sie sind der Meinung, dass unsere Kultur mitsamt ihren Vertretern geisteskrank ist, dass sie von einem Todestrieb besessen ist. Die Erde ist voll von Menschen, die von uns an den Rand ihrer Existenz gedrückt wurden. Diese Leute haben nichts zu verlieren. Und da wir kaum noch in der Lage sind, sie mit überflüssigen Konsumgütern ruhig zu stellen, wächst in ihnen natürlich auch die Bereitschaft zum Widerstand.
Lassen Sie mich einen Satz aus der Verfassung der URP zitieren, der die Sache sehr stimmig auf den Punkt bringt: ›Jedes wirtschaftliche oder gesellschaftliche System, von dem die Gemeinschaften, auf denen es basiert, nicht profitieren, ist nicht nachhaltig und daher unmoralisch und dumm. Nachhaltigkeit, Moral und Intelligenz verlangen die Demontage eines solchen Systems.‹
Demontage kann viel bedeuten. Man kann ein System abschaffen, in dem man sich völlig neue Regeln auferlegt, wie es in den Regionen der URP geschieht, man kann es aber auch gewaltsam bekämpfen, wie wir es gerade in New York erlebt haben. Stichwort URP. Wir beobachten, dass immer mehr Mitgliedsregionen dazu übergehen, sich von den modernen Kommunikationstechnologien abzunabeln. Damit entziehen sie sich natürlich auch unserer Kontrolle. Jede Region, die sich aus dem Verbund der globalen Kommunikation verabschiedet, reißt ein kleines Loch in den Fallschirm, an dem die industrialisierte Welt in der Hoffnung hängt, den Crash elegant abfedern zu können. Wenn das so weiter geht, können wir uns ausrechnen, wie hart der Aufprall wird.”
Das Telefon klingelte. Laurence Frost ging ran. „Für Sie”, sagte er und reichte Copland den Apparat. Der hörte kurz zu und legte auf.
„Gentlemen, wie mir gerade mitgeteilt wurde, gibt es ein Bekennervideo zum JFK-Anschlag. Wir schauen mal gemeinsam rein.”
Das Licht wurde heruntergedimmt und auf der Videowand erschien ein Auszug aus seinem Lieblingsmusical „Annie get your gun” von Irving Berlin aus dem Jahre 1946. „Anything you can do, I can do better. I can do anything better than you …", sang Betty Hutton, raffte den Saum ihres roten Kleides und stampfte mit dem Stiefel kräftig auf den Boden. Copland bekam eine Gänsehaut. Kein Zweifel, die Botschaft richtete sich direkt an ihn.
Nach dieser kurzen Sequenz aus dem Musical sah man zwei vermummte Gestalten vor den Trümmern einer ausgebrannten Maschine, ein Mann und eine Frau. Über ihren Köpfen lief folgender Rolltitel: „JFK: EINE AKTION VOM HEIMATSCHUTZ – IM KAMPF GEGEN DEN TERRORISMUS SEIT 1492. DIE ERDE GEHÖRT EUCH NICHT, SIE GEHÖRT SICH SELBST. WIR KRIEGEN EUCH VERBRECHER, WIR KRIEGEN EUCH ALLE!”
Am Schluss wiederholte sich die Eingangsszene: „Anything you can do, I can do better. I can do anything better than you …” – „No, you can't.” – „Yes, I can.” – „No, you can't.” – „Yes, I can.” – „No, you can't.” – „Yes, I can, yes, I can!”
Es herrschte eine gespenstische Ruhe im Situation Room. „Das Video wurde in China ins Netz gestellt”, bemerkte Copland schließlich.
„Das ist lächerlich”, empörte sich Leroy Panetta mit schriller Stimme, „einfach lächerlich! Die tanzen Ihnen im Netz auf der Nase herum und Sie wollen uns allen Ernstes glauben machen, dass der größte Geheimdienst der Welt dagegen machtlos ist?! Lächerlich. Ich werde dem Vorstand von GE empfehlen, die Zahlungen an diesen Dilettantendienst einzustellen. Wir schmeißen unser Geld doch nicht zum Fenster hinaus …!”
„Mister Panetta”, entgegnete Copland ruhig, „was würden Ihre Kollegen, was würde vor allem die Öffentlichkeit sagen, wenn sie erführe, dass Sie sich in schöner Regelmäßigkeit von kubanischen Transvestiten einen blasen lassen?”
Er stand auf und verließ den Raum. Er war General Francis D. Copland, mächtigster Mann im Staate, er durfte das.

Die exklusive Veröffentlichung bei KulturPort.De
Die nächste Folge (Feuer am Fuß 04) erscheint am Montag, 9. November 2015.
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Lesen Sie die Einführung von Hans-Juergen Fink: Dirk C. Fleck: Feuer am Fuß - Reality Fiction pur vom 28.10.2015 (Literatur)
Hintergründe - Bezüge - Wissen

KulturPort.De bietet den Lesern zu jeder Folge Hintergrundwissen in einer "Fact Box" an, die jeweils gemeinsam mit der Autor zusammengestellt wurde. Damit soll Einblick gegeben werden in die Arbeitsweise Dirk C. Flecks sowie seine historischen und aktuellen Bezüge sichtbar gemacht werden, um den realen Kontext besser zu verorten.

Dirk C. Fleck wurde 1943 in Hamburg geboren. Nach dem Studium an der Journalistenschule in München volontierte er beim Spandauer Volksblatt in Berlin und war Lokalchef der Hamburger Morgenpost. Er war Redakteur bei Tempo und Merian, seit 1995 ist er als freier Autor für die Magazine Spiegel, Stern und Geo tätig und schreibt für die Welt und die Berliner Morgenpost. Er ist Autor des Öko-Thrillers Palmers Krieg (1992) sowie des Zukunftsromans GO! Die Ökodiktatur (1996), für den er bereits schon einmal den deutschen Science-Fiction-Preis erhielt. Dirk C. Fleck lebt und arbeitet in Hamburg.

Frances Moore Lappé„Man hat uns immer wieder eingeredet, wie machtlos wir seien. Das führte zu der Überzeugung, wir wären unfähig, die Krisen der Welt anzugehen und bewältigen zu können. Wir verlassen uns lieber darauf, dass irgendjemand irgendwie das Ding schon schaukeln wird. Indem wir das tun, missachten wir aber zugleich die Tatsache, dass für jedes große Problem dieses globalen Desasters längst Lösungen vorhanden sind – sei es die Schadstoffbelastung, das Hungerproblem oder der Klimawandel. Worin besteht also die wirkliche Krise? Es sind nicht die Herausforderungen, sondern das verbreitete Gefühl, nicht an der praktischen Umsetzung dieser Lösungsansätze teilnehmen zu können. Das Problem ist nicht die „Krise“! Das wirkliche Problem ist das Gefühl der Machtlosigkeit, dieser Eindruck, mit gebundenen Händen dazustehen und nichts anderes tun zu können. Wirt sind in einer Spirale des Machtentzugs gefangen, die uns immer machtloser werden lässt. Das wirkliche Problem ist also das Gefühl der Menschen, keine Macht zu haben, die vorhandenen Lösungen ins Leben zu bringen“.

Frances Moore Lappé (Jahrgang 1944) ist eine Aktivistin gegen den Welthunger und seine Ursachen. Hierbei vertritt sie das Konzept des „Food First“ bzw. der Ernährungssouveränität.
Foto: Frances Moore Lappé. Quelle: Wickipedia, CC BY-SA 3.0

Die National Security Agency (deutsch: Nationale Sicherheitsbehörde), offizielle Abkürzung NSA, ist der größte Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten. Die NSA ist für die weltweite Überwachung, Entschlüsselung und Auswertung elektronischer Kommunikation zuständig und in dieser Funktion ein Teil der Intelligence Community, in der sämtliche Nachrichtendienste der USA zusammengefasst sind. Die NSA arbeitet mit Geheimdiensten verbundener Staaten zusammen. In Deutschland bestanden von 2007 bis 2013 die Hauptaufgaben in Strategic Mission J (Wirtschaftsspionage) und Strategic Mission K (Überwachung der politischen Führungspersonen).
Der Direktor der NSA ist gleichzeitig der Kommandant des United States Cyber Command und der Chef des Central Security Service.
In Deutschland ist die NSA für ihre offizielle Tätigkeit (NSA/CSS Representative Europe office, NCEUR) in den Patch Barracks in Stuttgart-Vaihingen ansässig.1989 berichtete das Magazin Der Spiegel über die umfangreichen Lauschtätigkeiten der NSA in Deutschland, welche damals zu einer Belastung der Beziehungen zwischen den Regierungen Deutschlands und der USA wegen eines abgehörten Gesprächs des deutschen Unternehmens Imhausen-Chemie mit Libyen führte. Bereits 1976 hatte der ehemalige NSA-Agent Winslow Peck auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main erklärt, dass die NSA in Europa „über einen immensen elektronischen Spionageapparat (verfügt), mit dessen Hilfe nicht nur Informationen über den Ostblock, sondern auch über westeuropäische Regierungen gesammelt werden.
Seit dem Sommer 2013 ist sie Gegenstand einer globalen Überwachungs- und Spionageaffäre. Der daraufhin eingesetzte NSA-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages untersucht seit dem 20. März 2014 „Ausmaß und Hintergründe der Ausspähungen durch ausländische Geheimdienste in Deutschland“. Quelle: Wikipedia

PRESSESTIMME:
„Man muss Dirk C. Fleck bewundern, denn nichts, was in diesem Buch beschrieben wird, ist unrealistisch oder im meist abwertend gebrauchtem Sinne 'utopisch'. Lediglich der Mensch steht einer Umsetzung im Wege. Der Mut des Autors, gegen den Strom zu schwimmen und seine Ideen in einen gleichermaßen unterhaltenden wie zum Nachdenken anregenden Roman umzusetzen, überzeugte das Komitee, Dirk C. Fleck mit dem Deutschen Science Fiction Preis 2009 auszuzeichnen."
Aus der Laudatio zur Verleihung des Deutschen Science Fiction Preises 2009

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avatar Frank Kern
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Eigentlich bin ich kein Freund von Fortsetzungsromanen. Aber hier entdecke ich mich dabei, dass ich mit Spannung darauf warte, wie es in der nächsten Folge weitergeht. Kompliment an den Autor und an die Macher von Kulturport!
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avatar Sven Zöllner
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Sind diese Folgen identisch mit dem Buch?
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avatar Dirk C. Fleck
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Die Folgen sind zum Teil gekürzt, einige Kapitel sind ganz weggelassen worden. Den Kern des Buches tangiert das nicht und der Lesefluss wird dadurch auch nicht gestört
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